Das Coronavirus in Griechenland: Ein Überblick (1)

In der Corona-Pandemie ist bislang vor allem eines überdeutlich geworden: Das Zurückziehen in das Nationale. Bis auf Informationen aus den am stärksten betroffenen Ländern sind wenige Details über die Situation in Europa zu lesen. Anna Mavrikou beschreibt die Lage der Menschen, in der Wirtschaft und im Gesundheitswesen in Griechenland – und gibt auch einen Einblick in die Situation in den Flüchtlingslagern. (Stand: 06. April 2020)

Normalerweise würde ich in wenigen Tagen meinen Koffer packen, um über die Ostertage nach Nordgriechenland zu fliegen. Dort, in dem Dorf Iasmos, lebt meine Familie. Iasmos liegt in der Nähe vom thrakischen Meteora – bei klarem Wetter kann man das Meer sehen. Das griechisch-orthodoxe Ostern im Dorf ist etwas sehr Besonderes: Viele kommen aus den größeren Städten und besuchen ihre Angehörigen im Dorf. Dabei hat jeder Tag der Karwoche seine eigenen Sitten und Bräuche. Die Einheimischen und Besucher gehen in die Kirche und nehmen an den Messen teil. Ein Höhepunkt ist der Karfreitag-Abend mit der Prozession des Epitaphs, der durch die engen Gassen des Dorfes getragen wird. Die Einheimischen und Besucher folgen mit Kerzen in der Hand der Prozession, die von der Gemeindekapelle musikalisch begleitet wird – doch durch das Coronavirus wird Ostern in diesem Jahr ein anderes sein.

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Der Blick auf das Dorf Iasmos in Nordgriechenland, aus dem die Autorin stammt.

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Erste Jugendbegegnung von Iasis und LKJ Sachsen

Für den 16. bis 23. August 2020 planen die Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung Sachsen e.V. und die griechische NGO Iasis auf Schloss Schleinitz/Nossen ihre erste gemeinsame deutsch-griechische Jugendbegegnung.. Das Thema: Gemeinsam durch die Welt der Vorurteile und Stereotype.

Jugendliche aus Sachsen und Griechenland zwischen 14 und 18 Jahren sollen sich Mitte August 2020 auf Schloss Schleinitz in Sachsen treffen, um sich gemeinsam kreativ mit Vorurteilen und Stereotypen auseinanderzusetzen. Die Workshops „Zeitgenössischer Tanz“, „Video/ Fotografie“ und „Musik“ werden von deutschen und griechischen Künstlerinnen und Künstlern geleitet.

Bewerben können sich von der deutschen Seite Jugendliche aus Sachsen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Ausflüge in die nähere Umgebung, Länder- und Grillabende und weitere Freizeitaktivitäten sorgen für Abwechslung. Höhepunkt ist die öffentliche Präsentation der Workshop-Ergebnisse. Die Workshop-Sprache ist Englisch, aber ein/e SprachmittlerIn wird unterstützend vor Ort sein.

Ein Rückaustausch mit der Partnerorganisation IASIS NGO in Athen ist im Februar 2021 in Griechenland geplant.

Teilnahmebeitrag: 110 Euro mit Übernachtung, Vollverpflegung und Workshops. Zur Anmeldung hier entlang

Quelle: LKJ Sachsen_Jugendbegegnung

Freiwilligendienst in Nordgriechenland: Die Situation der Flüchtlinge (3)

Elisa Henke hat bis Ende Februar einen Europäischen Freiwilligendienst im griechischen Serres absolviert. In der NGO PRAXIS arbeitete sie sechs Monate mit Geflüchteten. Auf agorayouth hat sie eine dreiteiligen Serie über ihre Erlebnisse geschrieben. Im letzten Teil berichtet sie über fehlende Berührungspunkte von gesellschaftlichen Gruppen, aber auch über erfolgreiche Initiativen wie das Fußballtournier „Football against racism“.

Griechenland gehört zu den mediterranen Staaten Europas. Über die letzten Jahre hat sich das Land am Mittelmeer von einer paradiesischen Attraktion für Flüchtlinge zu einem Albtraum entwickelt, die vor Krieg und Terrorismus in Nordafrika oder dem Nahen Osten fliehen. Seit der Finanzkrise von 2008 ist es fraglich, ob Griechenland selbst als stabil eingestuft werden kann. Die Herausforderungen der massiven Migrationsbewegung waren für das Land daher noch schwieriger zu bewältigen. Durch meinen Freiwilligendienst war es mir möglich, einen tieferen Einblick in die Situation der Flüchtlinge im Norden Griechenlands zu bekommen. Für mehr als sechs Monate stand ich im täglichen Kontakt mit Geflüchteten und habe sie durch Sprachunterricht und bei bürokratischen Prozessen unterstützt. Weiterlesen

4. Jugendforum abgesagt/ 4th Youth Forum canceled

Aufgrund der Einschränkungen zur Vorbeugung einer Infektion mit Covid19 kann das das 4. Deutsch-Griechische Jugendforum nicht mehr wie ursprünglich geplant vom 04. bis 07. Mai 2020 in Griechenland stattfinden. Das teilte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) am Montagnachmittag mit. In Abstimmung mit dem griechischen Partner plant das Ministerium eine Verschiebung auf einen späteren Zeitpunkt.

Wir informieren Sie an dieser Stelle sobald es Neuigkeiten gibt.

The Federal Ministry for Family Affairs, Senior Citizens and Youth Germany announced on Monday that due to the 2019-20 coronavirus disease (COVID-19) pandemic the 4th German-Greek Youth Forum won’t take place as planned from May 4th until May 7th 2020. In coordination with the Greek partner the ministry plans to postpone the event at a later date. We will keep you posted on this blog.

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Ausstellung „60 Jahre und wir sind immer noch hier“

Vom 7. bis 21. März 2020 findet in München die Ausstellung „MIGRED – 60 Jahre und wir sind immer noch hier“ zur griechischen Migration statt. Zurück geht sie auf eine Initiative der Schriftsteller Eleni Tsakmaki.

„Wir werden bald zurückkehren, sagte ich zu allen als ich weg fuhr. Es sind 60 Jahre vergangen und wir sind immer noch hier“. So heißt es in der Ausstellung zur griechischen Migration in München, die auf eine Initiative der Schriftstellerin Eleni Tsakmaki in Kooperation mit der griechischen Einwanderungsbehörde zurück geht. Auch deshalb ist die Ausstellung allen griechischen Gastarbeiterinnen und Gastarbeitern gewidmet.

Die Ausstellung „MIGRED – 60 Jahre und wir sind immer noch hier“ findet in der Galerie KÖSK (Schrenkstr. 8, 80339 München) statt und ist täglich von 9 bis 13 Uhr und 17 bis 20 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen zu den verschiedenen Aktivitäten im Umfeld dieser Ausstellung, finden sich im Programmheft_Ausstellung „Migred“ (PDF) oder online unter folgenden Link.
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Griechenland-Special 2019 erschienen

Das frisch erschienene Griechenland-Special 2019 „Begegnungen nachhaltig gestalten“ von IJAB wirft einen Blick auf die Schwerpunkte des Austauschs zwischen Griechenland und Deutschland im Jahr 2019 und damit auch auf die Zivilgesellschaften beider Länder. Wichtige Themen waren Umweltbildung, Sprachanimation, Sport und die Fortschritte bei der Gründung eines Deutsch-Griechischen Jugendwerks.

Aller Voraussicht nach ist dies das letzte Griechenland-Special, das von einem IJAB-Redaktionsteam herausgegeben wird. Mit der Gründung des Deutsch-Griechischen Jugendwerks wird IJAB seine Aufgaben zur Stärkung des Jugendaustauschs zwischen beiden Ländern an das Jugendwerk übergeben.

Hier geht es zum Griechenland Special 2019 auf Deutsch.

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Freiwilligendienst in Serres: Die Stimme einer Kleinstadt (2)

Elisa Henke macht einen Europäischen Freiwilligendienst im griechischen Serres. In der NGO PRAXIS arbeitet sie seit September 2019 mit Geflüchteten. Auf agorayouth schreibt sie eine kleine Serie über ihre Erlebnisse. In Teil Zwei berichtet Elisa, wie sie versucht, die Bevölkerung zu aktivieren und Brücken zwischen Einwohnern und Geflüchteten baut.

Neben der Unterstützung von Geflüchteten besteht ein Großteil meiner Arbeit aus der Vorbereitung und Umsetzung von internationalen Kampagnen. PRAXIS arbeitet sehr eng mit der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) zusammen. 2015 haben die Vereinten Nationen 17 Ziele zur nachhaltigen Entwicklung des Staatenbundes festgehalten. Um diese Ziele und weitere externe Aktionen drehen sich auch die Kampagnen, die ich in meinem Freiwilligendienst organisiert habe.  Weiterlesen