Zoom-Beratungscafe | Καφές & Ενημερώση

Sie haben Fragen oder Ideen zu deutsch-griechischen Projekten? Diese können Sie auch im Jahr 2022 immer mittwochs beim Team des DGJW loswerden. Das Beratungscafé findet digital über die Plattform Zoom statt. Los geht’s ab dem 19. Januar um 11:30 Uhr auf Deutsch. Alle weiteren Termine können Sie auf der Instagram-Seite des DGJW nachlesen.

Έχετε απορίες ή ιδέες για ελληνογερμανικά προγράμματα; Ανυπομονούμε να συζητήσουμε και το 2022 μαζί σας πίνοντας τον καφέ μας και να γνωριστούμε καλύτερα! Ξεκινάμε στις 12 Ιανουαρίου στις 12:30!

Kalavryta-Hörspiel geht zu 78. Jahrestag online

Zum heutigen Jahrestag des größten Massakers auf der griechischen Peloponnes durch die deutsche Wehrmacht und zum 200-jährigen griechischen Unabhängigkeitsjubiläum wurde das Hörspiel „Kalavryta. Ein Hörspiel nach Augenzeugenberichten“ veröffentlicht. Darin kommen aber nicht nur Stimmen dieser vor, sondern auch deutsche Jugendliche, die vor Ort waren und ihre Erfahrungen in die Hamburger Heimat tragen wollten.

© Zaza Uta Röttgers

Seit 78 Jahren stehen ihre Zeiger still: Mehr als 40 Millionen Minuten hat die Kirchturmuhr in Kalavryta nicht mehr gezählt. Sie blieb am 13. Dezember 1943 um 14.33 Uhr stehen als die letzten Schüsse einer mehrstündigen Vergeltungsaktion der Wehrmacht durch die Kleinstadt im Norden der griechischen Peloponnes hallten. Der Tag ist ein einzigartiger für die Stadt und die Region, in der nicht nur die Uhr an das Geschehene erinnert: Jahr für Jahr versammeln sich die Einwohner unterhalb des weißen Kreuzes über der Stadt und bitten auf dem Kapi-Hügel um Gerechtigkeit. Heute zum 78. Mal.

Weiterlesen

»Zukunft braucht Herkunft«

Der Griechische Elternverein im baden-württembergischen Kornwestheim wurde im Jahr 1965 gegründet – der Überlieferung nach von typischen griechischen Gastarbeitern. Efstathios Persidis, erster Vorsitzender des Vereins, erzählt von den Wurzeln und Veränderungen und berichtet von aktuellen Problemen durch die Pandemie – aber auch von Zukunftsmusik im deutsch-griechischen Jugendaustausch.

Agorayouth: Herr Persidis, den griechische Elternverein in Kornwestheim gibt es seit 1965. Was wissen Sie über die Entstehung des Vereins?
Efstathios Persidis: Der Griechische Elternverein Kornwestheim (offiziell: Verein Griechischer Eltern und Vormünder Stadt Kornwestheim e.V.) wurde der Überlieferung nach 1965 von typischen griechischen Gastarbeitern gegründet. Dieser Generation, die lediglich mit einem Koffer in der Hand in die Ferne ging, um eine bessere Zukunft für sich oder ihre Familien zu finden, war Bildung stets ein hohes Gut und sie sah keinen Konflikt zwischen Herkunft und Integration. So schickten die Gastarbeiter ihre Kinder gerne in die deutschen Schulen. Aber da man ja nach fünf Jahren wieder in die Heimat wollte – so die damals und für viele Jahre verbreitete Meinung – brauchte man eine Alternative. 

Und die bot der Verein?
Ja, unser Verein eröffnete in den 1970er Jahren als einer der ersten in Baden-Württemberg eine griechische Schule im Gebäude der Silcherschule Kornwestheim. Diese wurde nachmittags nach der regulären Schule besucht. Die Geschichte hat gezeigt, dass die berühmten fünf Jahre immer wieder um mindestens ein weiteres Jahr verlängert wurden – welcher Grieche in Deutschland hat diese Geschichten nicht von seinen Eltern gehört?

Der Unterricht wird auch heute noch angeboten, nur hat sich der Fokus verschoben…
Inzwischen ist die griechische Schule keine Institution mehr, um Kinder auf ihre Zukunft in Griechenland vorzubereiten, sondern bietet eine der wenigen Möglichkeiten, sich mit der eigenen Herkunft oder der der Eltern bzw. Großeltern auseinanderzusetzen. Schließlich gilt: Zukunft braucht Herkunft. Da der Grieche bekanntlich gerne und laut feiert, durften aber auch die traditionellen Tänze nicht vergessen werden. Die Mitglieder nutzten jede Gelegenheit praktisch zu üben und fanden regelmäßig Vorwände, um Feiern zu organisieren. Über Generationen hinweg haben die griechischen Elternvereine die griechische Community auf diesem Weg begleitet. Auch wir versuchen die Tradition der Gründungsmitglieder fortzuführen und gleichzeitig den deutschen Mitbürgern zu zeigen, dass der „Greek Way“ mehr ist als das, was bei vielen Deutschen während der Euro-Schuldenkrise hängen geblieben ist.

Weiterlesen

Wurzeln griechisch, Zukunft international

1991 von Griechen in München gegründet, spielen beim FC Hellas heute Menschen aus acht Nationen zusammen. Regelmäßig trainieren Kinder unterschiedlichster (sozialer) Herkunft und Religionszugehörigkeiten in Turnieren und Feriencamps – und manchmal geht es auch auf Reise für einen Austausch. Was Corona mit den Plänen des Vereins für noch mehr Teilhabe und Vielfalt gemacht hat, erzählt Georgios Kitsios vom Verein im Interview.

Herr Kitsios, stellen Sie den Verein doch einmal kurz vor: Was sind Schwerpunkte Ihrer Arbeit?
Georgios Kitsios: Der FC Hellas wurde 1991 von griechischen Mitbürgern in München gegründet. Der Verein ist seit vielen Jahren in seinem Sozialraum engagiert. Wir bieten Fußballtraining für alle Kinder aus Sendling und der Umgebung. In den vergangenen Jahren konnten wir dank unserer Turniere, inklusiver Feriencamps und Jugendaustausche mit Griechenland unsere Kompetenz in der Betreuung und Förderung von Kindern unterschiedlichster Herkunft, sozialer- und Religionszugehörigkeit weiter ausbauen. Unser Ziel ist es, das Sportangebot weiter auszubauen, um die Teilhabe und Vielfalt in unserem Verbreitungsgebiet zu verbessern.

Ihr habt neben den Herrenmannschaften auch Kinder- und Jugendmannschaften – sind alle Spieler/Familien aus Griechenland oder haben eine Bezug zu Hellas? 
Nein, aktuell haben wir circa 220 Mitglieder, die aus acht verschiedenen Nationen kommen.

Inwiefern hat sich Ihre Arbeit im letzten Jahr pandemiebedingt verändert bzw. womit haben Sie derzeit zu tun?
Wie für alle Vereine war es auch für uns eine sehr schwierige Zeit. Wir haben aktuell ein großes Problem gerade Jugendliche ab 15 Jahren wieder zu motivieren, dass sie ihre Fußballschuhe wieder anzuziehen. In der Zeit des Lockdowns war eigentlich viel geplant: Feriencamps, ein Besuch einer griechischen Mannschaft im August 2020 in München und wir wollten in den Herbstferien 2020 nach Griechenland fahren, mussten drei Tage vor der Abfahrt aber alles absagen. Auch Anfang September 2021 sollte eine Mannschaft aus Griechenland nach München kommen, es war auch alles schon genehmigt, aber leider hatten die Eltern der griechischen Gruppe viele Bedenken wegen Corona, sodass auch diese Reise nicht stattgefunden hat.

Weiterlesen

Συνέδριο «Θυμόμαστε για το αύριο» στη Λειψία

Το ελληνογερμανικό συνέδριο «Θυμόμαστε για το αύριο» θα πραγματοποιηθεί στη Λειψία από τις 13 έως τις 15 Δεκεμβρίου 2021. Εργαζόμενοι σε σχετικούς τομείς και ειδικοί από την Ελλάδα και τη Γερμανία θα έχουν τη δυνατότητα να συναντηθούν και να συζητήσουν σχετικά με δραστηριότητες που αφορούν την ιστορική μνήμη και τους τόπους μνήμης στο πλαίσιο προγραμμάτων νεολαίας στην Ελλάδα και τη Γερμανία. Ενδιαφερόμενοι χωρίς σχετική εμπειρία είναι επίσης ευπρόσδεκτοι, εφόσον σκοπεύουν να ασχοληθούν στο μέλλον με αυτούς τους τομείς. 

Θεματολογία
Στο συνέδριο θέλουμε να ασχοληθούμε με τα εξής ερωτήματα: Πώς μπορούμε να ενσωματώσουμε τις μαρτυρίες των επιζώντων στις ανταλλαγές νέων; Ποιες μέθοδοι ενδείκνυνται για τα ελληνογερμανικά προγράμματα νεολαίας; Πώς συντηρούμε/ διαφυλάσσουμε τόπους μνήμης; Τι μας μαθαίνει η ιστορία για τη συμβίωσή μας; Τι μπορούν να αντλήσουν οι σημερινοί νέοι της Γερμανίας και της Ελλάδας από την κοινή τους κληρονομιά και τι χρειάζονται για να προετοιμάσουν το δρόμο προς μία Ευρώπη της αλληλεγγύης; Πώς μπορούμε να παλέψουμε σήμερα για την ανθρώπινη αξιοπρέπεια όλων; Ποιό ρόλο παίζουν τα ψηφιακά εργαλεία; 

Δήλωση συμμετοχής  
Το συνέδριο απευθύνεται σε: 
• εργαζόμενους στον τομέα των προγραμμάτων νεολαίας, στον τομέα της ιστορικής μνήμης ή στην ιστορικoπολιτική εκπαίδευση (και σε αυτούς που θέλουν να ασχοληθούν στο μέλλον με αυτούς τους τομείς)  
• όσους εργάζονται σε οργανισμούς, φορείς, προγράμματα ανταλλαγής που αφορούν τους νέους/ την εργασία με τους νέους  στην Ελλάδα και την Γερμανία (ή σε όσους θέλουν να ασχοληθούν στο μέλλον με αυτόν τον τομέα) 
• είναι τουλάχιστον 18 ετών 
• ζουν στην Ελλάδα ή στη Γερμανία (ανεξαρτήτως υπηκοότητας) 

Weiterlesen

Wie geht’s weiter in 2022?

Zum Abschluss der dreitägigen Zentralstellen-Konferenz des DGJW in Thessaloniki gaben die Generalsekretäre einen Ausblick: Was ist 2022 geplant, was soll sich ändern?

Der Aufbau geht weiter – unter diesem Motto führten die Teilnehmenden der ersten Zentralstellen-Konferenz des DGJW die Diskussionen der vergangenen Tage zusammen. Kelly Manoudi (EUphoria Youth Lab, Athen) sprach die teilweise schwierige Beziehung zwischen dem Jugendwerk und den griechischen Märtyrerdörfern an und stellte die Frage, inwiefern das Jugendwerk Öffentlichkeitsarbeit plane, um Programme der historischen Erinnerung auch für Jugendliche an denjenigen Orten durchzuführen, die sich gegen die Ziele des Jugendwerks aussprechen. Denise Panagopoulou (Hellenische Olympische Akademie) betonte, dass es weiter notwendig sei, Trägern und Zentralstellen in Deutschland klar zu machen, dass die griechischen Träger überwiegend ehrenamtlich arbeiteten und es daher einen realistischen Rahmen der Zusammenarbeit brauche.

Weiterlesen

»Das, was wir angefangen haben, führen vielleicht unsere Schüler weiter«

Tag Zwei und Drei der ersten DGJW-Zentralstellenkonferenz standen im Zeichen von Workshops und Erfahrungsaustauschen. In den fünf Slots ging es um Themen wie Sprachanimation, Projektmanagement, die Förderrichtlinien, aber auch um Erfahrungen aus der Praxis. Ein Einblick in zwei besondere deutsch-griechische Austauschprojekte.

86 Namen und Nummern standen am Anfang. Dass über die Hälfte dieser Namen und damit  Biographien, einen Bezug zu Thessaloniki haben würden, war Christina Preftitsi, Deutschlehrerin an der Deutschen Schule Thessaloniki (DST), noch nicht klar als die Schule vom Deutsch-Französischen Gymnasium in Freiburg gefragt wurde, ob sie Teil eines besonderen Geschichts- und Übersetzungsprojekts werden wolle. Worum es dabei genau ging? 86 jüdische Frauen und Männer, die 1943 im Konzentrationslager Natzweiler-Struthof im Elsass für medizinische Forschungen an der Universität Straßburg ermordet wurden. 46 der Opfer stammten aus Thessaloniki – dies hatte wohl mit dem Zeitpunkt der Deportationen nach Auschwitz zu tun. Historiker Hans-Joachim Lang hatte durch jahrelange Recherchen alle Namen der Opfer aus acht Ländern Europas entschlüsseln und auch Lebensläufe rekonstruieren können.

Weiterlesen

Erste Zentralstellen-Konferenz eröffnet

Wie könnte die Zukunft des deutsch-griechischen Jugendaustauschs aussehen und lassen sich Zentralstellen auch in Griechenland etablieren? Um diese Fragen ging es beim Auftakt der ersten Präsenzveranstaltung des Deutsch-Griechischen Jugendwerks im Konzerthaus in Thessaloniki.

Etwa 30 Vertreter der Zentralstellen sowie griechische Träger im deutsch-griechischen Jugendaustausch sind am Montagnachmittag in Thessalonikis Konzerthaus Megaro Mousikis zusammengekommen, um sich über die ersten Monate Deutsch-Griechisches Jugendwerk (DGJW) auszutauschen und einen Blick in die Zukunft zu werfen. Nach einer Videobotschaft des griechischen Generalsekretär für berufliche Bildung, lebenslanges Lernen, Jugend und stellvertretenden Vorsitzenden des DGJW-Aufsichtsrates, Georgios Voutsinos, präsentierten die Generalsekretäre Maria Sarigiannidou und Gerasimos Bekas eine erste Bilanz. 

Austausch in Pandemiezeiten
«Es war kein leichtes Jahr für die Jugendarbeit und auch hier konnten wir nur unter Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen und mit einer reduzierten Teilnehmendenzahl zusammenkommen», sagte Bekas. «Auch die bürokratischen und formalen Hindernisse haben uns aufgehalten, noch effizienter zu sein», fügte Sarigiannidou hinzu. Ziel der Konferenz jetzt sei es, das Eis zu brechen und sich gemeinsam beherzt an offene Baustellen zu machen.

Weiterlesen

Zentralstellen-Konferenz in Thessaloniki startet am 11. Oktober

Vom 11. bis 13. Oktober 2021 findet eine Zentralstellen-Konferenz des Deutsch-Griechischen Jugendwerks (DGJW) in Thessaloniki statt. Einige Veranstaltungsteile werden über Vimeo auf Deutsch und Griechisch gestreamt.

Teilnehmer sind Vertretern der Zentralstellen sowie griechische Träger im deutsch-griechischen Jugendaustausch. Veranstaltungsort der Konferenz ist das Megaro Mousikis Konzerthaus in Thessaloniki. Das Streamen einiger Plenar-Teile der Zentralstellenkonferenz über die Plattform Vimeo erfolge auf vielfachen Wunsch aus der Trägerlandschaft, heißt es vom DGJW. Mit der Konferenz soll an der Zukunft des deutsch-griechischen Jugendaustauschs gearbeitet und ein Beitrag dazu geleistet werden, die internationale Jugendarbeit wieder in Schwung zu bringen.

Zum vollständigen Programm (PDF-Dokument):

Weiterlesen

»Der Austausch unserer Communities ist essentiell für effiziente Erinnerungsarbeit«

Für den Verband der Vereine der Griechen aus Pontos in Europa (OSEPEyouth) ist 2021 kein gewöhnliches Jahr: Es markiert 200 Jahre nach dem Beginn der Griechischen Revolutionen gegen die Osmanen 1821. Warum die Erinnerungskultur ein zentrales Thema für junge Menschen pontosgriechischer Herkunft ist und bleibt, erzählt Parthena Iordanidou vom Jugendvorstand im Interview.

Agorayouth: Parthena, du bist im Jugendvorstand der Jugendorganisation des Verbands der Griechen aus Pontos in Europa. Wen vertretet ihr?
Parthena Iordanidou: Der OSEPE-Jugendvorstand (Συντονιστική Επιτροπή Νεολαίας της Ομοσπονδίας Συλλόγων Ελλήνων Ποντίων στην Ευρώπη) setzt sich seit 1995 für die Interessen junger Menschen pontosgriechischer Herkunft zwischen 18 und 32 Jahren ein. Die Wurzeln der Mitglieder liegen in der historischen Region des Pontos, an der Südküste des Schwarzen Meeres, die heute zur Republik Türkei gehört. Griechen bewohnten die Pontosregion seit dem 8. Jahrhundert vor Christus sowie weitere Regionen der heutigen Türkei. Mit der Machtergreifung der Jungtürken in 1908 wurde die systematische und methodische Vernichtung der christlichen Völker im Osmanischen Reich, von Armeniern, Griechen und Aramäern/Assyrern/Chaldäern geplant und durchgeführt. Anfang des 20. Jahrhunderts lebten ungefähr 700.000 Griechen im Pontos und zwischen 2,2 Millionen und 2,7 Millionen Griechen im gesamten Osmanischen Reich. Etwa 353.000 Griechen aus Pontos wurden von den Jungtürken und Kemalisten ermordet.

Agorayouth: Was ist der Schwerpunkt eurer Arbeit?
Wir sind die Nachfahren von Genozidüberlebenden, von verfolgten und vertriebenen Griechen und verstehen es als unsere Pflicht, uns für die internationale Anerkennung und Aufarbeitung des Genozids an unseren Vorfahren und an der griechischen Nation einzusetzen. Daher bilden die Bemühungen um Anerkennung und Gerechtigkeit für die über eine Million griechischen Opfer einen Schwerpunkt unserer Arbeit. Es ist uns ein Anliegen, allen griechischen Opfern die Stimme zu geben, die ihnen weggenommen wurde. Genauso bedeutend ist für uns aber auch das Erhalten und Vermitteln der kulturellen Identität wie von Traditionen, Werten und Bräuchen des Pontos.

Weiterlesen