Partner einladen und europäisch vernetzen!

Vom 28. bis 30. März 2017 findet in Düsseldorf der Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag (DJHT) statt. Die Veranstaltung ist auch für griechische Institutionen interessant. Als europäischer Partner deutscher Organisationen können sie zu vereinfachten Bedingungen am europäischen Fachprogramm europe@DJHT teilnehmen.

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IJAB-Griechenlandspecial: Perspektiven für den deutsch-griechischen Austausch

Für alle, die mit internationaler Jugendarbeit einen Beitrag zum deutsch-griechischen Austausch leisten möchten, hat IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. Stimmen aus dem Jugendbereich zur politischen, kulturellen und beruflichen Bildung sowie zur Erinnerungsarbeit aus beiden Ländern eingefangen und Informationen zur Landeskunde, Jugendpolitik, Förderprogrammen, Jugendforschung und Jugendorganisationen zusammengestellt. Herausgekommen ist ein Online-Special von der Zivilgesellschaft für die Zivilgesellschaft, das auf www.ijab.de abgerufen werden kann.

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Das passierte am dritten Tag der Delegation

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Teilnehmerin unterhält sich mit Maria Paschalidou (rechts)

Thessaloniki 2014„:
Die Jugendlichen kommen zu Wort
Im vergangenen Jahr war Thessaloniki die europäische Jugendhauptstadt. Die Jugendlichen machten zahlreiche Projekte – etwa einen Comic über die Geschichte der Stadt. „Bis dahin wurden diese jungen Leute nie nach ihrer Meinung gefragt“, sagte Maria Paschalidou, Präsidentin der Organisation hinter dem Event. Die vielen Veranstaltungen hätten auch die lokale Wirtschaft angekurbelt.

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Jugendliche sollen im Studio ein Web-Radio machen.

Kommunales Jugendzentrum:
Bildung und Kreativität
Im September soll ein großes Jugendzentrum in Thessaloniki eröffnen. Die Organisation von Maria Paschalidou arbeitet daran. In einem Radio-Studio können die Jugendlichen dann, ihren eigenen Radio-Sender gestalten – und lernen gleichzeitig, wie ein Web-Radio funktioniert. Durch Workskops sollen sich die Jugendlichen  außerdem mit Themen wie Urban Gardening beschäftigen.

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Bürgermeister Boutaris schaut sich das Gastgeschenk an

Treffen mit dem Bürgermeister Boutaris:
„Ich will die Ambitionen nicht verheimlichen“
Bürgermeister Giannis Boutaris will den Sitz des künftigen Deutsch-Griechischen Jugendwerkes in seine Stadt holen, daraus macht er keinen Hehl. „Ich will die Ambitionen nicht verheimlichen“, sagte Boutaris. Thessaloniki habe für den Sitz des Jugendwerkes die richtige Infrastruktur. Erfahrungen und Strukturen aus der Veranstaltung Jugendhauptstadt könnten genutzt werden Außerdem sei Thessaloniki eine Studentenstadt.

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Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz. Foto: Caspar Tobias Schlenk

Hellas! Unterwegs in jugendverbandlicher Mission

IMG_20150531_185734Ein nächster Schritt auf dem Weg zum Deutsch-Griechischen Jugendwerk: In wenigen Stunden startet eine Delegation nach Griechenland. Tobias Köck vom Deutschen Bundesjugendring ist mit dabei. Für Agorayouth hat er seine Erwartungen an die Reise aufgeschrieben:

„Heute geht es los nach Griechenland und ich freue mich schon sehr auf die einwöchige Reise, das Land, die Kultur und die griechischen Jugendlichen aus unserem Pendant – dem griechischen Jugendring (ESYN).

Meine Erwartungen an die Reise sind deshalb auch recht hoch: Bisher waren Jugendstrukturen in Griechenland nur unzureichend in die Diskussion über die Gründung eines Jugendwerks einbezogen, auch wenn der ESYN am Deutsch-Griechischen Jugendforum in Bad Honnef teilgenommen hat. Da in Griechenland keine finanziellen Mittel für Jugendarbeit zur Verfügung stehen, ist die Skepsis bei unseren Partner_innen natürlich recht groß.

Aus unserer Sicht muss auf alle Fälle die kulturell-historische Zusammenarbeit einen zentralen Platz einnehmen und nicht nur allein Fragen der Vermittlung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen. Insgesamt kann aber nur eine grundsätzliche Stärkung von zivilgesellschaftlichen (Jugend-)Strukturen in Griechenland zur tragfähigen Zusammenarbeit zwischen den beiden europäischen Ländern auf Augenhöhe führen.“

Tobias Köck ist stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Bundesjugendrings (DBJR)

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Solidarität in schwierigen Zeiten

Anna Bertels ist Deutsche und lebt seit 35 Jahren in Athen, verheiratet mit einem Griechen, lange Zeit berufstätig in deutschen Firmen. Seit ihrer Pensionierung hilft sie u.a. Flüchtlingen als Ehrenamtliche in der Evangelischen Kirchengemeinde Deutscher Sprache in Athen – ihre Alltagsgeschichte zeigt, was Hilfsbereitschaft und Solidarität bewirken können.

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Die Deutsche Anna Bertels lebt seit 35 Jahren in Athen Foto: Privat

„Ich möchte dieses Forum nutzen, um ein paar Eindrücke aus Athen zu schildern, die mich auch nach 35 Jahren in Athen überrascht und vor allem gefreut haben. Im Rahmen meiner ehrenamtlichen Arbeit betreue ich zurzeit einen 12-jährigen Jungen aus dem Irak, der bei seiner Ankunft in Athen – unter furchtbaren Umständen – von seiner Familie getrennt wurde.  Zu seiner Mutter, die mit den zwei Geschwistern in Deutschland angekommen ist, hat er immerhin telefonischen Kontakt. Der Familie wurde in Deutschland Asyl gewährt. Weiterlesen

„Wir waren uns einig“

Tweet vom 13. März 2015

Bildungsminister Baltas, Carsten Schneider und Johannes Kahrs (von links) im Gespräch. Screenshot von Twitter

Die beiden SPD-Abgeordneten, Carsten Schneider und Johannes Kahrs, sind im März nach Griechenland gereist, um sich selber ein Bild von der Lage zu machen. Zum Abschluss ihrer Reise stand ein Gespräch mit dem griechischen Bildungsminister an. Es ging dabei um das Deutsch-Griechisches Jugendwerk. Agorayouth hat mit Johannes Kahrs über die Begegnung gesprochen.

Herr Kahrs, Sie haben vor einigen Wochen den griechischen Bildungsminister Aristidis Baltas getroffen und über das Deutsch-Griechische Jugendwerk gesprochen. Wie kam es zu dem Treffen?

Als haushaltspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion bin ich unter anderem für die „Rettungspakete“ und Hilfsprogramme für Eurostaaten zuständig, die in Schwierigkeiten stecken. Griechenland steht da natürlich ganz oben auf der Agenda. Deswegen wollte ich mir in Athen selbst ein Bild von der Lage und der neuen griechischen Regierung machen. Mir war es aber wichtig, nicht nur über Wirtschaftsreformen und Haushaltskonsolidierung zu reden, sondern auch darüber, was Deutsche und Griechen gemeinsam an positiven Dingen auf den Weg bringen können. Das Deutsch-Griechische Jugendwerk ist ein solches Projekt, das ganz konkret viel Gutes bewirken kann. Und dies gerade in Zeiten, in denen bestimmte Kreise in Griechenland und in Deutschland lieber Vorurteile bedienen, als vernünftig miteinander umzugehen.

Was haben Sie konkret besprochen?

Wir waren uns einig, dass das Deutsch-Griechische Jugendwerk eine tolle Idee ist, die möglichst schnell mit Leben erfüllt werden soll. Ich habe dem Minister zugesagt, dass ich als Haushaltspolitiker unsere Familienministerin Manuela Schwesig hier voll unterstütze und dass ich sehr zuversichtlich bin, dass wir die Finanzierung im Bundeshaushalt sicherstellen.

Wie steht der griechische Bildungsminister zum Deutsch-Griechischen Jugendwerk?

Bildungsminister Baltas unterstützt das Vorhaben. Aber er hat natürlich auch darauf hingewiesen, dass die griechische Regierung an allen Ecken und Enden sparen müsse, dass das auch für sein Ministerium gelte und dass er deswegen erst mal sehen müsse, wie er den griechischen Beitrag für das Jugendwerk aufbringen könne.

Haben Sie über die nächste Schritte gesprochen?

Die weiteren Gespräche laufen zwischen dem griechischen Bildungsministerium und unserem Familien- und Jugendministerium. Die inhaltlichen Fragen müssen dort geklärt werden. Ich bin sicher, dass das auf einem guten Weg ist.

Der Schuldenstreit und die Frage nach Reparationszahlungen belasten das deutsch-griechische Verhältnis gerade stark. Welchen Beitrag für ein besseres Verhältnis kann Ihrer Einschätzung nach ein Jugendwerk leisten?

Gerade weil es derzeit relativ deutliche Meinungsverschiedenheiten zwischen der griechischen Regierung und der Bundesregierung gibt, sind Projekte wie das Jugendwerk so wichtig. Hier begegnen sich Jugendliche aus beiden Ländern, die gemeinsam ihre Zukunft in Europa gestalten wollen und sollen. Dazu gehört auch, dass man nicht vergisst, was ein Volk dem anderen in der Vergangenheit angetan hat. Aber vor allem müssen die Jugendlichen sich kennen lernen, gemeinsame Projekte machen, nach vorne schauen und sich fragen: Was können wir zusammen bewirken? Wie bringen wir Europa voran? Mit dem Deutsch-Französischen und Deutsch-Polnischen Jugendwerk klappt das schon hervorragend. Wenn wir das nun auch mit Griechenland hinbekommen, gewinnen alle.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Kahrs.

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