Deutsch-griechisches Liederheft „Oxi“ erschienen

Im Rahmen der Kulturarbeit des Interkulturellen Jugendnetzwerks Wilde Rose ist ein Liederheft mit deutschen und griechischen Liedern entstanden. Es ist nach dem bekannten historischen Ereignis Griechenlands, im Zweiten Weltkrieg Widerstand zu leisten und Nein (OXI) zu sagen, benannt.

Besondere daran ist, dass die acht Lieder für das Liederheft von Jugendlichen während deutsch-griechischer Begegnungen ausgewählt wurden, um dann in die je andere Sprache übersetzt zu werden. Dies geschah mit Hilfe  eines erfahrenen Teams von Musiker*innen und Techniker*innen unter Leitung des Musikpädagogen Lutz Eichhorn, der schon mehrere internationale Liederbücher zusammengestellt hat.

Die Lieder wurden von deutschen und griechischen Solointerpret*innen oder Gruppen gesungen, aufgenommen und fachgerecht bearbeitet. Dadurch sind nicht nur Texte und Noten zugänglich, sondern die Lieder können auch digital angehört werden.

Die Produktion sei ein langer Prozess gewesen, in den die Jugendlichen in mehreren Austauschen beteiligt waren, heißt es von der Wilden Rose. Partner waren die Gruppen Agio Rodo, Metron und Alkion aus Korfu sowie eine Schüler*innengruppe aus dem griechischen Lamia.

Das Heft umfasst acht Lieder in zwei Sprachen auf insgesamt 40 Seiten und ist als Printprodukt gegen eine Unkostengebühr von 3 Euro erhältlich bei: Wilde Rose, Frankenstr. 44 , 65824 Schwalbach/Taunus

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Austausch besucht Gedenkfeier des Märtyrerdorfs Lyngiades/Επίσκεψη στο μαρτυρικό χωριό των Ιωαννίνων

Seit mehreren Jahren befassen sich Wilde Rose e.V. und Agrio Rodo mit der Aufarbeitung der deutsch-griechischen Geschichte des Zweiten Weltkriegs. Dabei sind sie auch auf die Gräueltaten der deutschen Wehrmacht im Märtyrerdorf Lyngiades in Griechenland aufmerksam geworden. Bereits 2018 hatten die Vereine an einer Gedenkfeier des Massakers teilgenommen, 2021 kehrten sie mit einer Gruppe für das Erinnern zurück in das Dorf.

Die Wehrmacht hat 1943 in dem griechischen Dorf Lyngiades oberhalb von Ioannina bei einer sogenannten Sühnemaßnahme 82 Frauen, Greise und Kinder massakriert. Bereits 2018 hatten die Vereine an der Gedenkfeier des Massakers teilgenommen und einen Kranz für die Opfer am Ehrenmal niedergelegt. Nun, am 3. Oktober 2021, kehrte eine Gruppe von Fachkräften und Jugendlichen zurück nach Lyngiades, zur Gedenkfeier des Märtyrerdorfes.

„Wir finden es wichtig, dass im Rahmen des deutsch-griechischen Jugendaustausches die Teilnehmer*innen über die Verbrechen der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg informiert werden. Es ist uns ein Anliegen, dass das deutsch-griechische Verhältnis durch die Aufarbeitung der Geschichte auf eine zukunftsfähige Grundlage gestellt wird“, heißt es von Seiten der Wilden Rose. Dazu wurde auch eine Broschüre auf Deutsch und Griechisch herausgegeben.

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