Im grünen Klassenzimmer

Von der Kartoffelernte über Lebewesen im Teich, Pflanzen und saisonale Ernährung in den vier Jahreszeiten: In der Freiluga, dem schulpädagogischen Zentrum im Kölner Westen, können Stadtkinder die Natur spielerisch erleben, sehen, fühlen, riechen – und das seit 1925. Die älteste Schulgarten-Einrichtung Nordrhein-Westfalens öffnete ihre Türen für an Umweltbildung interessierte deutsche und griechische Jugendarbeiter. Und die hatten viele Fragen an Biologielehrer Niko Wiese und Gärtner Mohamed Maameri.

Ohne ein, zwei oder drei der 18 Tomatensorten, verschiedene Apfelschnitzen, Möhren und andere Schätze der Städtischen Freiluft- und Gartenarbeitsschule (Freiluga) im Kölner Westen probiert zu haben, konnten die griechischen und deutschen Jugendarbeiter nicht wieder gehen: Seit fast 100 Jahren, als der Begriff des urban gardening noch nicht in Mode war, existiert die Anlage bereits, die vom Amt für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln als Träger betrieben wird und die sich vor Nachfrage gar nicht retten kann: Fast jeden Tag führt Biologielehrer Niko Wiese zwei Schulklassen zu unterschiedlichen Themen über das fast fünf Hektar große Gelände mit Nutz- und Schaugarten und Gewächshaus. Weiterlesen

Projektbesuch Krebelshof in Köln-Worringen

Düstere Wolken hängen über dem Krebelshof, als der Bus mit 20 griechischen und deutschen Teilnehmern des Jugendforums vorfahren. Doch die Stimmung lässt sich von dem verhangenen Himmel nicht vermiesen: Als der Ansprechpartner nicht sofort auftaucht, stürmen erst ein paar Männer und dann auch Frauen das Tischfußballspiel unter einem Dach, und sofort wird es laut und munter.

Doch dann ergreift der Leiter des Jugendkulturzentrums, Vassilis Touplikiotis, das Wort, und alle hören aufmerksam zu. Es gibt einiges zu erfahren. Der ehemalige Bauernhof im nördlichsten Kölner Bezirk Worringen wurde irgendwann Kulturzentrum und war lange Zeit eine Anlaufstelle für weithin bekannte Konzerte. Der zugehörige Biergarten ist ein Magnet. Und doch ging das Etablissement 2012 pleite, und um den Hof vor dem Verfall oder vor dem Zugriff von Investoren zu retten, taten sich drei Träger der freien Sozialarbeit zusammen und gründeten die „gemeinnützige Gesellschaft für urbane Jugendarbeit GUJA“. Seither findet hier Jugend- und Kulturarbeit statt.

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Streicheln, Spielen & Schuften

Seit 40 Jahren bietet die Jugendfarm Wilhelmshof Kindern eine kleine Oase, in der sie Natur erleben und Tiere und Pflanzen versorgen können. Alles unter dem Motto: Hier packen die Kinder selber an. Eine Gruppe des Jugendforums hat die Farm besucht – und auch Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu Umweltpädagogik in Griechenland diskutiert.

Auf der Farm sollen die Kinder den Umgang mit den Tieren lernen, erzählt Senel Furtana, der auf der Farm arbeitet. Manche der Kinder nutzen das Ferienangebot und bleiben eine ganze Woche. Ansonsten herrscht hier eine „Politik der offenen Tür“: Jeweils Dienstag bis Samstag von 13 bis 19 Uhr sind alle Kinder willkommen, um das Gelände mit Ställen, Spielplatz und Garten zu nutzen.

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Klettern, Skaten, Akrobatik: Mit Sport Vielfalt fördern

Bunte Klettersteine an hohen Wänden. Ein paar Mädchen lachen und erzählen aufgeregt. Dann hallt ein lautes Piepen durch die Kletterhalle: Mit einem blauen Kran werden Trapeze an der Decke befestigt – Holzstangen, die an frei hängenden Seilen baumeln. Die selbst-organisierte junge Artistengruppe „Impuls“ trainiert in den AbenteuerHallenKalk für ihre Auftritt Ende des Jahres. In wenigen Minuten wird eine junge Frau auf einem Trapez von einer Hallenseite zur anderen schaukeln und sich dann mit Leichtigkeit aus dem Sitz fallen lassen. Blitzschnell greift sie die Holzstange des Trapezes und schwingt schließlich kopfüber in etwa zehn Metern Höhe. Weiterlesen

Umfrage: Welche Eindrücke nehmen Sie vom Jugendforum mit?

Am letzten Tag des Jugendforums schauen die Teilnehmer auf die vergangen Tage und ziehen ein Fazit: Was hat ihnen gefallen? Und was wären mögliche Wünsche für das nächste Forum?

DSC_2210„Was ich mitgenommen habe, ist zwar keine neue Partnerschaft, aber dafür die Fortsetzung einer Partnerschaft. Außerdem natürlich sehr viele neue Bekanntschaften mit ganz wunderbar engagierten Leuten. Es ist toll, dass man Zeit hatte, Leute kennenzulernen, sich zu unterhalten und dabei einfach neue Projekte zu entwickeln. Ich hätte mir allerdings manchmal doch ganz konkrete Vorträge über ein bestimmtes Thema gewünscht, was man dann vertieft. Nicht unbedingt wissenschaftlich, aber zum Beispiel zu den Opferdörfern. Das ist eines der ganz großen Themen hier. Die Deutschen, mich eingeschlossen, wissen relativ wenig darüber. Einen kurzen Vortrag über so etwas fände ich sehr spannend.“
Jörg Wild, Pressenetzwerk für Jugendthemen e.V. Weiterlesen

BarCamp: Kommunikation statt Provokation

In Zeiten, in denen weltweit Populismus und Extremismus zunimmt, scheint gelungene Kommunikation wichtiger denn je. Antonis Bertos von Connect Athens setzt sich mit Workshops zu gewaltfreier Kommunikation dafür ein, sich gegenseitig besser zuzuhören und Raum für Gefühle und einen Dialog zu geben. Einen kleinen Einblick in diese Philosophie gibt er bei seiner Barcamp-Session auf dem Jugendforum.

 „Atmet ein, achtet auf euren Körper – wie fühlt ihr euch heute?“ eröffnet Antonis Bertos seinen Workshop. In einem kleinen Kreis stehen die Teilnehmer aus Griechenland und Deutschland beisammen und haben nach den ersten trubeligen Tagen des Jugendforums einmal Zeit, in sich hineinzuhören. Während sie den Anleitungen von Antonis folgen, laufen sie durch den Raum und lockern sich auf, denn als Psychologe weiß Antonis: „Häufig vergessen wir, auf unseren Körper zu achten. Es ist wichtig, dass das Körperbedürfnis uns bewegt. Unser Körper weiß von sich, was er tun kann und möchte.“ Schon allein das Schließen der Augen kann da die Wahrnehmung verändern: „Man vergisst die Welt um sich herum ein wenig“, sagt Thanasis Tsaldaris.

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