»Access to internet connection and computer devices is a privilege«

Michail Chatzimimikos from Youth Empowerment Center in Thessaloniki tells Agorayouth what they leant during the pandemic in terms of reaching underprivileged youngsters and why they want to get involved in German-Greek youth exchange.

Agorayouth: Michail, tell us a little bit about Youth Empowerment Center in Thessaloniki. What is your work about? 
Michail Chatzimimikos: Youth Empowerment Center is a youth organization actively working with young people between 17 to 26 years old in Thessaloniki. We are mainly reaching young people with fewer opportunities, young people who are dealing with certain social and economical obstacles as well as youngsters with a migrant and/or refugee background. Recently, we have also established contact with a group of Roma youngsters.

Our main aim is to support our youngsters’ active youth participation while facilitating their learning development in thematic fields the formal education field is not covering and only the youth work sector does, for example human rights education or civic education. So our work involves one to one meetings, group work through the implementation of non-formal activities and workshops on various topics of their choice, as well as assistance for developing and implementing their own activities. Those projects are not only restricted in our national reality as we are really active in the field of international youth work through the Erasmus+ programme. At the moment two groups are running their own International Youth Exchange projects and we are excited to support them on implementing them.

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Die Familie Kosmidis und das Corned Beef

Der Vater von Konstantinos Kosmidis flüchtete 1968 aus Griechenland. Politik und Geschichte spielten immer eine große Rolle in der Familie. Da ist es kein Zufall, dass Kosmidis im Bereich Integrationspolitik der Stadt Stuttgart arbeitet. Eine Kurzgeschichte über die Wurzeln der Familie in Kato Potamia und welche Rolle gepökeltes Rindfleisch dabei spielt.

Ich mag Corned Beef. Wenige mögen es. Ich kenne kaum Menschen, die das wirklich mögen. Es gibt immerhin einige, die es kennen, weil sie es essen mussten. Etwa als Marschgepäck-Fraß aus der Dose wie mein Freund Pablo, der mal bei den Pfadfindern war. Schaut man sich an, wie es hergestellt wird, so gibt es daran in der Tat wenig Appetitliches. Als eine Art Rindersülze könnte man es bezeichnen. 

Geradezu perfekt. Viel Eiweiß und Eisen, kaum Fett und sehr lange haltbar. Magerfleischfans könnten es geradezu als Super-Food preisen. Aber die Magerfleischzeiten, als es noch in Mode war Fleisch mit möglichst wenig Fett zu essen sind endgültig vorbei. Nicht ganz. Denn in den Neunzigern lernte ich Corned Beef kennen. Ich kann mich bis heute an die sonderbaren Formen des Verzehrs von Corned Beef durch meinen Vater erinnern. Irgendwie ist es eklig, aber ich tu es gern. Die Geschichte des Corned Beef in meiner Familie zeigt mir immer wieder, auf welch wunderbar sonderbare Weisen Dinge von einer Generation zur nächsten weitergegeben werden. 

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«Die Wahrheit kennt weder Schwarz noch Weiß»

Der Stuttgarter Konstantinos Kosmidis hat griechische Wurzeln: Sein Vater flüchtete 1968 aus Griechenland. Politik und Geschichte spielten immer eine große Rolle in der Familie. Da ist es kein Zufall, dass Kosmidis im Bereich Integrationspolitik der Stadt Stuttgart arbeitet. Ein Text darüber, wie er zur politischen Bildung kam und warum es ihm so wichtig ist, dass Menschen nicht zum Spielball der Extreme werden.

Ich habe neulich in einem Telefongespräch von meiner Mutter etwas erfahren, das ich nicht wusste. Es hat mich zum Nachdenken gebracht und mich bestimmte Aspekte aus der Vergangenheit in einem neuen Licht sehen lassen. Meine Oma verstarb an Hautkrebs. Mir war allerdings nicht bewusst, dass dieser Hautkrebs nicht Ergebnis ihrer Sonnenexposition, ihres Lebensstils oder gar ihrer Ernährung war, sondern eine Metastase ihres Pankreaskarzinoms. Ein Tod durch Hautkrebs wäre in ihrem Fall eigentlich verwunderlich, denn meine Oma war zäh, ihre Hautfarbe sehr dunkel und ihr Leben von Feldarbeit unter der mediterranen Sonne geprägt. Sie verstand es noch bis in ihr hohes Alter von über 80 Jahren, sich mit Gemüse und Kräutern aus ihrem Garten zu versorgen. Sie ging fischen im Fluss und trotzte so ziemlich allen Absonderlichkeiten, die ihr das Leben zu bieten hatte – aber wahrscheinlich nur scheinbar.

Denn wie soll man das alles verdauen, was sie erlebt hat? Sie wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts als ältestes Kind in eine Großgrundbesitzer-Familie im damals noch zaristischen Schwarzmeeridyll Suchumi geboren. Sie erlebte, wie ihre Mutter nach der Geburt des einzigen Bruders, des fünften überlebenden Kindes, am Kindbettfieber starb. Wie ihr Vater im georgischen Bürgerkrieg von anderen Großgrundbesitzern gemeuchelt wurde und wie sie gemeinsam mit ihren vier Geschwistern vor dem anrollenden russischen Bürgerkrieg flüchten musste.

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Der Stuttgarter Kostantinos Kosmidis arbeitet im Bereich Integration der Stadt Stuttgart.

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Erinnerungskarte: Über 30 neue Orte aufgenommen

Anfang September zeigte die interaktive Erinnerungskarte auf jugenderinnert.jetzt ungefähr 40 Erinnerungsorte – mittlerweile sind es 80. Es sind Orte, die an die nationalsozialistischen Verbrechen während der deutschen Besatzung Griechenlands von 1941 bis 1944 erinnern sollen.

In den letzten vier Monaten sind zur interaktiven Erinnerungskarte jugenderinnert.jetzt vor allem Orte aus Kreta, Mittel-, Zentral- und Westgriechenland, Ostmakedonien und Thrakien sowie Thessalien und einigen Inseln hinzugekommen. Die Erinnerungsorte sind in die Kategorien „Orte der Deportation“, „Orte der NS-Infrastruktur“, „Kriegsverbrechen an italienischen Soldaten“ und die „Opfergemeinden“ gegliedert. Manche Orte gehören mehreren Kategorien an und sind mehrmals vertreten und mit Erläuterungen versehen.

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Das Jahr der digitalen Austausche

2020 war für den deutsch-griechischen Jugendaustausch ein Jahr der guten Nachrichten, aber bedingt durch die Corona-Pandemie auch eines der vielen Absagen. Am 4. Dezember kamen 57 Akteure aus dem deutschen Trägerspektrum bei der Veranstaltung „Wege der Begegnung im deutsch-griechischen Jugendaustausch“ online zusammen, um Bilanz zu ziehen und einen Blick in die Zukunft zu werfen.

Die Corona-Pandemie hatte auch Auswirkungen auf den deutsch-griechischen Austausch. Jugendaustausche waren davon mehr betroffen als Fachkräfteaustausche. Agnes Nguyen von der Landesvereinigung kulturelle Jugendbildung Sachsen und Heiko Engel von der Turngemeinde in Berlin 1848 berichteten von Austauschen, die dennoch stattfinden konnten. „Das hängt auch mit der Improvisationsfähigkeit der Griechen zusammen“, sagte Engel. Ein gemeinsames Fazit der beiden: Die Eltern müssen das Vertrauen haben, dass ein Austausch wirklich sicher ist. Dazu seien viel Kommunikation und Transparenz nötig.

Sascha Düx von ROOTS & ROUTES Cologne wählte einen anderen Weg. Seine Partner in Italien und Griechenland entschieden sich für einen hybriden Austausch: Die Teilnehmenden aus jedem Land trafen sich jeweils vor Ort physisch, der Austausch in Workshops mit den Partnerländern, die Kommunikation und die Entwicklung eines gemeinsamen Videos wurden mit vielfältigen digitalen Medien ermöglicht. Das Ergebnis könne überzeugen, Düx sieht aber auch Schwierigkeiten: „In einer gemischten Gruppe können wir Spannungen schnell abbauen. Hier mussten wir erleben, dass sich Konflikte manchmal entlang von Nationalitäten entwickelten, weil wir uns nicht jederzeit Feedback geben konnten.“

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Praktikum zur Unterstützung des DGJW in Leipzig

Für die Unterstützung der jugendpolitischen Zusammenarbeit mit Griechenland und des Deutsch-Griechischen Jugendwerks (DGJW) in Leipzig sucht IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. vom 01. Januar bis zum 31. März 2021 einen Praktikanten in Vollzeit. Bewerbungsschluss: 18. Dezember 2020.

Für die Unterstützung der jugendpolitischen Zusammenarbeit mit Griechenland und des Deutsch-Griechischen Jugendwerks in Leipzig bieten wir vom 01.01.2021 bis 31.03.2021 mit Standort Leipzig einen Praktikumsplatz (3 Monate / Vollzeit). 

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Förderung für Anfang 2021

Der Weg zum Deutsch-Griechischen Jugendwerk ist ein Marathon. Aber die Zielgerade ist in Sicht, heißt es aus dem Bundesfamilienministerium. Das Jugendwerk wird seine Arbeit, trotz aller Schwierigkeiten zum 1. April 2021 aufnehmen. Wie geht es zwischenzeitlich weiter?

Um Trägern die Möglichkeit zu geben, für die ersten Monate 2021 Austauschmaßnahmen zu planen, können Anträge für Maßnahmen, die bis einschließlich Ende April 2021 beginnen, auf der Basis des Sonderprogramms des Jahres 2020 im Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) gestellt werden.

Nutzen Sie bei Ihren Planungen auch die Möglichkeit, online mit Ihrem griechischen Partner in Kontakt zu bleiben. Kosten für Online Treffen können im Rahmen der bestehenden Regelungen über Kleinaktivitäten mit einem Zuschuss bis zu 1.000 € bei einem Eigenanteil von 10 Prozent gefördert werden (Formblatt A 3K).

Ab 1. Mai 2021 neue Förderrichtlinien

Für alle später geplanten Programme müssen die Anträge bis 01.05.2021 auf Basis der neuen Förderrichtlinien des Deutsch-Griechischen Jugendwerks (DGJW) gestellt werden. Da der Aufsichtsrat des Jugendwerks die Richtlinien verabschieden muss, können die Antragsmodalitäten erst im Laufe des Monats März übermittelt werden.

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Ideenwettbewerb: Masken auf Reise nach Athen

Lieferung nach Athen: Die ursprünglich für die Deutsch-Griechische Trägerkonferenz vorgesehenen Masken sind nun auf der Reise in die griechische Hauptstadt – zum Gewinner des Ideenwettbewerbs.

Fünf Logo-Entwürfe für Masken waren für die im Oktober 2020 in Leipzig geplante Trägerkonferenz eingereicht worden. Der Ideenwettbewerb „Masken raus“ vom Bundesfamilienministerium war angedacht, damit die Trägerkonferenz mit etwa 120 Teilnehmer*innen ohne Risiko stattfinden konnte.

Doch daraus wurde nichts: Die Konferenz musste aufgrund der Entwicklung der Corona-Pandemie ausfallen. Daher wurde ein Schwung Masken nun an den Sieger des Wettbewerbs, die Organisation „EUphoria Youth Lab“ aus Athen, gesendet.

Gefördert wurde der Ideenwettbewerb über das Sonderprogramm zur Förderung des deutsch-griechischen Jugend- und Fachkräfteaustausches des BMFSFSJ gefördert.

Nochmals vielen Dank an alle Teilnehmer des Ideenwettbewerbs.

Hier geht es zur Ausschreibung vom August 2020.

Quelle: agorayouth
Fotos: IJAB

…dann halt online!

Was hat sich 2020 im deutsch-griechischen Jugendaustausch getan und was ist seit Ausbruch der Corona-Pandemie passiert? Vor welche Herausforderungen wurden deutsch-griechische Projekte gestellt und welche Lösungen wurden gefunden? Darum geht es am 4. Dezember 2020 bei einem Online-Austausch für Aktive aus beiden Ländern organisiert von IJAB.

Spätestens im März 2020 veränderte die Krise der COVID19-Pandemie auch in Deutschland und Griechenland den Lebensalltag und überrollte die Strukturen und die Aktivitäten der aktiven Träger. Jugendbegegnungen, Fachkräfteaustausche, Workcamps und Konferenzen – wie das 4. Deutsch-Griechische Jugendforum und die Deutsch-Griechische Trägerkonferenz – mussten verschoben oder komplett abgesagt werden.

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Unlocking memories…in times of Corona

Youth exchanges in times of Covid-19 are something totally new. In the end of August, a group of youngsters from Greece went to Vlotho in Germany to attend the second part of the project „Unlocking memories – Remembering the past, Shaping the futurethat started 2019 in Greece. Valerios Tsournos, one of the participants lets us know more about his impressions.

Summer was almost finished but little did we know, our adventure started at the 27th of August. Arriving at the airport in Athens we met with one another and we instantly had a connection. Everyone was from different parts of Greece so we were strangers among us at first. By the time we arrived in Vlotho we knew each other’s names.

The youth exchange’s topic was: World War II, Remembering the Past, shaping the Future. The aim of the project was to acquire knowledge around WWII, to examine for example the Germans view of their history, to talk about details that for many of us were unknown till then. It’s a project of Gesamteuropäisches Studienwerk (GESW), EUphoria Youth Lab and Esplora from Greece, Germany and Italy. We were approximately 16 young people – half Greeks and half Germans. Unfortunately, the Italians had to cancel their journey to Germany at the last moment due to Covid-19. Through personal responsibility, social distancing, and thank to the organization that had everything prepared for us within the fancy accommodation including the health regulations, there were no health issues.

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