Zeichnung des Abkommens: Bundesfamilienministerin Giffey in Athen

Nach Informationen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) befindet sich Bundesjugendministerin Franziska Giffey (SPD) am 11.Oktober 2018 mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Athen, um das Abkommen für das Deutsch-Griechische Jugendwerk (DGJW) zu zeichnen.

06:00 Uhr

Unbenannt
Quelle: https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Ffranziska.giffey%2Fposts%2F1484751171661753%3A0&width=500

08:00 Uhr
Die Staatssekretärin im BMFSFJ, Juliane Seifert, meldet sich mit folgendem Tweet aus Athen:

10:00 Uhr
Nach dpa-Informationen ist das zentrale Thema des Staatsbesuchs von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Situation junger Menschen angesichts der anhaltend hohen Jugendarbeitslosigkeit. Steinmeier nehme am heutigen Donnerstag in Athen an einer Diskussion über „Jugend in Europa“ teil und bekomme in Anschluss an der Universität von Athen die Ehrendoktorwürde verliehen.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung meldet, dass Familienministerin Giffey und ein Vertreter des griechischen Ministeriums im Beisein beider Präsidenten das Abkommen über ein Deutsch-Griechisches Jugendwerk unterzeichnet werden soll.

11:00 Uhr
In den sozialen Medien heißt es, dass die Zeichnung des Abkommens für heute Mittag geplant ist. Zeichnung bedeutet in diesem Kontext die billigende Zustimmung zu einem Vertragstext, wie es bei völkerrechtlichen Verträgen üblich ist.

Bei der Zeichnung sagte Bundesfamilienministerin Giffey (SPD): „Die Gründung des Jugendwerkes ist ein Meilenstein, mit dem wir das Ziel verfolgen, das Verständnis junger Menschen aus Griechenland und Deutschland füreinander zu verbessern. Sich zu kennen bedeutet, ohne Vorurteile miteinander umgehen zu können, Lebensweisen, Traditionen und Mentalitäten im jeweils anderen Land zu verstehen – und wo junge Menschen aufeinander treffen entstehen häufig auch Freundschaften fürs Leben. Genau das ist es, was wir in Europa brauchen, gerade in Zeiten, in denen der europäische Gedanke nicht mehr überall präsent ist und gelebt wird.“

12.30 Uhr:

Die Überraschung ist groß! Nachdem lange die Stadt Köln im Gespräch war, wird der deutsche Sitz des Deutsch-Griechischen Jugendwerks im ostdeutschen Leipzig angesiedelt sein. Das wurde bei der Zeichnung des Abkommens durch Bundesjugendministerin Franziska Giffey (SPD) und den Generalsekretär für Lebenslanges Lernen und Jugend im Ministerium für Bildung, Forschung und Religiöse Angelegenheiten der Hellenischen Republik, Pafsanias Papageorgiou, bekannt.Unbenannt1Quelle: https://twitter.com/BrauneTim/status/1050322003750776832

14:30 Uhr:
Die Deutsche Presse Agentur vermeldet, dass als griechisch Standorts des Jugendwerks in Thessaloniki im Gespräch sein soll. Die Bundesregierung wird das Jugendwerk laut DPA mit 3 Millionen Euro jährlich finanzieren. Die Höhe des griechischen Beitrags stehe noch nicht fest.

17:00 Uhr:
In Leipzig zeigte man sich erfreut über die Standortwahl. „Die Freude ist riesengroß! Leipzig und Thessaloniki werden Sitz des Deutsch-Griechischen Jugendwerks. Dies ist für uns eine gewaltige Motivation für unsere zukünftigen Aktivitäten und eröffnet zusätzliche Möglichkeiten für den Austausch zwischen beiden Städten“, ließ der Leipzig-Thessaloniki Städtepartnerschaftsverein e.V. in den sozialen Medien verlautbaren.

„Jugendaustausch hat sich in der Vergangenheit als eines der besten Instrumente gezeigt, um gegenseitiges Verständnis zwischen Ländern und Kulturen aufzubauen“, sagte der Oberbürgermeister Leipzigs, Burkhard Jung, der Leipziger Volkszeitung. „Junge Menschen sehen das Fremde ohne Vorurteile. Das ist die beste Basis für eine europäische Verständigung, welche die Stadt Leipzig gerne befördern möchte“, erklärte er. Dies bedeute für die Stadt auch internationale Werbung in eigener Sache. Zwischen Leipzig und Thessaloniki besteht die Städtepartnerschaft seit 1984.

Freie Plätze: 2. Teil von G.R.A.C.E

Der Arbeitskreise deutscher Bildungsstätten und die University of Peloponnes führen 2018 ein zweistufiges deutsch-griechisches Matchmaking für Akteure der politischen Jugendbildung und verwandter Arbeitsfelder durch. Für den zweiten Teil, der Ende Oktober in Griechenland stattfindet, gibt es noch freie Plätze.

Das Matchmaking ist angelegt auf zwei Begegnungen, die Akteure der Jugendbildung in Deutschland und Griechenland zusammenbringen wollen. Partnerschaften können geknüpft werden und eine Basis für Kooperationen in Jugendaustauschen gefunden werden.  Darüber hinaus will das Projekt Fachkräfte aus Organisationen der politischen Bildung, der sozialen Arbeit und der Jugendarbeit unterstützen und darin bestärken, die Etablierung des deutsch-griechischen Jugendwerks zu begleiten und inhaltlich zu unterfüttern. Da es ein Sonderprogramm für deutsch-griechische Austausche gibt, besteht zudem die Möglichkeit direkt in die Maßnahmenplanung einzusteigen und Projekte durchzuführen. Der erste Teil fand bereits im Frühsommer in Berlin statt, der zweite Teil wird die Gruppe nun vom 29. Oktober bis 4. November 2018 nach Korinth (Peloponnes) und Athen führen. Weiterlesen

Dokumentation „es war einmal.heute“ veröffentlicht // „ήταν κάποτε. σήμερα“ – αναφορά online

Vom 28. bis zum 30. Mai 2018 tauschten sich in München Multiplikator(inn)en und Teamer/-innen von deutsch-griechischen Jugendbegegnungen über die zahlreichen Facetten der historischen und politischen Beziehungen der beiden Länder aus. Die Dokumentation dieser bilateralen Konferenz ist nun auf Deutsch und Griechisch veröffentlicht.

Hier geht es zur Dokumentation der Konferenz auf Deutsch.

Από τις 28 έως τις 30 Μαΐου 2018 συγκεντρώθηκαν στην Καθολική Ακαδημία Μονάχου περίπου 100 πολλαπλασιαστές/πολλαπλασιάστριες και υπεύθυνοι/υπεύθυνες ομάδων από το χώρο των ελληνογερμανικών συναντήσεων νέων.

Τώρα θα βρείτε online την αναφορά για το διμερές συνέδριο ήταν κάποτε. σήμερα. – Νεολαία στο επίκεντρο των ελληνογερμανικών σχέσεων!

Quelle: IJAB e.V.

Griechisches Parlament beschließt Vorbereitung zur Gründung eines Deutsch-Griechischen Jugendwerks

Am Dienstag hat das griechische Parlament die Ratifizierung der Ressortvereinbarung über die Zusammenarbeit im Bereich Jugend und die Vorbereitung zur Gründung eines Deutsch-Griechischen Jugendwerks mehrheitlich beschlossen. Dagegen stimmten lediglich die Abgeordneten der kommunistischen Partei KKE und der neonazistischen „Goldene Morgenröte“. Die Ressortvereinbarung zwischen der deutschen und der griechischen Regierung war am 26. Juli 2017 von der damaligen Jugendministerin Katarina Barley und dem Generalsekretär für Jugend und Lebenslanges Lernen, Pafsanias Papageorgiou, in Berlin unterzeichnet worden. Der Beschluss bedeute, dass die Einrichtung eines Deutsch-Griechischen Jugendwerks in Griechenland nun gesetzlich verankert werde, heißt es auf der Website von IJAB.

Über alle neuen Entwicklungen berichten wir hier auf dem Blog.

Quelle: IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V.

Musik verbindet: Orchesteraustausch zwischen Athen und Berlin

2018 ist ein spannendes Jahr für die Nachwuchsmusiker des Athener Underground Youth Orchestra und des Julius-Stern-Kammerorchesters der Universität der Künste Berlin. Nach einem gemeinsamen Konzert in Athen, findet nun ein Rückbesuch mit einem Auftritt in Berlin statt. Stephanie Frauenkron von der UdK hat agorayouth erzählt wie das Projekt zustande gekommen ist und was noch möglich ist.

Agorayouth: Frau Frauenkron, wie ist das Jugendaustauschprojekt zwischen dem Julius-Stern Kammerorchester der Universität der Künste in Berlin und dem Underground Youth Orchestra aus Athen zustande gekommen?
Stephanie Frauenkron:Die Kooperation wurde vor allem von dem griechischen Komponisten Eleftherios Veniadis initiiert, der an der UdK studiert hat und aus dieser Zeit Professorin Anita Rennert gut kennt. Sie ist die Leiterin des Julius-Stern-Instituts für musikalische Nachwuchsförderung an der UdK Berlin. Eleftherios Veniadis ist heute in Deutschland und Griechenland tätig, arbeitet unter anderem mit dem Underground Youth Orchestra, und hat den Erstkontakt zwischen den Ensembles hergestellt. Frau Rennert war sofort begeistert von der Idee, beide Jugendorchester für gemeinsame Projekte zusammenzubringen. Denn gerade für die Jungstudierenden der UdK Berlin ist es natürlich eine tolle Möglichkeit, internationale Erfahrungen zu sammeln und sich so in künstlerischer, vor allem aber auch auf persönlicher Ebene weiterzuentwickeln. Durch die Förderung des Bundesfamilienministeriums, die Unterstützung der Jeunesses Musicales und das große Engagement vom Freundeskreis des Stern-Instituts konnte diese Idee dann sehr schnell in die Tat umgesetzt werden. Weiterlesen

„Das habe ich alles nicht gewusst…“

Gedenkstättenfahrten nach Griechenland – auf den ersten Blick eine ungewöhnliche Thematik für Schulfahrten. Bisher steht eher das klassische Griechenland hoch im Kurs. Doch wie können Schulprojekte zu einem Thema der jüngeren Geschichte umgesetzt werden? Dieser Frage ginge 31 Lehrkräfte aus Rheinland-Pfalz, Thüringen und Sachsen-Anhalt auf Kreta auf den Grund. Auf welche Wissenslücken und blinde Flecken in den Geschichtsbüchern sie stießen, hat Bettina Münch-Rosenthal für agorayouth notiert.

Der Ansatz, das Verständnis für andere Nationen über Projekte zur Gedenkstätten und Erinnerungskultur zu fördern, ist zwar nicht neu in der pädagogischen Arbeit von Schulen im europäischen Kontext. Für Schulprojekte mit Griechenland ist er aber bisher kaum verbreitet und bekannt. Dafür gibt es neben finanziellen und organisatorischen Erschwernissen einen gewichtigen Grund. Die Zeit des Zweiten Weltkrieges und der damit verbundene deutschen Besatzungszeit – insbesondere die aus griechischer Sicht nicht abgeschlossene Frage der Reparationszahlungen – fanden bisher in der deutschen Öffentlichkeit, insbesondere im Studium und  in der Ausbildung angehender Lehrer sowie im Geschichtsunterricht der Schulen kaum Beachtung.Daher führten bislang kaum Schülerbegegnungen zu diesem Thema nach Griechenland. Weiterlesen

Einschulung ohne Schultüte?

Deutschlehrerin Christina Preftitsi ist zwischen Lüdenscheid und Thessaloniki groß geworden und trägt beide Länder und Sprachen in sich. Mit einem Stipendium des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD) arbeitete sie für ein Jahr an einer Gesamtschule in Krefeld. Agorayouth hat sie erzählt, wie ihre Schüler in Thessaloniki täglich davon profitieren – und warum es bei ihrer Einschulung keine Schultüte gab.

Agorayouth: Christina, du bist zwischen Deutschland und Griechenland aufgewachsen. Seit einiger Zeit bist du Deutschlehrerin an der Deutschen Schule in Thessaloniki. Wie kam es dazu?
Christina Preftitsi: Ich wurde in Thessaloniki geboren und bin als ich sechs Jahre alt war mit meiner Familie nach Deutschland gezogen. Meine Eltern haben damals als Lehrer an einer griechischen Schule in Lüdenscheid gearbeitet und ich wurde ganz normal in einer deutschen Grundschule eingeschult – ohne ein einziges Wort Deutsch zu können. Ich erinnere mich noch wie heute an meine Einschulungsfeier, denn ich hatte leider keine Schultüte, weil wir nichts davon wussten! Meine Mama hat mir erzählt, dass ich anfangs immer Bauchschmerzen hatte und nicht zur Schule wollte. Ich kann mich kaum an die Zeit erinnern, aber ich weiß noch, dass ich eines Tages Deutsch sprechen konnte. Weiterlesen