„I am another“: Hybrides Austauschprojekt zu Rassismus sucht noch Teilnehmende

Im Videotanz-Storytelling Projekt „I am another“ kommen junge Menschen erst virtuell und dann in Präsenz in Düsseldorf und im griechischen Monemvasia zusammen, um sich zu den Themen Rassismus und Identität künstlerisch auszutauschen. Fünf Plätze sind noch frei.

Unter der Anleitung von Theater-und Tanzprofis haben die Teilnehmenden des Videotanz Storytelling Projekts „I am another“ der drei Partner „Dare.Dance.Digitalize & Thoi“, Theater der Klänge in Düsseldorf und Arbeit und Leben DGB/VHS NRW die Möglichkeit, ein komplettes Projekt mit Sprache, der Kunst des Videotanz-Storytelling und Bewegung als Hauptbestandteil zu entwickeln.

Dabei stehen die Themen „Rassismus“,„Identität“ und „Alterität“ im Vordergrund. Gemeinsam arbeiten sie in einer ersten Phase mit griechischen Jugendlichen digital-hybrid. Im Anschluss, voraussichtlich im Juli und September 2022, sind eine 6-7-tägige Reise und Präsenzbegegnung in Monemvasia und eine Präsenzbegegnung in Düsseldorf vorgesehen.

Insgesamt sind sechs Termine geplant (die Teilnahme ist aber auch jetzt noch möglich):

1. Treffen: Samstag, 26. Februar 2022, 11.00-14.00 Uhr, Thema: Wer bin ich?

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»Mehr als ein Feld mit Steinen sehen«

Miteinander arbeiten statt übereinander reden: Eine Gruppe angehender Geschichtsvermittler aus Berlin machte sich im vergangenen Herbst auf zu einer Begegnung mit Studierenden aus Kreta. Im Gepäck hatten sie Prototypen von Lernmodulen und App-Inhalten für das Lernen aus der Geschichte in binationalen Gruppen. Was sich in dort gezeigt hat, hat agorayouth Vasco Kretschmann vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge gefragt.

Agorayouth: Herr Kretschmann, Sie sind Fachbereichsleiter beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge für friedenspädagogisches Arbeiten an Schulen und Hochschulen. Wie ist Ihr Projekt für gemeinsam entwickelte deutsch-griechische Lernmaterialien im außerschulischen Kontext entstanden?
Vasco Kretschmann: 
Die ersten Ideen für das Projekt kamen über den Masterstudiengang „Public History“ der Freien Universität Berlin. Dort gibt es Praxismodule, in denen der Studiengang mit unterschiedlichen Organisationen zusammenarbeitet und Studierende befähigt, etwa eine Ausstellung zu konzipieren oder Bildungsmaterialien für Jugendliche zu kreieren. Solche Kooperationen bieten den Studierenden einen praktischen Mehrwert und wir als Volksbund bekommen dadurch neue Impulse.

Im Oktober vergangenen Jahres wurde in der Kriegsgräberstätte Maleme auf Kreta eine neue Dauerausstellung eröffnet – spielte die bei den Überlegungen auch eine Rolle?
Ja, es war für uns schnell klar, dass Gruppen, die dorthin kommen, mehr machen können müssen, als „nur“ die Ausstellung zu besichtigen. Sie sollen den Ort mit didaktischem Material genauer erkunden können und sich mit den deutsch-griechischen Beziehungen beschäftigen können. Viele Jugendliche wissen nicht, was eine Kriegsgräberstätte genau ist. Unsere Idee ist, dass sie durch einen leichteren Zugang und die Aufbereitung mehr sehen als ein Feld mit Steinen.

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Deutsch-griechisches Liederheft „Oxi“ erschienen

Im Rahmen der Kulturarbeit des Interkulturellen Jugendnetzwerks Wilde Rose ist ein Liederheft mit deutschen und griechischen Liedern entstanden. Es ist nach dem bekannten historischen Ereignis Griechenlands, im Zweiten Weltkrieg Widerstand zu leisten und Nein (OXI) zu sagen, benannt.

Besondere daran ist, dass die acht Lieder für das Liederheft von Jugendlichen während deutsch-griechischer Begegnungen ausgewählt wurden, um dann in die je andere Sprache übersetzt zu werden. Dies geschah mit Hilfe  eines erfahrenen Teams von Musiker*innen und Techniker*innen unter Leitung des Musikpädagogen Lutz Eichhorn, der schon mehrere internationale Liederbücher zusammengestellt hat.

Die Lieder wurden von deutschen und griechischen Solointerpret*innen oder Gruppen gesungen, aufgenommen und fachgerecht bearbeitet. Dadurch sind nicht nur Texte und Noten zugänglich, sondern die Lieder können auch digital angehört werden.

Die Produktion sei ein langer Prozess gewesen, in den die Jugendlichen in mehreren Austauschen beteiligt waren, heißt es von der Wilden Rose. Partner waren die Gruppen Agio Rodo, Metron und Alkion aus Korfu sowie eine Schüler*innengruppe aus dem griechischen Lamia.

Das Heft umfasst acht Lieder in zwei Sprachen auf insgesamt 40 Seiten und ist als Printprodukt gegen eine Unkostengebühr von 3 Euro erhältlich bei: Wilde Rose, Frankenstr. 44 , 65824 Schwalbach/Taunus

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Partner gesucht!

Sultana Zorpidou aus dem nordgriechischen Kastoria ist Archäologin und Kulturwissenschaftlerin. Sie bietet kulturelle Stadt- und Naturführungen an und arbeitet immer wieder mit Jugendgruppen. Für ein langfristiges Begegnungsprojekt zwischen deutschen und griechischen Jugendlichen sucht sie nach deutschen Partnern.

Agorayouth: Sultana, du möchtest ein neues Projekt starten, bei dem der Fokus auf dem gemeinsamen Erleben von Orten und Menschen liegt. Erzähl doch ein bisschen mehr davon, was du dir vorstellst!
Sultana Zorpidou: 
Ich möchte junge Menschen aus Deutschland und Griechenland zusammenbringen, die an besonderen Orten aus dem Bereich Erinnerungskultur kleine Projekte machen. Das können Projekte zu Wandern, Backen, Kochen, Musik, Folklore, aber auch ein Foto- oder Medienprojekt sein. Es soll darum gehen, die Landschaft, die Sitten und Traditionen und die Menschen dahinter kennenzulernen und sich darüber auszutauschen. Darüber könnte sich dann langsam dem Thema Erinnerungskultur genähert werden.

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Wie hältst du es mit dem Essen?

Was heißt halal? Was verbirgt sich genau hinter koscherem, veganen und vegetarischem Essen? Das Interkulturelle Jugendnetzwerk WILDE ROSE und das griechische Kultur- und Recyclingprojekt FIXINART machten Ende Dezember 2021 das Thema Ernährung zum Thema einer deutsch-griechischen Begegnung in Thessaloniki – natürlich wurde dabei auch ausgiebig gekocht.

Die letzte Dezemberwoche im Jahr 2021 nutzte das Interkulturelle Jugendnetzwerk WILDE ROSE, um bei FIXINART, einem Kultur- und Recycling-Projekt in Thessaloniki ein Seminar zur Ernährung in internationalen Begegnungen durchzuführen. Der Anlass: Die Partnerorganisationen stellten in der Vergangenheit fest, dass durch die interkulturelle Zusammensetzung der Teilnehmerschaft bei Austauschmaßnahmen die Ansprüche an die jeweilige Küche immer diversifizierter werden.

So ging es zunächst um Begriffsklärungen: Was heißt halal, koscher, vegan und vegetarisch genau? Wie umgehen mit Lebensmittelallergien und anderen Unverträglichkeiten? Dabei spielten auch Fragen von Kultur, Religion, Ethik, Gesundheit, Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle.

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Neues FAQ des DGJW

Quelle: DGJW

Programmarten und Anträge

❓Welche Programmarten können gefördert werden? 
Das DGJW fördert deutsch-griechische Projekte, das heißt Projekte, die gemeinsam von einer griechischen und einer deutschen Partnergruppe durchgeführt werden. Konkreter: 

– Begegnungen von Jugendlichen zwischen 12 und 29 Jahren 

– Fachprogramme (Zusammenarbeit und Austausch von Fachkräften, die sich in der Jugendarbeit engagieren) 

– Trilaterale Programme (mit Teilnehmer*innen aus Deutschland, Griechenland und einem Drittland) 

– Praktika und Hospitationen 

– Kleinprojekte (siehe unten) 

Ein Projekt, also eine sogenannte Jugendbegegnung, darf eine Dauer von 5 (bei Fachkräfteprogrammen 4) bis 30 Tagen haben. Ein Projekt darf nicht dem Tourismus dienen. Es muss ungefähr die gleiche Zahl von Teilnehmer*innen aus beiden Ländern dabei sein (bei Jugendbegegnungen mindestens 5).

Wer ist antragsberechtigt? 
Anträge können von Trägern (Einzelantragstellern und Zentralstellen mit Zuständigkeit für mehrere Einzelantragsteller) in Deutschland und Griechenland gestellt werden, die als juristische Person in der Lage sind, die rechtliche, fachliche und pädagogische Verantwortung für die Durchführung von Projekten zu tragen und die administrativen Voraussetzungen zur verwaltungsmäßigen Abwicklung zu erfüllen. Der Antrag wird gemeinsam durch den deutschen und den griechischen Träger gestellt. 

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Συνέδριο „Θυμόμαστε για το αύριο“ 6-8 Απριλίου 2022

Το ελληνογερμανικό συνέδριο «Θυμόμαστε για το αύριο» θα πραγματοποιηθεί στη Λειψία από τις 6 έως τις 8 Απριλίου 2022. Οι ενδιαφερόμενοι μπορούν να υποβάλουν αίτηση μέχρι τις 07.02.2022.

Το ελληνογερμανικό συνέδριο «Θυμόμαστε για το αύριο» θα πραγματοποιηθεί στη Λειψία από τις 6 έως τις 8 Απριλίου 2022. Εργαζόμενοι στους προαναφερθέντες τομείς και ειδικοί από την Ελλάδα και τη Γερμανία θα έχουν τη δυνατότητα να συναντηθούν και να συζητήσουν σχετικά με δραστηριότητες που αφορούν την ιστορική μνήμη και τους τόπους μνήμης στο πλαίσιο προγραμμάτων νεολαίας στην Ελλάδα και τη Γερμανία. Ενδιαφερόμενοι χωρίς σχετική εμπειρία είναι επίσης ευπρόσδεκτοι, εφόσον σκοπεύουν να ασχοληθούν στο μέλλον με αυτούς τους τομείς. 

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In den verrückten Bergen von Dadia

Eigentlich wollte Leonie Wagner (19) aus Bayern einen weltwärts-Freiwilligendienst in Ecuador machen – doch dann kam Corona. Stattdessen ging sie in die griechisch-türkische Grenzregion. Dort arbeitete sie im Dadia-Nationalpark am Erhalt der Geierpopulation und baute dafür auch Wolfszäune. Eine Erfahrung zwischen Offenheit und Einfachheit.

Ein Jahr raus. Raus aus der Komfortzone. Raus in eine andere Realität. Das wurde für Leonie Wagner im September 2020 wahr: Die 19-Jährige tauschte ihre bayerische Heimat gegen das 300-Einwohner Dorf Dadia im griechischen Evros, um in einem WWF-Projekt im Nationalpark zu arbeiten. Dort hieß es für sie nicht selten: um 4.30 Uhr aufstehen, mit dem Jeep ein bis zwei Stunden über Schotterpisten durch den Nationalpark und auf den Posten auf den Berg. Von da aus beobachteten sie und andere Freiwillige durch Ferngläser und Teleskope gefährdete Schmutzgeier oder zählten Geier-Nester und Küken – manchmal 30 Minuten, an anderen Tagen auch fünf Stunden. „Die Devise war, so lang zu bleiben, bis wir mindestens ein Exemplar gesehen hatten. Handyempfang gab es da oben nicht, aber das war auch das Befreiende daran“, erzählt Wagner. An anderen Tagen bauten sie Wolfszäune im Nationalpark. Das Ziel: mittags fertig sein, bevor die 30-Grad-Marke geknackt wurde.

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Kein Schnee von gestern

Um die griechische Junta und ihre Gegner ging es Mitte November in einem Seminar auf der Burg Waldeck. Dort diskutierten die Teilnehmer über die Aufarbeitung der Zeit, den Widerstandskämpfer Mikis Theodorakis und die Verbindung von Widerstand und Kultur. Ein Bericht.

Burg Waldeck im Hunsrück: Ruine der Oberburg mit modernen Neubauten. ©CC BY-SA 3.0/Jergen

In Griechenland spielt die historische Aufarbeitung der JUNTA-Zeit neuerdings eine große Rolle, was sich bis in die Geschichte einzelner Familien auswirkt. Wie aktuell dieses Beispiel ist, zeigt sich an vielen Parallelen zu besorgniserregenden Entwicklungen in Europa und im Nahen Osten. Mikis Theodorakis steht wie kein anderer als Symbolfigur des Widerstandes gegen die damalige Militärdiktatur. Sein Wirken wurde anlässlich seines Todes im Seminar vom 17. bis 19. November 2021 auf der Burg Waldeck im Hunsrück gewürdigt. Zu dem Seminar hatten die Arbeitsgemeinschaft Burg Waldeck, die Heinrich-Böll-Stiftung Rheinland-Pfalz, sowie das interkulturelle Jugendnetzwerk „Wilde Rose“ eingeladen.

Zur Einführung wurde der Spielfilm „Z“ von Costas Gavras aus dem Jahre 1969 gezeigt. Der Film verdeutlichte am Fall der Ermordung des griechischen Politikers Grigoris Lambrakis, wie die Strukturen des Schattenstaates die griechische Politik in den Jahren vor der Machtergreifung der Junta der griechischen Obristen prägten.

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Deutsch Griechisches Theater Köln: Iphigenie im T(r)auerland

„IPHIGENIE IM TRAUERLAND“, ein moderner Klassiker nach Euripides von Kostas Papakostopoulos, feiert am 28. Januar 2022 im Urania Theater Köln Premiere. Darin geht es um die Pandemie, das soziale Miteinander und das Spannungsverhältnis von Gesundheit, Sicherheit und Freiheit.

„Danach ist nichts mehr wie vorher!“ So sieht unsere Realität in Zeiten der Corona-Pandemie aus. Der Virus fordert die Gesellschaft, spaltet sie, stellt unsere bisherigen Werte in Frage, und stürzt uns dabei in eine nie dagewesene Unsicherheit. Werden wir zu einer Welt vor Corona zurückfinden? Oder müssen wir unser soziales Miteinander für immer verändern?

Im Lichte dieser aktuellen Lage präsentiert das DGT Köln, das im letzten Jahr sein 30jähriges Jubiläum feierte, „Iphigenie im Trauerland“, ein Schauspiel inspiriert von Euripides’ Stück konzipiert und inszeniert von Kostas Papakostopoulos.

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