Zweite „Erinnern ermöglichen“-Werkstatt in Athen

Nach der ersten Erinnerungs-Werkstatt in Thessaloniki ging es für das DGJW weiter nach Athen: Vom 27. bis 29. September 2022 beschäftigten sich Fachkräfte in der griechischen Hauptstadt mit Möglichkeiten, Methoden und Perspektiven der deutsch-griechischen Erinnerungsarbeit. Auch standen Praxiseinblicke auf dem Programm, etwa vom Holocaust-Museum der Stadt Kalavryta sowie im Athener Gedenkort Korai 4.

Vom 27. September bis 29. September 2022 fand in Athen eine Werkstatt zum Thema „erinnern ermöglichen“ im modernen, zentral gelegenen Impact Hub Athens statt, organisiert und koordiniert vom Deutsch-Griechischen Jugendwerk (DGJW). Das zweitätige Programm war angereichert mit Diskussionen, Erfahrungsaustausch und der Planung eines fiktiven (oder in die Realität umzusetzenden) Austausches.

Die Einführung zum Thema mithilfe von Trainerin Andromachi Poulou begann mit der Auseinandersetzung mit grundsätzlichen Fragen nach Erinnerung, etwa, warum wir uns überhaupt erinnern müssen. Ziele der Jugendaustausche sollte mit Blick auf die Thematik Erinnerungskultur die Auseinandersetzung mit Erinnerungsorten, die Beschäftigung mit Zeugnissen des Holocaust und der Besatzungszeit von Griechenland sein.

Praxiseinblicke in die Erinnerungsarbeit in Kalavryta und Athen
Vertreter der Zivilgesellschaft, aber auch Lehrerinnen und Lehrer aus ganz Griechenland haben sich für eine Qualifizierung in diesem Bereich interessiert. In den unterschiedlich ausgerichteten Workshops konnten sie Fragen stellen und sich auf einen Schüleraustausch vorbereiten. Sehr interessant und aufschlussreich waren die Präsentation der pädagogischen Arbeit des Museums in Kalavryta durch den Leiter des Museums Herrn Savvas Kasanis, aber auch der Besuch des Gebäudes/ Kellers des Sitzes der deutschen Kommandantur zur Besatzungszeit in der Korai-Straße 4. In der heutigen Fußgängerzone, die die Stadiou- mit der Panepistimiostraße verbindet, hatte die Gestapo sechs Meter unter der Erdoberfläche einen der berüchtigsten Folterkeller installiert. Gefangen genommen waren hier Saboteure und sogenannte Saltospringer, Menschen, die während der Besatzungszeit auf deutsche Militärfahrzeuge sprangen, um Lebensmittel, Werkzeuge oder Reifen zu ergattern.

Ich persönlich fühle mich für meine Austausche nun etwas mehr gewappnet, da die Werkstatt für uns Lehrkräfte auch praktische Leitfäden wie z.B. Fragen für die Entlastung der Jugendlichen nach den Besuchen der Erinnerungsorte vorbereitet hatte, aber auch über Filmmaterial und weitere Fortbildungsmöglichkeiten sind wir informiert worden. In Kürze wird vom DGJW auch ein Padlet veröffentlicht werden, das mit Informationen zu diversen Thematiken im Bereich „Erinnerungskultur“ angereichert sein wird.

Text: Anastasia Protopsalti, Lehrerin am 1. Modellgymnasium Athen/ 1ο Πρότυπο Γυμνάσιο Αθήνας


Στο πλαίσιο του εργαστηρίου „θυμόμαστε για το αύριο“, ενήλικες χωρίς ηλικιακό περιορισμό είχαν την ευκαιρία να συμμετάσχουν για τρεις ημέρες στην Αθήνα, πιο συγκεκριμένα στο Impact Hub, στους όμορφους δρόμους του Ψυρρή. Το θερμό καλωσόρισμα, η ενδιαφέρουσα εισαγωγή στο θέμα, ο επαγγελματισμός στη μετάφραση και η ευκαιρία να γνωρίσω εξαιρετικά ενδιαφέροντες ανθρώπους ήταν, κατά τη γνώμη μου, τα κύρια χαρακτηριστικά αυτών των τριών ημερών.

Ύστερα από την άφιξη στον χώρο, έγινε η πρώτη εισαγωγή στο θεμα, κάνοντας μας δύο ερωτήσεις, δίνοντας τροφή για σκέψη, σχετιζόμενες με την μνήμη: „Τι σημαίνει μνήμη;“ και „γιατί θυμομαστε για το αύριο;“ ήταν οι δύο ερωτήσεις με τις οποίες μας άφησαν να προβλημάτιστουμε. Την δεύτερη μέρα ασχοληθήκαμε με την εξωσχολικη εκπαίδευση παίρνοντας μέρος σε διαφορετικά task και ανταλλασοντας απόψεις και ιδέες μέσα στην ομάδα. Το θέμα της ταυτότητας και το πώς ορίζει ο κάθε άνθρωπος την ταυτότητα του, ήταν επίσης ένα από τα βασικά θέματα προς συζήτηση. Το τριήμερο τελείωσε πρώτα με την παρουσίαση του μουσείου των Καλαβρύτων και ύστερα με την επίσκεψη και ξενάγηση του ιστορικού χώρου στην Κοραή 4.


κείμενο: Ινώ Πούλου

Mehr zur Werkstatt-Reihe des Projekts „erinnern für morgen“ des DGJW im ersten Blogbeitrag zur Werkstatt in Thessaloniki sowie in Kürze im Bericht über die dritte Werkstatt für erfahrene Praktiker*innen „erinnern hinterfragen“, die Ende Oktober in Würzburg stattfand.

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