Heimatverlust, Flucht und Neuanfang: Gedenkstättenfahrt nach Berlin

Die Pontosgriechische Jugend in Europa – Verband der Vereine der Griechen aus Pontos in Europa e.V. lädt vom 09. bis 11. September 2022 in die Hellenische Gemeinde zu Berlin (Steglitz) und zur Ökumenischen Gedenkstätte für Genozidopfer im Osmanischen Reich in Charlottenburg ein, um sich mit dem Völkermord an den Christ*innen im Osmanischen Reich 1912-1922 auseinanderzusetzen. Es sind noch 15 Plätze frei – Anmeldeschluss ist der 26. August.

Die Pontosgriechische Jugend in Europa – Verband der Vereine der Griechen aus Pontos in Europa e.V. lädt vom 09. bis 11. September 2022 in die Hellenischen Gemeinde zu Berlin (Steglitz) und zur Ökumenischen Gedenkstätte für Genozidopfer im Osmanischen Reich (Charlottenburg) ein, um sich mit dem Völkermord an den Christ*innen im Osmanischen Reich 1912-1922 (Armenier*innen, Griech*innen, Aramäer/Assyrer*innen) auseinanderzusetzen und sich mit den Themen Heimatverlust, Flucht und Vertreibung, mit Überleben und wieder Neuanfangen, mit Erinnerungskultur in der Diaspora, kollektiver und individueller Identität nach dem Genozid zu befassen.

Das Kooperationsprojekt zwischen dem djo-Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. und dem djo-Bundesverband e.V. geht mit dem Wanderseminar – Widerstände Wege – in die zweite Runde. Angelehnt an das djo-Jahresthema „Erinnerungskultur in der Migrationsgesellschaft“, widmete sich der Verband 2021 der Geschichte des Nationalsozialismus im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Teilnahme an Gedenkveranstaltung an der Gedenkstätte für Genozidopfer
Die dreitägige Gedenkstättenfahrt ist eine Aktion für alle junge Menschen ab 18 Jahren, die sich für historische und erinnerungspolitische Themen, Menschenrechte, gesellschaftlichen Zusammenhalt, postmigrantisches Leben, Aufrechterhaltung einer Kultur und Identität in Diasporagemeinschaften interessieren.

Die Fahrt ist ein Vernetzungsformat für gesellschaftspolitisch engagierte und junge Menschen der betroffenen Gemeinschaften und weiterer postmigrantischer und postgenozidaler Gemeinschaften. Teil des Programms ist eine Führung an der Ökumenischen Gedenkstätte für Genozidopfer im Osmanischen Reich zum Tag des Offenen Denkmals und die Teilnahme an der Gedenkveranstaltung für die griechischen und armenischen Genozidopfer von Smyrna.

Neben dem Programm soll den Teilnehmenden die Möglichkeit geboten werden, ihre Eindrücke auf kreative Art wie z.B. mittels eines Podcasts oder in einem Reel/Video oder einer Collage festzuhalten.

Weiterlesen

Ein Kunstwerk fürs Dorf

Ein großflächiges Kunstwerk auf einer zentralen Mauer im Dorfzentrum von Kryoneri – das ist eins der sichtbaren Ergebnisse einer Begegnung von Jugendliche aus Deutschland und Griechenland auf dem Peloponnes. Anfang Juli wurden die zwanzig Jugendlichen gemeinsam kreativ und beschäftigten sich mit den Themen Geschichte, Erinnerung und Musik. lm Fokus standen auch Besuche von Dörfern der Erinnerung. 

„Mehr als 500 Männer und minderjährige Jungen wurden allein in Kalavryta am 13. Dezember 1943 von Soldaten der Deutschen Wehrmacht ermordet und der Ort wurde niedergebrannt“, erzählt der 19-jährige Paul Noak aus Norddeutschland den Teilnehmenden der deutsch-griechischen Jugendbegegnung Anfang Juli in der Kleinstadt im Norden der Halbinsel Peloponnes. Seit zehn Monaten arbeitet er als Freiwilliger der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste im Holocaust-Museum der Stadt Kalavryta. Täglich führt er Gruppen durch die Ausstellung, die die dunkelsten Jahre deutsch-griechischer Geschichte zeigt.

Bei der Jugendbegegnung zwischen dem Bonner Verein Lucky Luke e.V. und dem griechischen Verein Filoxenia setzen sich die Jugendlichen eine Woche insbesondere mit der deutsch-griechischen Geschichte und Erinnerungskultur auseinander. „Ich bin sehr froh, dass diese Reise zustande gekommen ist“, sagt Martin Hermann, Vorsitzender von Lucky Luke. „Internationale Jugendbegegnungen bieten die Chance, auch die Geschichte(n) von gleichaltrigen Jugendlichen kennenzulernen. Die Jugendlichen blicken über ihren eigenen Tellerrand, erfahren, dass sie selbst ein Teil der Geschichte sind und, dass sie durch ihr Engagement Veränderungen bewirken können, dass sie auch Verantwortung dafür tragen, dass sich solche Verbrechen nicht wiederholen“, so Herrmann, der diee Gruppe begleitete.

Weiterlesen

„I am another“: Hybrides Austauschprojekt zu Rassismus sucht noch Teilnehmende

Im Videotanz-Storytelling Projekt „I am another“ kommen junge Menschen erst virtuell und dann in Präsenz in Düsseldorf und im griechischen Monemvasia zusammen, um sich zu den Themen Rassismus und Identität künstlerisch auszutauschen. Fünf Plätze sind noch frei.

Unter der Anleitung von Theater-und Tanzprofis haben die Teilnehmenden des Videotanz Storytelling Projekts „I am another“ der drei Partner „Dare.Dance.Digitalize & Thoi“, Theater der Klänge in Düsseldorf und Arbeit und Leben DGB/VHS NRW die Möglichkeit, ein komplettes Projekt mit Sprache, der Kunst des Videotanz-Storytelling und Bewegung als Hauptbestandteil zu entwickeln.

Dabei stehen die Themen „Rassismus“,„Identität“ und „Alterität“ im Vordergrund. Gemeinsam arbeiten sie in einer ersten Phase mit griechischen Jugendlichen digital-hybrid. Im Anschluss, voraussichtlich im Juli und September 2022, sind eine 6-7-tägige Reise und Präsenzbegegnung in Monemvasia und eine Präsenzbegegnung in Düsseldorf vorgesehen.

Insgesamt sind sechs Termine geplant (die Teilnahme ist aber auch jetzt noch möglich):

1. Treffen: Samstag, 26. Februar 2022, 11.00-14.00 Uhr, Thema: Wer bin ich?

Weiterlesen

Wie hältst du es mit dem Essen?

Was heißt halal? Was verbirgt sich genau hinter koscherem, veganen und vegetarischem Essen? Das Interkulturelle Jugendnetzwerk WILDE ROSE und das griechische Kultur- und Recyclingprojekt FIXINART machten Ende Dezember 2021 das Thema Ernährung zum Thema einer deutsch-griechischen Begegnung in Thessaloniki – natürlich wurde dabei auch ausgiebig gekocht.

Die letzte Dezemberwoche im Jahr 2021 nutzte das Interkulturelle Jugendnetzwerk WILDE ROSE, um bei FIXINART, einem Kultur- und Recycling-Projekt in Thessaloniki ein Seminar zur Ernährung in internationalen Begegnungen durchzuführen. Der Anlass: Die Partnerorganisationen stellten in der Vergangenheit fest, dass durch die interkulturelle Zusammensetzung der Teilnehmerschaft bei Austauschmaßnahmen die Ansprüche an die jeweilige Küche immer diversifizierter werden.

So ging es zunächst um Begriffsklärungen: Was heißt halal, koscher, vegan und vegetarisch genau? Wie umgehen mit Lebensmittelallergien und anderen Unverträglichkeiten? Dabei spielten auch Fragen von Kultur, Religion, Ethik, Gesundheit, Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle.

Weiterlesen