Lechovos Friedenswege

Im Norden Griechenlands in der Region Westmakedonien verlaufen rund um das Dorf Lechovo die Paths of Peace – die Friedenswege. Diese Wanderwege entdecken ein unbekanntes Griechenland. Regionales Brauchtum und Geschichte verbinden sich dort mit atemberaubender Natur und schaffen vielfältige Möglichkeiten für internationale Jugendbegegnungen und außerschulische Bildungsarbeit.

Wenn alle Frontlinien dieser Erde zu Friedenswegen würden, entstünden Wandermöglichkeiten von abertausenden von Kilometern. Über und entlang der Pfade nehmen wir den Wert der Natur wahr, lernen über unsere Vergangenheit und bewegen uns in eine friedlichere Zukunft. Seit Juli 2019 besteht der Wanderrundweg in Lechovo: In drei bis viertätigen Wanderungen können atemberaubende Ausblicke, naturbelassene Seen, einsame Orte im Wald und geschichtsträchtige Plätze besucht werden.

Nachhaltige und umweltgerechte Gesichtspunkte in Verbindung mit einem zeitgemäßen pädagogischen und kulturhistorischen Erinnerungs-Tourismus standen beim Ausbau dieser regionalen Wege zu Qualitäts-Themenwegen im Vordergrund. Durch die Jahrhunderte hat die Gegend mehrere Kriege durchlebt sowie die Zerstörungen während der deutschen Besatzungszeit. Das Wegeverbundsystem vermittelt anhand App-unterstützter Themenschleifen historisch und kulturell Interessierten einen Einblick in die vielfältige Geschichte der umliegenden Dörfer.

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Die griechische Junta und ihre Gegner // Η ελληνική χούντα και οι πολέμιοί της

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Unter dem Thema „Die griechische Junta von 1967 – 1974 und ihre Gegner“ findet vom 5. bis 13. Oktober 2019 in Dassia auf Korfu ein deutsch-griechischer Fachkräfteaustausch der Politischen Bildung statt. An der Kooperation von Wilde Rose e.V. und der Deutschen Schreberjugend e.V. können je 10 Menschen aus Griechenland und Deutschland im Alter ab 18 Jahren teilnehmen.

Griechische Generäle putschten 1967 in Griechenland, um bei den bevorstehenden Wahlen eine vorausgesagte Mehrheit der republikanischen Zentrumsunion unter Andreas Papandreou und der Vereinigten Demokratischen Linken (EDA) zu verhindern. Die Generäle errichteten eine Militärdiktatur, die alle linken Kräfte brutal unterdrückte, in KZ‘s einsperrte, folterte oder umbrachte. Viele Griech*innen gingen ins Exil, auch nach Deutschland. Während die europäischen Regierungen weiterhin gute Beziehungen zur Junta unterhielten, entstand in vielen europäischen Ländern eine breite Solidaritätsbewegung.

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Auf der Kundgebung zum 1. Mai 1967 in Stuttgart. Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-F0503-0204-005 / CC-BY-SA 3.0

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Seminar „Unlocking Memories – Remembering the Past, Shaping the Future“

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Das Gesamteuropäische Studienwerk bietet in Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern Euphoria aus Griechenland und Esplora aus Italien das erste trinationale Projekt an. Die Themen: Nationalismus, Faschismus und Erinnerungsdiskurse im 21. Jahrhundert. In Ypati und Athen soll vom 7 bis. 14. Oktober 2019 der erste Teil und im März 2020 der zweite Teil im ostwestfälischen Vlotho stattfinden.

Der Blick auf die Vergangenheit ist geprägt durch unser soziokulturelles Umfeld. In Deutschland, Griechenland und Italien wurden die Erinnerungsdiskurse zur Geschichte des Zweiten Weltkriegs, zum Nationalsozialismus und Faschismus stets unterschiedlich geführt. Derzeit versuchen rechtspopulistische bis neonazistische Gruppierungen und Parteien in Europa den öffentlichen Erinnerungsdiskurs immer stärker zu beeinflussen, mit dem Ziel ein heroisches Selbstbild der eigenen Nation zu inszenieren und die offene, liberale Demokratie anzugreifen. Während diese Kräfte versuchen, mit völkischen Parolen die Öffentlichkeit zu beeinflussen, leidet der Diskurs zwischen Menschen aus Deutschland, Griechenland und Italien häufig unter der Verdrängung der dunklen Kapitel der gemeinsamen Geschichte. Weiterlesen

Die Situation Geflüchteter auf Lesvos

Lesvos liegt in nur wenige Kilometern entfernt von der türkischen Küste. Noch heute kommen trotz des EU-Türkei-Abkommens täglich Schlauchboote mit Geflüchteten an und sie betreten – wenn die Überfahrt gelingt – dort erstmals europäischen Boden. Vom 28. September bis 05. Oktober 2019 ist das Interkulturelle Netzwerk e.V. bereits zum zweiten Mal für einen Fachkräfteaustauschs auf der griechischen Insel.

Das Thema des Fachkräfteaustauschs ist die Situation Geflüchteter auf der Insel, aber auch die Realitäten der Arbeit mit Geflüchteten in den Herkunftsländern der Teilnehmenden. Dazu gehört auch das Mitarbeiten im Gemeinschaftszentrum One Happy Family, das täglich von bis zu 1000 Menschen besucht wird. Weiterlesen

Der Griechische Jugendherbergsverein

Hostels in Griechenland? Aber sicher! Seit 2018 gehört der Griechische Jugendherbergsverein (GRYH) dem weltweiten Netzwerk von Hostelling International (HI) an. Entstanden ist er maßgeblich durch eine deutsch-griechische Kooperation. Dem Verband gehören 21 Jugendherbergsbetriebe in ganz Griechenland an.

Initiiert und inhaltlich, finanziell und technisch unterstützt wurden der Aufbau einer Vereinsstruktur und von Kommunikationsinstrumenten, wie die multilinguale Webseite durch das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) als deutsch-griechische Kooperation. Gemeinsames Ziel war es 2016, sich über die konkreten Schritte und den organisatorischen Fahrplan zur Entwicklung des Griechischen Jugendherbergsvereins (GRYH) in der internationalen Organisation Hostel International (HI) zu verständigen. Nach dieser Vorbereitungsphase folgte 2017/2018 ein längerfristiger und nachhaltiger Fachkräfteaustausch in Deutschland und Griechenland. Weiterlesen

Mίλα μου – Sprich mit mir!

Zum zweiten Mal starteten deutsche und griechische Fachkräfte und Multiplikatorinnen in die AG Sprachanimation im deutsch-griechischen Jugendaustausch. Damit erweitert sich das Netzwerk für die Methode in Deutschland und Griechenland. Elena Peony war dabei und hat einem kurzen Bericht verfasst.

Das diesjährige Treffen der AG Sprachanimation im deutsch-griechischen Jugendaustausch im Juli in Berlin war ein voller Erfolg: In Fortbildungen und Seminaren ist man – bei den meisten Berufsgruppen zumindest – auf Frontalunterricht eingestellt. Dieser zieht sich meist stundenlang bis zu den Abendstunden hin, während die geistigen und körperlichen Fähigkeiten der Teilnehmer überstrapaziert werden und sie regelrecht überfordern. Diese Form des Unterrichtens richtet sich daher kaum an die neuesten Erkenntnisse der Hirnforschung hinsichtlich der Frage: „Wie lernt eigentlich der Mensch am besten?“ Weiterlesen

„Sport spricht alle Sprachen“

Ende Juni reiste ein 26-köpfiges Fußballteam von Jungen und Mädchen aus Warnemünde ins griechische Larissa – in wenigen Tagen folgt der Rückbesuch der fußballbegeisterten Griechen zur Ostseeküste. Stephanie Karge, Vorstandsmitglied der Sportjugend Mecklenburg-Vorpommern und Delegationsleiterin, erzählt im Interview von dem Austausch und warum prominente Unterstützung dabei war.

Agorayouth: Ein 26-köpfiges Team von Jungen und Mädchen war Ende Juni zu Gast im griechischen Larissa. Wie ist der Austausch denn gestartet?
Stefanie Karge: Die Deutsche Sportjugend hat den Austausch ins Leben gerufen und hat uns den griechischen Verein als Partner vermittelt. Wir in der Sportjugend Mecklenburg-Vorpommern haben dann passende Vereine innerhalb unserer Strukturen und aus unserem Bundesland gesucht und gefunden. Damit sich die Austauschpartner besser kennenlernen konnten und wir den Jugendaustausch optimal vorbereiten konnten, führten wir im letzten Jahr Fachkräfteaustausche durch: Im Juni 2018 besuchten Vertreter des griechischen Vereins „A.E.L. Promitheas“ aus Larissa den  SV Warnemünde Fußball e.V. und der Gegenbesuch der deutschen Delegation erfolgte dann im Oktober 2018 in Larissa. Weiterlesen