Neues Theaterstück des DGT: „Zocker“ feiert Premiere

Was Köln mit Südeuropa und Tavli (Backgammon) mit den Finanzmärkten zu tun hat, wie Vision und Orientierungslosigkeit zusammengehen, darum geht es im neuen Theaterstück „Zocker. Eine Farce.“ frei nach Dimitris Kechaidis. Inszeniert von Kostas Papakostopoulos feiert die Komödie vom Deutsch Griechischen Theater (DGT) am 26. Oktober Premiere in Köln. 

In einer Zeit der Hoffnung auf neue Wege in Europa spielt, lacht und weint das DGT mit den Wünschen und Träumen zweier Protagonisten eines Milieus, dem selten der Raum auf der Bühne gegeben wird – und präsentiert in einer Uraufführung ZOCKER. Die Farce beruht auf „To Tavli“ (gr. für „Backgammon“) einem großen Stück neugriechischer Theaterliteratur, geschrieben von Dimitris Kechaidis, einem der bekanntesten Theaterautoren des modernen Griechenland. Weiterlesen

Zeichnung des Abkommens: Bundesfamilienministerin Giffey in Athen

Nach Informationen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) befindet sich Bundesjugendministerin Franziska Giffey (SPD) am 11.Oktober 2018 mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Athen, um das Abkommen für das Deutsch-Griechische Jugendwerk (DGJW) zu zeichnen.

06:00 Uhr

Unbenannt
Quelle: https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2Ffranziska.giffey%2Fposts%2F1484751171661753%3A0&width=500

08:00 Uhr
Die Staatssekretärin im BMFSFJ, Juliane Seifert, meldet sich mit folgendem Tweet aus Athen:

10:00 Uhr
Nach dpa-Informationen ist das zentrale Thema des Staatsbesuchs von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die Situation junger Menschen angesichts der anhaltend hohen Jugendarbeitslosigkeit. Steinmeier nehme am heutigen Donnerstag in Athen an einer Diskussion über „Jugend in Europa“ teil und bekomme in Anschluss an der Universität von Athen die Ehrendoktorwürde verliehen.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung meldet, dass Familienministerin Giffey und ein Vertreter des griechischen Ministeriums im Beisein beider Präsidenten das Abkommen über ein Deutsch-Griechisches Jugendwerk unterzeichnet werden soll.

11:00 Uhr
In den sozialen Medien heißt es, dass die Zeichnung des Abkommens für heute Mittag geplant ist. Zeichnung bedeutet in diesem Kontext die billigende Zustimmung zu einem Vertragstext, wie es bei völkerrechtlichen Verträgen üblich ist.

Bei der Zeichnung sagte Bundesfamilienministerin Giffey (SPD): „Die Gründung des Jugendwerkes ist ein Meilenstein, mit dem wir das Ziel verfolgen, das Verständnis junger Menschen aus Griechenland und Deutschland füreinander zu verbessern. Sich zu kennen bedeutet, ohne Vorurteile miteinander umgehen zu können, Lebensweisen, Traditionen und Mentalitäten im jeweils anderen Land zu verstehen – und wo junge Menschen aufeinander treffen entstehen häufig auch Freundschaften fürs Leben. Genau das ist es, was wir in Europa brauchen, gerade in Zeiten, in denen der europäische Gedanke nicht mehr überall präsent ist und gelebt wird.“

12.30 Uhr:

Die Überraschung ist groß! Nachdem lange die Stadt Köln im Gespräch war, wird der deutsche Sitz des Deutsch-Griechischen Jugendwerks im ostdeutschen Leipzig angesiedelt sein. Das wurde bei der Zeichnung des Abkommens durch Bundesjugendministerin Franziska Giffey (SPD) und den Generalsekretär für Lebenslanges Lernen und Jugend im Ministerium für Bildung, Forschung und Religiöse Angelegenheiten der Hellenischen Republik, Pafsanias Papageorgiou, bekannt.Unbenannt1Quelle: https://twitter.com/BrauneTim/status/1050322003750776832

14:30 Uhr:
Die Deutsche Presse Agentur vermeldet, dass als griechisch Standorts des Jugendwerks in Thessaloniki im Gespräch sein soll. Die Bundesregierung wird das Jugendwerk laut DPA mit 3 Millionen Euro jährlich finanzieren. Die Höhe des griechischen Beitrags stehe noch nicht fest.

17:00 Uhr:
In Leipzig zeigte man sich erfreut über die Standortwahl. „Die Freude ist riesengroß! Leipzig und Thessaloniki werden Sitz des Deutsch-Griechischen Jugendwerks. Dies ist für uns eine gewaltige Motivation für unsere zukünftigen Aktivitäten und eröffnet zusätzliche Möglichkeiten für den Austausch zwischen beiden Städten“, ließ der Leipzig-Thessaloniki Städtepartnerschaftsverein e.V. in den sozialen Medien verlautbaren.

„Jugendaustausch hat sich in der Vergangenheit als eines der besten Instrumente gezeigt, um gegenseitiges Verständnis zwischen Ländern und Kulturen aufzubauen“, sagte der Oberbürgermeister Leipzigs, Burkhard Jung, der Leipziger Volkszeitung. „Junge Menschen sehen das Fremde ohne Vorurteile. Das ist die beste Basis für eine europäische Verständigung, welche die Stadt Leipzig gerne befördern möchte“, erklärte er. Dies bedeute für die Stadt auch internationale Werbung in eigener Sache. Zwischen Leipzig und Thessaloniki besteht die Städtepartnerschaft seit 1984.

Wie Jugendbegegnungen planen, organisieren und finanzieren?

Die Deutsch-Griechische Gesellschaft (DGG) Mittelfranken e.V. und der Kreisjugendring Nürnberg-Stadt im Bayerischen Jugendring luden Anfang Juni interessierte Träger aus der Region zu einem Infotag zur Praxis des Deutsch-Griechischen Jugendaustauschs ein. Gekommen sind auch solche, die den Dialog zwischen den beiden Ländern unterstützen wollen und das mit einigen Ideen im Gepäck.

Viel Interesse und offene Fragen führten die rund 25 Teilnehmer aus der Kinder- und Jugendhilfe, aus Schulen, der Deutsch-Griechischen Gesellschaft Mittelfranken e.V., aus Politik, Verwaltung und unterschiedlichen Städtepartnerschaftsvereinen wie etwa Fürth-Xylokastro, Lauf-Drama, Nürnberg-Kavala und Schwabach-Kalambaka zum Nürnberger Infotag Anfang Juni. Ein lebhafter und produktiver Austausch unter den Teilnehmenden führte zu ersten Kooperationsideen aus den Bereichen Sport (Deutsche Sporttauchjugend) und Kooperationen unter Schulen. Nicht nur aus Nürnberg und Mittelfranken waren die Teilnehmer angereist, auch aus Dachau, der Pfalz und Hessen kamen Teilnehmer mit vielen neuen Impulsen, Projektideen und Kooperationsangeboten. Weiterlesen

Wilde Rose: 10 Jahre inklusive Jugendarbeit

Die Wilde Rose, das interkulturelle Jugendnetzwerk im Bund Deutscher Pfadfinderinnen, feiert ihr 10-jähriges Jubiläum auf der Insel Korfu. In der Zwischenzeit ist dort ein eigenes Inklusionszentrum für deutsch-griechische Begegnungen mit Jugendlichen entstanden.

2008 im Garten der Kreuzberger Kinderstiftung in Berlin gegründet, feiert der Verein Wilde Rose sein 10-jähriges Jubiläum auf Korfu. Warum ausgerechnet dort? Seit fünf Jahren führt der Verein, der sich die inklusive, interkulturelle Jugendarbeit zum Ziel gesetzt hat, auf Korfu deutsch-griechische Begegnungen mit Jugendlichen durch. Inklusiv heißt hier, niemand wird ausgeschlossen. Ob Jugendliche im Rollstuhl oder mit anderen Beeinträchtigungen: alle sind willkommen. Weiterlesen

Freie Plätze: 2. Teil von G.R.A.C.E

Der Arbeitskreise deutscher Bildungsstätten und die University of Peloponnes führen 2018 ein zweistufiges deutsch-griechisches Matchmaking für Akteure der politischen Jugendbildung und verwandter Arbeitsfelder durch. Für den zweiten Teil, der Ende Oktober in Griechenland stattfindet, gibt es noch freie Plätze.

Das Matchmaking ist angelegt auf zwei Begegnungen, die Akteure der Jugendbildung in Deutschland und Griechenland zusammenbringen wollen. Partnerschaften können geknüpft werden und eine Basis für Kooperationen in Jugendaustauschen gefunden werden.  Darüber hinaus will das Projekt Fachkräfte aus Organisationen der politischen Bildung, der sozialen Arbeit und der Jugendarbeit unterstützen und darin bestärken, die Etablierung des deutsch-griechischen Jugendwerks zu begleiten und inhaltlich zu unterfüttern. Da es ein Sonderprogramm für deutsch-griechische Austausche gibt, besteht zudem die Möglichkeit direkt in die Maßnahmenplanung einzusteigen und Projekte durchzuführen. Der erste Teil fand bereits im Frühsommer in Berlin statt, der zweite Teil wird die Gruppe nun vom 29. Oktober bis 4. November 2018 nach Korinth (Peloponnes) und Athen führen. Weiterlesen

Roots are Routes: Von Wurzeln und Wegen

Jungen Menschen eine Perspektive vor Ort geben. Zeigen, dass Wurzeln auch Wege öffnen können, darum geht es Olga Daskali aus Messolonghi. Wie viele andere Städte hat ihre Heimatstadt in Westgriechenland mit dem Weggang vieler junger Menschen zu kämpfen. Olga ist nach dem Studium in ihre Heimatstadt zurückgekehrt und hat die Stadt und ihre Bewohner mit ihrem Projekt „Roots are Routes“ aufgemischt. Für ihr Projekt wird ihr nun der diesjährige „START Scaling Award“ verliehen. 

Ausgerechnet bei einem Seminar zu Kulturveranstaltungen, im Gespräch mit einem kanadischen Bekannten hatte Olga Daskali war es so weit: „Mir schoss die Idee durch den Kopf, dass ich etwas für meine Heimatstadt tun möchte und vor meinem inneren Auge sah ich immer wieder den kleinen Satz ‚roots are routes‘ „, erzählt Olga. Seitdem hat sie die Idee nicht mehr losgelassen. „Die Herausforderung in diesem Stadium war es, den Satz mit einer konkreten Projektidee zum Leben zu erwecken, um sich für das START-Programm der Robert-Bosch-Stiftung zu bewerben“, erklärt sie.
Weiterlesen

Ein Stück Familie

In einer WG leben bedeutet mehr als nur zusammen wohnen – eine WG ist oft auch Familienersatz. Erst recht, wenn man noch nie eine Familie hatte. Ronja Buggel arbeitet in Athen daran, die erste inklusive Wohngemeinschaft zu gründen. Doch was in Deutschland mittlerweile normal ist, hat in Griechenland viel Skandalpotential.

Es riecht nach Urin als Ronja Buggel das Gitter des Bettes von Paraskevi öffnet und die 15-Jährige begrüßt. „Zouzounaki mou“, sagt sie, „ti kaneis simera?“ –„wie geht es dir heute, meine kleine Honigbiene?“ Paraskevi kann nicht mit Worten antworten, aber sie lacht. So doll, dass ihr Gesicht fast verkrampft. Sie freut sich, dass Ronja sanft mit ihr spricht, sie kitzelt, ihr liebevoll einen Kuss auf die Stirn drückt. Die Vorhänge in dem Zimmer mit den acht Betten sind zugezogen. Es fällt schwer, das Alter der Kinder und Jugendlichen zu schätzen, sie auseinanderzuhalten, denn alle haben zentimeterkurz geschnittene Haare. „So sind sie geschlechtslos, das ist gewollt“, erklärt Ronja. Außerdem ist es praktisch: Die Pflege und Versorgung der Kinder ist hier Fließbandarbeit. Weiterlesen