Corona in Griechenland: Ein Sommer der anderen Art

Viel ist die Rede von einer zweiten Corona-Welle in Europa. Auch in Griechenland sind die Fallzahlen zuletzt wieder leicht angestiegen und die Regierung hat zu schärferen Maßnahmen gegriffen. Anna Mavrikou mit einem Rückblick auf die vergangenen Wochen und die aktuelle Lage.

In den letzten Wochen haben die positiven Coronavirus-Fälle in Griechenland – für die dortigen Verhältnisse – erheblich zugenommen: Stand 8. Oktober gab es 436 bestätigte neue Fälle, während es am 30. September noch 354 waren und zwei Wochen zuvor, am 15. September, nur 310. Am 1. September waren es noch 207 Fälle gewesen und vier Wochen vorher, sogar nur 110. Insgesamt gab es 22.358 Fälle in Griechenland und es starben 449 Menschen an dem Virus (Stand 11. Oktober 2020). Deshalb wurden neue Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus ergriffen. 

Seit dem 12. Oktober 2020 ist eine interaktive Coronavirus-Karte online, die für mehr gesicherte Informationen rund um das Coronavirus in den Regionen sorgen soll. Die 74 Regionalbezirke des Landes sind in vier Stufen mit verschiedenen Vorsichtsmaßnahmen und -regeln, die abhängig von der Ausbreitung des Coronavirus sind, unterteilt, z. B. wie hoch die Fallzahlen pro 100.000 Einwohner sind oder wie viele Betten auf den Intensivstationen belegt sind. Dabei ist die erste Ebene grün, die zweite gelb, die dritte orange und die vierte rot. 

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Von Berlin nach Alexandroupoli

Junge, arbeitslose Erwachsene zu motivieren, durch ein zweimonatiges Praktikum in Schweden, Frankreich, Italien oder Griechenland ihre berufliche Zukunft wieder in die Hand zu nehmen – das ist das Ziel des Projekt „IdeAl für Berlin – Integration durch europäischen Austausch lernen“. Agorayouth hat mit der Projektverantwortlichen, Stefanie Hutsch vom Berliner Verein KIDS &CO g.e.V., darüber gesprochen, wie das in Kooperation mit dem griechischen Alexandroupoli derzeit gelingt.

Frau Hutsch, KIDS & CO ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Sitz in Berlin Marzahn-Hellersdorf. Mit dem Verein können junge Erwachsene für Praktika nach Griechenland. Wie kam das?
Stefanie Hutsch: KiDS & CO g.e.V. ist seit mittlerweile 17 Jahren auch in der internationalen Jugendarbeit tätig. Neben unseren Jugendfreizeiteinrichtungen und der Kooperation mit Schulen begleitet wir Jugendliche auf ihrem individuellen Weg in Ausbildung und Arbeit. Im ESF-Projekt „IdeAl für Berlin – Integration durch europäischen Austausch lernen“ begleiten wir junge arbeitslose Erwachsene im Alter zwischen 18 und 35 Jahren. Durch ein zweimonatiges Praktikum in Schweden, Frankreich, Italien oder Griechenland können sie fachliche und persönliche Kompetenzen gewinnen und Selbstvertrauen in ihre eigenen Stärken entwickeln, um ihre berufliche Zukunft motivierter zu gestalten.

Und wie entstand der Kontakt zu Griechenland?
Die Kooperation ist noch ganz frisch. Vor einem Jahr stellte ein lokaler Kooperationspartner den Kontakt zum International Forum Faros (IFF) in Alexandroupolis in in West-Thrakien her. Nun sind wir dabei, die die Kooperation mit Leben zu füllen, denn seit 1. September 2020 sind neun junge Berliner*innen in Alexandroupolis und werden während ihres zweimonatigen Aufenthaltes dort von IFF betreut.

Louis aus Berlin macht seit September ein Praktikum in einem IT-Unternehmen in Alexandroupoli.
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Das DGJW mitgestalten: Im Oktober nach Leipzig

Bevor das Deutsch-Griechische Jugendwerk 2021 seine Arbeit und Förderung aufnehmen wird, haben Träger vom 12. bis 14. Oktober 2020 die Möglichkeit, gemeinsam Inhalte und Anforderungen an das Jugendwerk bei einer deutsch-griechischen Trägerkonferenz in Leipzig zu diskutieren – ein Blick in die künftigen Büroräume ist auch möglich.

Das Bundesjugendministerium (BMFSFJ) möchte Trägern des deutsch-griechischen Jugendaustausches, die den Entstehungsprozess durch Jugendbegegnungen unterstützt haben, ein Forum bieten, um gemeinsam Inhalte und Anforderungen des künftigen Jugendwerks zu diskutieren. Im deutsch-griechischen Jugendaustausch aktive Organisationen aus Deutschland und Griechenland sind eingeladen vom

12. bis 14. Oktober 2020
in die VDI-GaraGe
in Leipzig

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»Good Morning Mr Fotis«: Film-Premiere in Thessaloniki

Seit 30 Jahren ist Fotis Psycharis Lehrer an einer Grundschule in Athen. Die Mehrheit seiner Schüler sind Kinder von Migranten und Geflüchteten. Psycharis entwickelt alternative Wege des Lehrens, für die er oft Methoden aus Kunst und Theater nutzt, um die Kinder zu erreichen. Er ist Protagonist des Dokumentarfilms „Good Morning Mr Fotis“ von Dimitra Kouzi, der Ende Mai Premiere beim Thessaloniki Documentary Festival feierte.

95828423_141093227482434_5799112938102980608_oPlatia Vathi in Metaxourgio im Herzen Athens. In den 1990er Jahren zogen viele Griechen aus der ehemals erstrebenswerte Wohngegend in die Vororte, Migranten aus den Balkanländern und der ehemaligen Sowietunion nahmen ihren Platz ein. Er ist das zuhause einer Vielzahl von Migranten und Geflüchteten, wenigen Touristen und ein paar wenigen alten Einwohnern. Seit der ökonomischen Krise vor rund zehn Jahren erlebt der Stadtteil eine Zeit, die von Armut, Trübsinn und Kriminalität – aber auch von Kreativität – geprägt ist.

Genau dort spielt Dimitra Kouzis Dokumentarfilm „Good Morning Mr Fotis“, der Ende Mai online Premiere auf dem 22. Thessaloniki Documentary Festival 2020 feierte und  den „Youth Jury Award“ als bester Film gewann. Kouzi hat den 70-minütigen Film geschrieben, produziert und selbst Regie geführt. Nun ist sie auf der Suche nach Vertrieb und Festivals in Deutschland.

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Sonderprogramm wird 2020 fortgesetzt

Auch im Jahr 2020 werden parallel zu den Verhandlungen zur Errichtung eines Deutsch-Griechischen Jugendwerks (DGJW) befristet bis zum 31.12.2020 nochmals Mittel zur Verfügung gestellt. Zur Initiierung von Begegnungen und zur Förderung von deutsch-griechischem Jugend- und Fachkräfteaustausch können Mittel aus dem Sonderprogramm beantragt werden.

Die Förderkriterien entsprechen den Richtlinien für den Kinder- und Jugendplan des Bundes (RL-KJP)* vom 12.10.2016 mit ergänzenden Regelungen.

Alle Hinweise zu förderbaren Programmen, den Programmanforderungen, der Dauer von Jugendbegegnungen, der Zahl und dem Alter der Teilnehmenden und zur Höhe der Förderung können den Förderinformationen 2020 (PDF-Datei) entnommen werden.

Anträge können jederzeit beim BMFSFJ (Referat 504) gestellt werden.
Örtliche und regionale Träger der Jugendarbeit, die keiner Zentralstelle angeschlossen sind, können die Anträge ausnahmsweise direkt an das BMFSFJ richten. Weiterlesen

Change – Αλλαγή: Θεατρικό Πρόγραμμα Ανταλλαγής Νέων

Η Πολυδραστική Ομάδα Τέχνης Fabrica Athens και ο γερμανικός Μη Κερδοσκοπικός Οργανισμός Mostar Friedensprojekt, διοργάνωσαν το 4ο Θεατρικό Πρόγραμμα Ανταλλαγής Νέων με τίτλο «Change – Αλλαγή» το Σεπτέμβριο στο Βερολίνο και στην Αθήνα.

📅1-8 Σεπτεμβρίου, Βερολίνο 🇩🇪 Theaterhaus Berlin Mitte
📅15-22 Σεπτεμβρίου, Αθήνα 🇬🇷 θέατρο Τεχνοχώρου Φάμπρικα – Fabrica Theater Stage

Η φετινή θεματική του Προγράμματος Ανταλλαγής είχε τον τίτλο «Change – Αλλαγή»: «Σε έναν κόσμο που όλα υπόκεινται σε μια συνεχόμενη αλλαγή, τι είναι αυτό που μένει αμετάκλητο; Ένας ποιητής είχε γράψει πως «όλα τριγύρω αλλάζουνε και όλα τα ίδια μένουν». Εμείς, πρωταγωνιστές του δικού μας έργου, κατά πόσο αφηνόμαστε στην συνήθεια, σε αυτό που είθισται και κατά πόσο βρίσκουμε τη δύναμη να κάνουμε το βήμα της «Αλλαγής»; Χρειάζεται αυτή η αλλαγή και τι άραγε πρέπει να αλλάξει; Ο χώρος και χρόνος ίσως να αλλάζουν τα πάντα, μπορεί όμως και τίποτα.» Weiterlesen

„You only need one person to change your life“

The majority of people who arrived in Greece in 2018 came from Afghanistan, Syria and Iraq – thousands of them are children. In an educational program of the NGO „Elix“  in Athens, Marianna-Sofia Matziri, 26, and Alexandra Kamaretsou, 25, teach them. They have shared with agorayouth what it means to deal with trauma, depression and panic attacks on a daily basis.

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Alexandra Kamaretsou (25, left) and Marianna-Sofia Matziri (26) work with refugee and immigrant children in Athens.

Agorayouth: Alexandra, tell us a little bit more about the educational program you work for.
Alexandra Kamaretsou:
The organisation Elix , which is supported by UNICEF and funded by the European Commission, started the project on quality learning and non-formal education in October 2017. Through the project, we aim to meet the daily educational needs of refugee and immigrant children aged 3-17 years and contribute to their smooth integration into the formal education system in Attica and Greece.

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Umfrage: Dadurch fühlen sich Deutsche und Griechen verbunden

Vier Tage reger Austausch vergingen wie im Flug. Was bleibt und wo sie die größte Verbindung zwischen deutschen und griechischen Jugendlichen sehen, erzählen einige der Teilnehmer in unserer Umfrage am letzten Tag des deutsch-griechischen Jugendbarcamps.

portrc3a4t1_„Ich habe den Eindruck, dass es sehr viele Gemeinsamkeiten gibt, auch wenn man in sehr verschiedenen Ländern lebt. Für alle ist zum Beispiel der Klimawandel wichtig. Das ist ein Thema, genauso wie die Freundschaft. Es gibt sehr ähnliche Anliegen, die alle betreffen.“
Tilemachos Boni (23) Weiterlesen

Umfrage: „Was willst du eigentlich hier“?

Das deutsch-griechische Jugendbarcamp ist gestartet. Insgesamt 120 Jugendliche aus Deutschland und Griechenland werden die kommenden drei Tage für Austausch nutzen. Mit welchen Wünschen und Gedanken sie angereist sind, lest ihr hier.

1_Antonakakis„Ich war schon sechs Mal in Deutschland und habe auch mein ERASMUS-Semester hier gemacht. Ich möchte besonders Menschen aus Deutschland kennenlernen, aber auch die Stadt Leipzig und die Kultur.“
Ioannis Antonakakis (23)

1_Skordili„Ich möchte vor allem die Menschen kennenlernen und erfahren, wieso sie hier sind und was sie interessiert. Mit den Erfahrungen dieses Camps möchte ich auch weitere solche Veranstaltungen besuchen. Ich möchte erfahren, wie die Teilnehmer hier die Europäische Union sehen und wie wir diese gemeinsam verbessern können.“
Dimitra Skordili, Agrio Rodo Korfu

1_Alaz„Der Austausch ist wichtig, um gemeinsam vielleicht auch Lösungen für Konflikte in Europa zu finden.“
Moustafa Alaz (22)

1_Xantheas„Ich glaube, dass besonders auch die Geschichte Leipzigs in den deutsch-griechischen Beziehungen sehr wichtig ist. Für mich ist es interessant, dass junge Griechen und junge Deutsche sich hier näher austauschen. Gemeinsam können wir sehr besondere Dinge schaffen. Handlungsbedarf gibt es noch an vielen Stellen.“
Georgios Xantheas, Agio Rodo Korfu

1_Hörning„Griechenland ist mehr als der Charterflug nach Kreta und weit mehr als nur Krise. Wir werden die Partnerschaft mit Thessaloniki in der nächsten Zeit intensivieren und dieses Camp ist ein weiterer Schritt.“
Ulrich Hörning, Bürgermeister der Stadt Leipzig

1_Velissari„Für mich ist der Austausch von Ideen zentral – zu ganz verschiedenen Themen. Außerdem war ich noch nie in Leipzig und würde die Stadt gerne etwas erkunden. Und natürlich möchten wir eine schöne Zeit miteinander haben.“
Dimitra Vellisari (23)

 

Umfrage und Fotos: Luca Samlidis und Maxi Köhler

 

„Erzähl mir deine Geschichte!“

Im August 2018 führte eine estnisch-deutsch-griechische Jugendbegegnung filminteressierte Jugendliche aus drei Ländern in Berlin zusammen. Unter dem Motto „Erzähl mir deine Geschichte!“ ging es um das Hauptthema des Projektes: Flucht und Migration. Die Teilnehmer aus Athen die zum ersten Mal bei der Begegnung dabei waren, haben ihre Eindrücke in diesem Blogpost zusammengefasst.

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