Deutsch-griechisches Liederheft „Oxi“ erschienen

Im Rahmen der Kulturarbeit des Interkulturellen Jugendnetzwerks Wilde Rose ist ein Liederheft mit deutschen und griechischen Liedern entstanden. Es ist nach dem bekannten historischen Ereignis Griechenlands, im Zweiten Weltkrieg Widerstand zu leisten und Nein (OXI) zu sagen, benannt.

Besondere daran ist, dass die acht Lieder für das Liederheft von Jugendlichen während deutsch-griechischer Begegnungen ausgewählt wurden, um dann in die je andere Sprache übersetzt zu werden. Dies geschah mit Hilfe  eines erfahrenen Teams von Musiker*innen und Techniker*innen unter Leitung des Musikpädagogen Lutz Eichhorn, der schon mehrere internationale Liederbücher zusammengestellt hat.

Die Lieder wurden von deutschen und griechischen Solointerpret*innen oder Gruppen gesungen, aufgenommen und fachgerecht bearbeitet. Dadurch sind nicht nur Texte und Noten zugänglich, sondern die Lieder können auch digital angehört werden.

Die Produktion sei ein langer Prozess gewesen, in den die Jugendlichen in mehreren Austauschen beteiligt waren, heißt es von der Wilden Rose. Partner waren die Gruppen Agio Rodo, Metron und Alkion aus Korfu sowie eine Schüler*innengruppe aus dem griechischen Lamia.

Das Heft umfasst acht Lieder in zwei Sprachen auf insgesamt 40 Seiten und ist als Printprodukt gegen eine Unkostengebühr von 3 Euro erhältlich bei: Wilde Rose, Frankenstr. 44 , 65824 Schwalbach/Taunus

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Partner gesucht!

Sultana Zorpidou aus dem nordgriechischen Kastoria ist Archäologin und Kulturwissenschaftlerin. Sie bietet kulturelle Stadt- und Naturführungen an und arbeitet immer wieder mit Jugendgruppen. Für ein langfristiges Begegnungsprojekt zwischen deutschen und griechischen Jugendlichen sucht sie nach deutschen Partnern.

Agorayouth: Sultana, du möchtest ein neues Projekt starten, bei dem der Fokus auf dem gemeinsamen Erleben von Orten und Menschen liegt. Erzähl doch ein bisschen mehr davon, was du dir vorstellst!
Sultana Zorpidou: 
Ich möchte junge Menschen aus Deutschland und Griechenland zusammenbringen, die an besonderen Orten aus dem Bereich Erinnerungskultur kleine Projekte machen. Das können Projekte zu Wandern, Backen, Kochen, Musik, Folklore, aber auch ein Foto- oder Medienprojekt sein. Es soll darum gehen, die Landschaft, die Sitten und Traditionen und die Menschen dahinter kennenzulernen und sich darüber auszutauschen. Darüber könnte sich dann langsam dem Thema Erinnerungskultur genähert werden.

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DGJW-Erinnerungskonferenz im April

Für die Fachkonferenz „Erinnern für Morgen“ des Deutsch-Griechischen Jugendwerks vom 06. bis 08. April 2022 in Leipzig (Präsenz, 2G+) sind noch Plätze frei. Bewerbungsschluss ist der 07. Februar.

Die deutsch-griechische Fachkonferenz „Erinnern für Morgen“ findet vom 06. bis zum 08.04.2022 in Leipzig statt. Fachkräfte der Jugendarbeit und Expert*innen aus Deutschland und Griechenland treffen sich, um sich zur Erinnerungs- und Gedenkstättenarbeit in Deutschland und Griechenland im Rahmen der Jugendarbeit auszutauschen. Auch Interessierte, die keine Vorerfahrung haben, sich aber künftig in der Erinnerungsarbeit engagieren wollen, sind willkommen. 

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In den verrückten Bergen von Dadia

Eigentlich wollte Leonie Wagner (19) aus Bayern einen weltwärts-Freiwilligendienst in Ecuador machen – doch dann kam Corona. Stattdessen ging sie in die griechisch-türkische Grenzregion. Dort arbeitete sie im Dadia-Nationalpark am Erhalt der Geierpopulation und baute dafür auch Wolfszäune. Eine Erfahrung zwischen Offenheit und Einfachheit.

Ein Jahr raus. Raus aus der Komfortzone. Raus in eine andere Realität. Das wurde für Leonie Wagner im September 2020 wahr: Die 19-Jährige tauschte ihre bayerische Heimat gegen das 300-Einwohner Dorf Dadia im griechischen Evros, um in einem WWF-Projekt im Nationalpark zu arbeiten. Dort hieß es für sie nicht selten: um 4.30 Uhr aufstehen, mit dem Jeep ein bis zwei Stunden über Schotterpisten durch den Nationalpark und auf den Posten auf den Berg. Von da aus beobachteten sie und andere Freiwillige durch Ferngläser und Teleskope gefährdete Schmutzgeier oder zählten Geier-Nester und Küken – manchmal 30 Minuten, an anderen Tagen auch fünf Stunden. „Die Devise war, so lang zu bleiben, bis wir mindestens ein Exemplar gesehen hatten. Handyempfang gab es da oben nicht, aber das war auch das Befreiende daran“, erzählt Wagner. An anderen Tagen bauten sie Wolfszäune im Nationalpark. Das Ziel: mittags fertig sein, bevor die 30-Grad-Marke geknackt wurde.

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Kalavryta-Hörspiel geht zu 78. Jahrestag online

Zum heutigen Jahrestag des größten Massakers auf der griechischen Peloponnes durch die deutsche Wehrmacht und zum 200-jährigen griechischen Unabhängigkeitsjubiläum wurde das Hörspiel „Kalavryta. Ein Hörspiel nach Augenzeugenberichten“ veröffentlicht. Darin kommen aber nicht nur Stimmen dieser vor, sondern auch deutsche Jugendliche, die vor Ort waren und ihre Erfahrungen in die Hamburger Heimat tragen wollten.

© Zaza Uta Röttgers

Seit 78 Jahren stehen ihre Zeiger still: Mehr als 40 Millionen Minuten hat die Kirchturmuhr in Kalavryta nicht mehr gezählt. Sie blieb am 13. Dezember 1943 um 14.33 Uhr stehen als die letzten Schüsse einer mehrstündigen Vergeltungsaktion der Wehrmacht durch die Kleinstadt im Norden der griechischen Peloponnes hallten. Der Tag ist ein einzigartiger für die Stadt und die Region, in der nicht nur die Uhr an das Geschehene erinnert: Jahr für Jahr versammeln sich die Einwohner unterhalb des weißen Kreuzes über der Stadt und bitten auf dem Kapi-Hügel um Gerechtigkeit. Heute zum 78. Mal.

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»Zukunft braucht Herkunft«

Der Griechische Elternverein im baden-württembergischen Kornwestheim wurde im Jahr 1965 gegründet – der Überlieferung nach von typischen griechischen Gastarbeitern. Efstathios Persidis, erster Vorsitzender des Vereins, erzählt von den Wurzeln und Veränderungen und berichtet von aktuellen Problemen durch die Pandemie – aber auch von Zukunftsmusik im deutsch-griechischen Jugendaustausch.

Agorayouth: Herr Persidis, den griechische Elternverein in Kornwestheim gibt es seit 1965. Was wissen Sie über die Entstehung des Vereins?
Efstathios Persidis: Der Griechische Elternverein Kornwestheim (offiziell: Verein Griechischer Eltern und Vormünder Stadt Kornwestheim e.V.) wurde der Überlieferung nach 1965 von typischen griechischen Gastarbeitern gegründet. Dieser Generation, die lediglich mit einem Koffer in der Hand in die Ferne ging, um eine bessere Zukunft für sich oder ihre Familien zu finden, war Bildung stets ein hohes Gut und sie sah keinen Konflikt zwischen Herkunft und Integration. So schickten die Gastarbeiter ihre Kinder gerne in die deutschen Schulen. Aber da man ja nach fünf Jahren wieder in die Heimat wollte – so die damals und für viele Jahre verbreitete Meinung – brauchte man eine Alternative. 

Und die bot der Verein?
Ja, unser Verein eröffnete in den 1970er Jahren als einer der ersten in Baden-Württemberg eine griechische Schule im Gebäude der Silcherschule Kornwestheim. Diese wurde nachmittags nach der regulären Schule besucht. Die Geschichte hat gezeigt, dass die berühmten fünf Jahre immer wieder um mindestens ein weiteres Jahr verlängert wurden – welcher Grieche in Deutschland hat diese Geschichten nicht von seinen Eltern gehört?

Der Unterricht wird auch heute noch angeboten, nur hat sich der Fokus verschoben…
Inzwischen ist die griechische Schule keine Institution mehr, um Kinder auf ihre Zukunft in Griechenland vorzubereiten, sondern bietet eine der wenigen Möglichkeiten, sich mit der eigenen Herkunft oder der der Eltern bzw. Großeltern auseinanderzusetzen. Schließlich gilt: Zukunft braucht Herkunft. Da der Grieche bekanntlich gerne und laut feiert, durften aber auch die traditionellen Tänze nicht vergessen werden. Die Mitglieder nutzten jede Gelegenheit praktisch zu üben und fanden regelmäßig Vorwände, um Feiern zu organisieren. Über Generationen hinweg haben die griechischen Elternvereine die griechische Community auf diesem Weg begleitet. Auch wir versuchen die Tradition der Gründungsmitglieder fortzuführen und gleichzeitig den deutschen Mitbürgern zu zeigen, dass der „Greek Way“ mehr ist als das, was bei vielen Deutschen während der Euro-Schuldenkrise hängen geblieben ist.

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»Lernen mit Kopf, Hand und Herz«


Der Verein Inwole e.V. in Potsdam ist in der Pandemie vermehrt auf digitale Formate umgestiegen, Eigentlich glaubt der Verein aber fest an persönliche Erlebnisse und Erfahrungen und das Lernen mit Kopf, Hand und Herz. Ein Interview über nachhaltige und solidarische Wohnformen, Kooperationen mit Griechenland und Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Petar, Sie arbeiten beim Projekthaus Potsdam bzw. dem Verein Inwole e.V, zur Förderung innovativer Lebensformen. Was macht der Verein genau?
Petar Atanackovic: Der Verein ist seit 16 Jahren im Bereich Politische Bildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) tätig. Wir sitzen auf dem Gelände vom Projekthaus Potsdam-Babelsberg. Das ist ein Potsdamer Wohnprojekt, das über eine gute Infrastruktur für vielfältige Projekte in Bereichen Jugend- und Erwachsenenbildung verfügt. Wir betreiben das Werkhaus Potsdam, das einzige „Haus der Eigenarbeit“ in der Region mit Werkstätten wie einer Holz-, Textil-, Keramik-, Fahrradwerkstatt und einer eigenen Schmiede. Wir haben aber auch Seminar- und Übernachtungsräume: Unser Verein ist seit 2013 als Jugendbildungsstätte und seit 2019 als Weiterbildungsstätte vom Land Brandenburg anerkannt.

Und es gibt auch Überschneidungen zwischen dem Verein und dem Wohnprojekt?
Ja, einige von uns sind im Verein tätig und gleichzeitig BewohnerInnen vom Wohnprojekt. Diese Erfahrungen von Wohnen und Leben in einem Wohnprojekt nutzen wir oft für die Entwicklung unserer Bildungsprojekte im Bereich nachhaltige Stadtentwicklung, gemeinschaftliche und solidarische Wohnformen oder Gruppenkonflikte und -dynamiken.

©Sandra Wildemann
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Τριεθνής κατάρτιση Γλωσσικής εμψύχωσης/ Grundausbildung Sprachanimation 

Τριεθνής κατάρτιση Γλωσσικής εμψύχωσης στην Ελλάδα για ενδιαφερόμενους από την Ελλάδα, τη Γαλλία και τη Γερμανία. Από τις 22. έως 27 Νοεμβρίου 2021 στην Θεσσαλονίκη. Η εγγραφή είναι τώρα δυνατή.

Εφόσον υπάρχει η ικανότητα:

  • μπορεί να απονεμηθεί το πιστοποιητικό για γλωσσικούς εμψυχωτές στις Γερμανο-γαλλικές συναντήσεις νέων. Προσοχή: Απαραίτητη προϋπόθεση είναι η καλή γνώση της Γαλλικής και της Γερμανικής Γλώσσας.
  • μπορεί να χορηγηθεί από τους διοργανωτές μία βεβαίωση για γλωσσικούς εμψυχωτές. Προσοχή: Απαραίτητη προϋπόθεση είναι η καλή γνώση της Ελληνικής και της Γερμανικής Γλώσσας.
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Schülerwettbewerb „Challenge History – Remember Hellas“ 

Welche neuen Wege und Ausdrucksformen in der Erinnerungskultur wollen Jugendliche gehen? Das Projekt „Erinnerungen an die Okkupation in Griechenland“ ruft Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 9 bis 13 sowie Lehrkräfte auf, sich mit einem kreativen Beitrag für den Wettbewerb „Challenge History – Remember Hellas“ auf Spurensuche in einem weitgehend unbekannten Kapitel der deutschen Geschichte zu begeben. Anmeldungen bis zum 15. November 2021.

Griechenland, berühmt für seine antike Kultur, warmherzige Gastfreundschaft und zahlreichen Naturschönheiten, ist eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen. Doch nur die wenigsten deutschen Besucher wissen um die gemeinsame jüngere Geschichte beider Länder, die im Zweiten Weltkrieg tiefe Wunden hinterlassen hat. Der deutsche Angriffskrieg vor 80 Jahren und die sich daran anschließende blutige dreieinhalbjährige Besatzung hat tausende von Menschenleben gekostet. Die große Hungersnot im Winter 1941/42, die Vernichtung der jüdischen Gemeinden Griechenlands, die Zerstörung von nahezu 800 Ortschaften und die zahllosen Verbrechen an der griechischen Zivilbevölkerung haben sich tief ins kollektive Gedächtnis des Landes eingebrannt. 

Der Wettbewerb findet im Rahmen des Projekts „Erinnerungen an die Okkupation in Griechenland“ (MOG) an der Freien Universität Berlin und möchte das Bewusstsein der Jugend für die deutsch-griechische Geschichte stärken sowie Demokratieverständnis und Toleranz aus einer gesamteuropäischen Perspektive fördern. Womit verbindet man die Orte Distomo, Kalavryta und Kommeno? Wie hat die deutsche Besatzung jüdisches Leben in Griechenland verändert? Welche Formen des Widerstands ergriff die griechische Bevölkerung? Und warum gehen uns all diese Fragen auch heute, 80 Jahre danach, immer noch etwas an? 

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Fachkräfte-Informationsreise nach Griechenland

Ein Blick hinter die Kulissen der griechischen Jugend und Jugendmedien: Das Pressnetzwerk für Jugendthemen lädt vom 22. bis 27. November 2021 ein zu einer Informationsreise über die Jugendmedienszene auf den Peloponnes und in Athen. Anmeldeschluss: 30. Oktober.

Die griechische Gesellschaft, die im Laufe der Jahre gelernt hat, staatlichen Strukturen zu misstrauen ist in vielerlei Hinsicht enorm fantasievoll. So sind unzählige kleine Initiativen entstanden, die – oft jede für sich allein – Verbesserungen für die Lebensbedingungen der Jugend erreichen. Einige davon will sich das Pressenetzwerk für Jugendthemen im Rahmen einer Informationsreise anschauen und mit jungen Menschen, Journalisten, Sozialarbeitern, Ehrenamtlichen und anderen Betroffenen sprechen. Dazu gehört u.a. die Partnerorganisation Filoxenia, in der die Teilnehmenden erfahren, wie sich Sozialarbeit, internationaler Jugendaustausch und Ökologie unter einen Hut bringen lassen. Auch besucht die Gruppe das Jugendkulturzentrum von Sikyo und trifft in der Stadt eine Bürgerbewegung, die eine Zeitung herausgibt. Es folgen Besuche beim Lokalradio von Korinth und der Lokalzeitung in Nafplio.

In Athen sehen Besuche bei der Redaktion des Solomon-Magazins und einer Campus-Zeitschrift an. Während all dieser Treffen und auch am Rande des Programms gibt es Möglichkeiten für individuelle Interviews und Gespräche. Natürlich ist das Programm auch geeignet, neue Kontakte für mögliche eigene Jugend- und Fachkräfteaustauschprogramme zu knüpfen.

Eingeladen zu der Informationsreise sind Journalist*innen und Fachkräfte der Jugendhilfe, die ihre Erkenntnisse öffentlichkeitswirksam verwerten können.

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