Ewoca3 in Tolo: Zu Besuch beim Imker

Ewoca3 steht für große und längere Partnerschaften: Drei Jahre, drei Länder, drei Workcamps an drei Standorten. Das letzte Camp der Reihe fand vom 3. bis 16. Juli 2017 in Tolo, Argolis in Griechenland statt. Agorayouth sprach mit Markus Rebitschek (Bildungsreferent Internationale Jugendarbeit Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte Weimar) und Kelly Manoudi (Präsidentin und Gründerin der Hellenic Youth Participation), die vom Camp erzählen und ein kleines Resümee ziehen.

Agorayouth: Markus, kannst du das ewoca3-Konzept „Europe is in da’House“ eurer Workcamps kurz erklären? Tolo ist ja der Abschluss einer Reihe…
Kelly, could you briefly explain the project „Europa is in da’ House “ for all those, who dont know about it?
Markus Rebitschek: EWOCA & EWOCA3 sind geniale Konzepte, die mit ihren Laufzeiten – wir reden hier über mehr als 300 Jugendlichen aus über 18 Ländern jährlich und dies seit 2009 – für sich sprechen. Wir hatten das Glück eine von insgesamt 15 Partnerschaften ab 2015 zu werden. Partnerschaft bedeutet: Drei Jahre gemeinsames Arbeiten an drei Workcamps an drei verschiedenen Standorten. Im Ergebnis waren das dann die Camps 2015 in Weimar (Deutschland), 2016 in Dunaevo (Belarus) und schlussendlich 2017 in Tolo (Griechenland). Bereits in 2015 hatten wir uns darauf geeinigt, dass uns das Thema „Nachhaltigkeit“ und seine Facetten durch diese drei Jahre begleiten wird.
Kelly Manoudi: EWOCA & EWOCA3 are ingenious concepts and their duration – we are talking about more than 300 young people from over 18 countries annually and this since 2009 – tells its own tale. We were fortunate to be one out of 15 partnerships from 2015 onwards. Partnership means: Three years of working together on three workcamps at three different locations. As a result the camps took place in Weimar (Germany) 2015, Dunaevo (Belarus) 2016 and finally Tolo (Greece) 2017. Already in 2015, we had agreed that „sustainability“ and its dimensions will guide us through these three years. Weiterlesen

“Wir brauchen eine nationale Strategie”

Agorayouth hat mit dem Jugendarbeiter und Trainer Filaretos Vourkos gesprochen. Als studierter Ingenieur zog es ihn vor zwölf Jahren in die Jugendarbeit: In seiner Heimatstadt Kalamata gründete er die NGO K.A.NE, baute ein Jugendzentrum und das Kalamata Street Festival für die Jugend auf und engagiert sich zwei Jahren auch  in der Hellenic Youth Workers Association.

Agorayouth: Filaretos, Ende Juni hat sich die Hellenic Youth Worker Association in Thessaloniki getroffen. Was ist euer aktueller Stand?
Filaretos Vourkos: Bei dem Treffen haben wir Arbeitsgruppen für unsere Vorschläge an das griechische Bildungsministerium zur Anerkennung der Jugendarbeit als Berufsstand festgelegt. Die Arbeitsgruppen leisten Forschungs- und Recherchearbeit für den Weg der Jugendarbeit im Bildungssektor Griechenlands. Zusätzlich haben wir die Wahlen zum neuen Vorstand im Oktober vorbereitet – momentan haben wir immer noch einen kommissarischen, vorläufigen Vorstand, obwohl der Verein bereits 2015 gegründet wurde. Anfangs ging es sehr stark um den Status der Beschäftigten, weil Jugend- oder Sozialarbeiter kein anerkannter Beruf ist. Zusätzlich dazu haben die allermeisten Kommunen keine Einrichtungen, an die sich junge Menschen wenden können, für Programme, Berufsorientierung usw. Und das in einem Land, in dem die Jugendarbeitslosigkeit dermaßen hoch ist. Weiterlesen

Jugendaustausch? Das war definitiv mehr

Was im Oktober 2016 als Fachkräfteaustausch in Berlin begann und sich im Dezember 2016 in Athen fortsetzte, mündete im Frühjahr 2017 in zwei Jugendbegegnungen mit dem Namen „In and out“. Ein Theaterprojekt, eine Woche Berlin, eine Woche Athen. “Faith“ heißt das Stück, das die etwa zwanzig jungen Menschen mit Migrationsgeschichten im Athener Τεχνοχώρος Φάμπρικα Ende Mai zur Aufführung brachten.

„Einfach nur verrückt. Die jungen Schauspieler leidenschaftlich am Singen, Rezitieren, Tanzen und durch die Luft fliegen: 17 Akte aus dem Herzen der 20 Schauspieltalente, die das Publikum so mitrissen, dass es sich am Ende selbst auf der Bühne fand und mittanzte“ – so heißt es im abschließenden Post des Theaterprojektes von Mostar Friedensprojekt e.V. und Fabrica Athens. Weiterlesen

Fachkräfteaustausch: Auf dem Weg zum Mosaik

Das deutsch-griechische Verhältnis ist auf einem Weg der Besserung, aber es gibt noch viel zu tun. Bei einem Fachkräfteaustausch zwischen dem Bonner Verein für Jugendförderung und dem griechischen Verein Filoxenia in Kryoneri wurde ein Jugendaustausch im Herbst mit dem Schwerpunkt Europa vorbereitet.

Der Fachkräfteaustausch vom 15. – 21. Mai zwischen dem Bonner Verein für Jugendförderung und dem griechischen Verein Filoxenia diente vor allem der Vorbereitung: Unter dem Themenschwerpunkt „Europa“ soll an der Außenwand des Kulturzentrums in Kryoneri von Jugendlichen aus Deutschland und Griechenland gemeinsam ein Mosaik gestaltet werden. Die Verbindung von Kunst, Kultur, Natur und aktuellen Themen soll die Jugendlichen beider Länder auf vielen Ebenen zusammenbringen und der erste Schritt für zukünftige Zusammenarbeit sein. Auch eine Rückbegegnung in Bonn sowie ein weiterer Fachkräfteaustausch sind geplant. Weiterlesen

Augenöffner

Von Athen nach Berlin. Nur wenige Monate vorher hatte Anna Letsiou noch nie von ICJA Freiwilligenaustausch weltweit in Berlin gehört, wo sie bis Februar 2017 ihren Europäischen Freiwilligendienst absolvierte – jetzt will sie bleiben. Für ihr Masterstudium.

„Ich wusste nicht was der Europäische Freiwilligendienst ist und ICJA kannte ich auch nicht als ich meinen Bachelor in Athen machte und mich nach Praktika in Berlin umsah“, erzählt Anna Letsiou. Berlin ist die Stadt, aus der ihre Mutter kommt – Anna nennt sie ihre „andere halbe Heimatstadt“. Über den Newsletter von Elix, einer griechischen NGO in Athen, erfuhr sie von der Möglichkeit, dort in einem EFD mit Geflüchteten zu arbeiten. Schon in ihrem Studium der Internationalen Beziehungen hatte sie sich mit dem Flüchtlingsrecht beschäftigt: „Ich habe ein halbes Jahr Praktikum bei der NGO Ärzte der Welt gemacht und mich dafür entschieden, mich mehr für die Integration von Geflüchteten einzusetzen“, erzählt Anna. Weiterlesen

DOCUMENTAthens

Kassel und Athen – bis zum letzten Jahr gab es wenig Verbindung zwischen den beiden Städten. Bis die documenta14, die weltweit bedeutendste Ausstellung für Moderne Kunst, zum ersten Mal nicht nur im hessischen Kassel, sondern auch in Griechenland stattfinden sollte. Das nahm auch eine Jugendbegegnung zum Anlass, Anfang April 2017 mit Jugendlichen aus Italien, Polen, Spanien und Deutschland nach Athen zu reisen. In einem Monat  findet nun die Rückbegegnung in Kassel statt. 

Verschiedene Entwicklungen in den vergangenen Jahren haben zu großen Veränderungen im Leben der Menschen in Europa und auch der Jugendlichen in allen europäischen Staaten geführt: Die Finanzkrise, die die Menschen u.a. in Italien, in Spanien und insbesondere Griechenland hart trifft. Menschen aus nicht europäischen Staaten, die Schutz oder Arbeit in Europa suchen, sich aber trotz des Begriffs „Willkommenskultur“ eher nicht willkommen fühlen können. Attacken von Fanatikern, die ihr ‚Heil‘ im Jenseits suchen, dazu aber unbedingt am Jenseits Uninteressierte mitnehmen wollen. Attacken von Fanatikern, die ihr ‚Heil‘ im Diesseits suchen und da auf keinen Fall ‚Ausländer‘ dabei haben wollen. Weiterlesen

Infotag zum deutsch-griechischen Jugendaustausch in Stralsund

Am 25. Juli 2017 findet in Stralsung ein regionaler Infotag zum „Jugendaustausch im Rahmen der deutsch-griechischen Gemeinde- und Städtepartnerschaften“ statt. Die Deutsch-Griechische Versammlung (DGV) lädt interessierte Kommunen und ihre regionalen Partner ein, sich im Rahmen des Infotags im Landratsamt Vorpommern-Rügen auszutauschen über Planung, Förderung und Zusammenarbeit im deutsch-griechischen Jugendaustausch. Weiterlesen