Roots are Routes: Von Wurzeln und Wegen

Jungen Menschen eine Perspektive vor Ort geben. Zeigen, dass Wurzeln auch Wege öffnen können, darum geht es Olga Daskali aus Messolonghi. Wie viele andere Städte hat ihre Heimatstadt in Westgriechenland mit dem Weggang vieler junger Menschen zu kämpfen. Olga ist nach dem Studium in ihre Heimatstadt zurückgekehrt und hat die Stadt und ihre Bewohner mit ihrem Projekt „Roots are Routes“ aufgemischt. Für ihr Projekt wird ihr nun der diesjährige „START Scaling Award“ verliehen. 

Ausgerechnet bei einem Seminar zu Kulturveranstaltungen, im Gespräch mit einem kanadischen Bekannten hatte Olga Daskali war es so weit: „Mir schoss die Idee durch den Kopf, dass ich etwas für meine Heimatstadt tun möchte und vor meinem inneren Auge sah ich immer wieder den kleinen Satz ‚roots are routes‘ „, erzählt Olga. Seitdem hat sie die Idee nicht mehr losgelassen. „Die Herausforderung in diesem Stadium war es, den Satz mit einer konkreten Projektidee zum Leben zu erwecken, um sich für das START-Programm der Robert-Bosch-Stiftung zu bewerben“, erklärt sie.
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Ein Stück Familie

In einer WG leben bedeutet mehr als nur zusammen wohnen – eine WG ist oft auch Familienersatz. Erst recht, wenn man noch nie eine Familie hatte. Ronja Buggel arbeitet in Athen daran, die erste inklusive Wohngemeinschaft zu gründen. Doch was in Deutschland mittlerweile normal ist, hat in Griechenland viel Skandalpotential.

Es riecht nach Urin als Ronja Buggel das Gitter des Bettes von Paraskevi öffnet und die 15-Jährige begrüßt. „Zouzounaki mou“, sagt sie, „ti kaneis simera?“ –„wie geht es dir heute, meine kleine Honigbiene?“ Paraskevi kann nicht mit Worten antworten, aber sie lacht. So doll, dass ihr Gesicht fast verkrampft. Sie freut sich, dass Ronja sanft mit ihr spricht, sie kitzelt, ihr liebevoll einen Kuss auf die Stirn drückt. Die Vorhänge in dem Zimmer mit den acht Betten sind zugezogen. Es fällt schwer, das Alter der Kinder und Jugendlichen zu schätzen, sie auseinanderzuhalten, denn alle haben zentimeterkurz geschnittene Haare. „So sind sie geschlechtslos, das ist gewollt“, erklärt Ronja. Außerdem ist es praktisch: Die Pflege und Versorgung der Kinder ist hier Fließbandarbeit. Weiterlesen

Zu Gast bei One Happy Family

Ende Juni machte sich eine deutsch-griechisch-französische Gruppe für eine Woche auf nach Lesvos. Ein Fachkräfteaustausch vom Interkulturellen Netzwerk und seinen Partnern hatte zum Ziel, einen Blick hinter die im Zuge der sogenannten Flüchtlingskrise entstandenen Strukturen auf der Insel zu werfen. Beim Community Center OHF- One happy family- packten sie tatkräftig an. Der Austausch in Bildern.

Im OHF entstehen Angebote von, mit und für Geflüchtete. Gemeinsam werden konkrete Strategien für die Arbeit mit Geflüchteten erarbeitet und ausgetauscht.

 

Zum Beitrag im Vorfeld des Fachkräfteaustauschs auf agorayouth geht es hier.

Fotos: Julia Appel

Stellenausschreibung deutsch-griechische Zusammenarbeit

IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. ist im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Europäischen Kommission tätig.

Für die Unterstützung der jugendpolitischen Zusammenarbeit mit Griechenland und die Förderung des deutsch-griechischen Jugend- und Fachkräfteaustauschs sucht die Fachstelle vom 01.04.2015 zunächst befristet bis zum 31.12.2015 eine Referentin oder einen Referenten für  19,5 Stunden pro Woche.

Zu den Aufgaben gehören:

  • Mitarbeit bei der Gestaltung und Umsetzung der Zusammenarbeit mit Griechenland im Team des Länderbereichs
  • Recherche und eigenständige Aufbereitung von Informationen zu jugendrelevanten Aspekten in Griechenland
  • Durchführung von Fachveranstaltungen im deutsch-griechischen Kontext
  • Kooperation mit Trägern der Kinder- und Jugendhilfe und anderen Partnern in Deutschland und Griechenland
  • Zusammenarbeit mit dem BMFSFJ
  • Kontaktpflege mit griechischen Partnern
  • Übersetzung von griechisch-sprachigen Informationen zur Jugendarbeit und Jugendpolitik in Griechenland

Profil:

  • Abgeschlossene Hochschulbildung in einer einschlägigen Fachrichtung
  • Kenntnis der Inhalte und Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe und angrenzender Themen
  • Fähigkeit zur strukturierten Recherche und Analyse
  • Kommunikativer Arbeitsstil, Eigeninitiative, Teamfähigkeit und Flexibilität
  • Gute organisatorische Fähigkeiten
  • Erfahrung im Umgang mit öffentlichen Fördermitteln
  • Sehr gute Kenntnisse der griechischen und der deutschen Sprache in Wort und Schrift

Die Vergütung der Stelle erfolgt nach Entgeltgruppe 11 des TVÖD (Bund).

Die Fachstelle freut sich auf Ihre Bewerbung, die Sie bitte bis zum 10.03.2015 an

IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V., Godesberger Allee 142-148, 53175 Bonn oder per E-Mail an bewerbung@ijab.de

senden.

IJAB bitten die Bewerberinnen und Bewerber um Verständnis, dass sie keine Zwischennachrichten geben sowie die eingereichten Bewerbungsunterlagen nach Abschluss des Auswahlverfahrens nicht zurücksenden kann. Auf aufwändige Bewerbungsmappen und Klarsichtfolien kann daher gerne verzichtet werden.

Die Beendigung des Auswahlverfahrens wird auf der lnternetseite www.ijab.de bekannt gegeben.