Thassos: 3. Deutsch-Griechisches Inklusionscamp

Ende Mai war es wieder so weit und die kleine Insel Thassos wurde Schauplatz des 3. Deutsch-Griechischen Inklusionscamps, einer inklusions- und sportpädagogischen Jugendbegegnung mit praxisorientiertem Austausch. Für die deutschen Physiotherapie-Schüler und ihre Ausbilder hieß das vor allem: Sich sechs Tage lang frei machen von Barrieren.

Inklusion heißt Zugehörigkeit, also das Gegenteil von Ausgrenzung. Wenn jeder Mensch – mit oder ohne Behinderung – überall dabei sein kann, in der Schule, am Arbeitsplatz, im Wohnviertel, in der Freizeit, dann ist das gelungene Inklusion. In einer inklusiven Gesellschaft ist es normal, verschieden zu sein. Jeder ist willkommen. Und davon profitieren wir alle: zum Beispiel durch den Abbau von Hürden, damit die Umwelt für alle zugänglich wird, aber auch und gerade durch selbstbestimmtes Leben, mehr Offenheit, Toleranz und ein besseres Miteinander. Weiterlesen

JUMP: Lust auf Basketball in Griechenland?

„JUMP!“ heißt es seit 2016 im gemeinsamen Basketball-Projekt der TuS Neukölln und der Anagennisi Servion aus Servia in Griechenland. Bereits in zehn Tagen ist es wieder so weit und es sind noch einige Plätze frei geworden! Los nach Griechenland geht’s am 12. Juli und die Rückreise nach Deutschland – hoffentlich mit einigen Basketballspielen in den Beinen – ist für den 23. Juli geplant.

Servia und Berlin. Um die Unterschiede der Lebenswelten zu erfahren, muss man vielleicht den Boden verlassen und einen Sprung wagen. Griechenland und Deutschland, ländliche Kleinstadt und Metropole, Berge mit Stausee und betonierte Ebene – einige der Unterschiede liegen auf der Hand, andere zeigen sich erst wenn man selbst am anderen Ort ist. Doch auch Gemeinsamkeiten gibt es viele. Diese zeigen am besten im direkten Austausch miteinander. Das ist der Grund, warum es diesen Austausch gibt! Weiterlesen

Zusammen in die Zukunft

Tuttlingen und Trikala – auf den ersten Blick haben beide Städte nicht viel miteinander zu tun, außer, dass sie mit dem Buchstaben T beginnen. Das soll ein neues Austauschprogramm zwischen der Diakonischen Jugendhilfe Mutpol und dem Freiwilligen-Netzwerk aus Trikala nun endgültig ändern. Wir haben mit Dieter Kießling gesprochen, der den Austausch mitorganisiert hat.

Agorayouth: Herr Kießling, ganz grundsätzlich: Was tut die Diakonische Jugendhilfe „Mutpol“ in Tuttlingen genau? Mit welchen Jugendlichen wird dort gearbeitet?
Dieter Kießling: Mutpol – Diakonische Jugendhilfe e.V.“ ist eine Einrichtung, die Kinder, Jugendliche, Heranwachsende und deren Eltern mit vielfältigen Angeboten dabei unterstützt, aktiv am sozialen Leben teilzunehmen, soziale Anerkennung zu erlangen und schwierige Lebenssituationen zu meistern. Mädchen und Jungen – meist im Alter zwischen 6 und 18 Jahren – erhalten je nach Bedarf stationäre, ambulante oder flexible Hilfen, sei es in Wohngruppen, Tagesgruppen, im Betreuten Jugendwohnen, durch sozialpädagogische Begleitung der Familien oder durch zahlreiche weitere Angebote. Weiterlesen

Lesvos: Von Geflüchteten für Geflüchtete

Wer vor 2014 schon mal von der Insel Lesvos gehört hatte, war wohl ein Insel- oder Griechenlandliebhaber. Verändert hat diesen Umstand alles, als die Insel 2015 weltweit fast täglich in den Schlagzeilen genannt wurde: Auf dem Weg nach Europa betraten viele der Geflüchteten dort zum ersten Mal europäischen Boden. Ende Juni macht sich nun ein Fachkräfteaustausch vom Interkulturellen Netzwerk in Neuruppin auf, einen Blick hinter die im Zuge der sogenannten Flüchtlingskrise entstandenen Strukturen zu werfen.

Die Fakten sind schnell genannt: Lesvos liegt in nur wenige Kilometern entfernt von der Küste der Türkei. Noch heute kommen trotz des sogenannten Türkei-Abkommens täglich Schlauchboote mit Geflüchteten aus Syrien und anderen Ländern an und erreichen – sollte die Überfahrt gelingen – dort europäischen Boden. Auf der Insel werden die Neuankömmlinge in zwei sogenannte „Hotspots“ aufgeteilt. Ein Bereich kümmert sich um Familien; der Andere um alleinreisende männliche Geflüchtete – so die Theorie. Weiterlesen

3. Deutsch-Griechisches Jugendforum: Im Oktober nach Köln

Nach dem 2. Deutsch-Griechischen Jugendforum im März 2017 in Thessaloniki geht es 2018 in die Partnerstadt Köln: Beim 3. Jugendforum wird es um die Stärkung und Erweiterung von Partnerschaften und Förderung von Partizipation junger Menschen gehen. Wer kann teilnehmen und was ist geplant? Anmeldeschluss ist der 01. Juli 2018.

Ein Jahr nach dem 2. Deutsch-Griechischen Jugendforum in Thessaloniki laden das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, das Generalsekretariat für Jugend und Lebenslanges Lernen des Ministeriums für Bildung, Forschung und Religiöse Angelegenheiten in Griechenland, JUGEND für Europa und die Youth and Lifelong Learning Foundation, die Nationalagenturen beider Länder für das EU-Programm Erasmus+ Jugend in Aktion, sowie IJAB –Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland gemeinsam ein: Anlässlich der 30-jährigen Städtepartnerschaft Köln-Thessaloniki wird das 3. Deutsch- Griechische Jugendforum 2018 in Köln stattfinden.

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Es war einmal. heute

Wie können junge Menschen aus dem gemeinsamen Erbe Deutschlands und Griechenlands schöpfen? Die Konferenz „Es war einmal. heute – Jugend im Fokus der deutsch-griechischen Beziehungen“ fand vom 28. bis 30. Mai in der bayrischen Landeshauptstadt München statt und versuchte Antworten zu geben. Ein Veranstaltungsbericht.

„Es gibt Otto den Bayern, der eine große Rolle in den deutsch-griechischen Beziehungen gespielt hat, es gibt Otto Rehagel und das erste Goethe-Institut der Welt hat 1952 in Athen eröffnet. Inzwischen haben mehr als 300.000 Griechen ihren Wohnort in Deutschland gefunden und das deutsche Wirtschaftswunder wäre ohne die Hilfe der griechischen Einwanderer nicht möglich gewesen“, zählte Thomas Thomer, Unterabteilungsleiter im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), die Erfolge in den Beziehungen beider Länder auf. Das BMFSFJ und das Ministerium für Bildung, Forschung und Religiöse Angelegenheiten der Hellenischen Republik hatten Multiplikatorinnen und Teamer von deutsch-griechischen Jugendbegegnungen eingeladen, sich zwei Tage lang auf der Konferenz „es war einmal. heute“ über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auszutauschen – und das im hellenistisch geprägten München. Weiterlesen

Antiker Mythos trifft auf heutige Realität: Filmprojekt des Benediktinergymnasiums Ettal

Odysseus, der Superheld in der griechischen Mythologie, wird zum modernen Flüchtling und mit ihm wird gleich der gesamte Heimatbegriff auf den Kopf gestellt. Die Idee dazu hatten die Altgriechischkurse 9A und 9B von Lehrer Roland Jurgeleit vom Benediktinergymnasium Ettal in Bayern. Herausgekommen ist ein sehenswerter Film, der – auf Altgriechisch mit Untertiteln– einige Male ein Schmunzeln ins Gesicht zaubert.

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Lehrer Roland Jurgeleit bei der Präsentation des Films in München.

Mit viel Witz und Leidenschaft für die antike Mythologie und die Feinheiten des Altgriechischen weckt Lehrer Roland Jurgeleit vom Benediktinergymnasium Ettal auch bei seinen Schülern die Begeisterung. In seinem Unterricht heißt es nicht mehr nur Verbformen und Grammatik pauken, sondern das Ziel ist es, Autoren wie etwa Platon in ihren Ideen und Anschauungen zu verstehen und sich auch kritisch mit dem antiken Erbe auseinanderzusetzen. Nur so ist es möglich, dass seine Schüler dann auch einige der 12.200 Hexameterverse von Homers Odyssee auswendig lernten und einen eigenen Film drehten. Weiterlesen