In den verrückten Bergen von Dadia

Eigentlich wollte Leonie Wagner (19) aus Bayern einen weltwärts-Freiwilligendienst in Ecuador machen – doch dann kam Corona. Stattdessen ging sie in die griechisch-türkische Grenzregion. Dort arbeitete sie im Dadia-Nationalpark am Erhalt der Geierpopulation und baute dafür auch Wolfszäune. Eine Erfahrung zwischen Offenheit und Einfachheit.

Ein Jahr raus. Raus aus der Komfortzone. Raus in eine andere Realität. Das wurde für Leonie Wagner im September 2020 wahr: Die 19-Jährige tauschte ihre bayerische Heimat gegen das 300-Einwohner Dorf Dadia im griechischen Evros, um in einem WWF-Projekt im Nationalpark zu arbeiten. Dort hieß es für sie nicht selten: um 4.30 Uhr aufstehen, mit dem Jeep ein bis zwei Stunden über Schotterpisten durch den Nationalpark und auf den Posten auf den Berg. Von da aus beobachteten sie und andere Freiwillige durch Ferngläser und Teleskope gefährdete Schmutzgeier oder zählten Geier-Nester und Küken – manchmal 30 Minuten, an anderen Tagen auch fünf Stunden. „Die Devise war, so lang zu bleiben, bis wir mindestens ein Exemplar gesehen hatten. Handyempfang gab es da oben nicht, aber das war auch das Befreiende daran“, erzählt Wagner. An anderen Tagen bauten sie Wolfszäune im Nationalpark. Das Ziel: mittags fertig sein, bevor die 30-Grad-Marke geknackt wurde.

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Der Seismograph der Armut

Bei ihrer täglichen Arbeit merken sie, wie die Menschen in Griechenland leiden: Die Organisation „Ärzte der Welt“ kümmert sich um die Vergessenen – Arme, Obdachlose, Flüchtlinge – und versorgt sie medizinisch. In den Krankenstationen könnten in Zukunft auch deutsche Freiwillige arbeiten.

Das Elend steckt in einer Zahl, versteckt auf einem Slide der Powerpoint-Präsentation: 34 Prozent. Dieser Anteil an Bedürftige, die im vergangenen Jahr in die Krankenstationen von „Ärzte der Welt“ kamen, waren Griechen. Die Organisation kümmert sich dort um sie. Untersucht Wunden oder verteilt Medikamente. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der griechischen Bedürftigen drastisch angewachsen.

Schon morgens stünden die Bedürftigen Schlange, um in der Athener Krankenstation behandelt zu werden, erzählt Michail Kalavritinos. Der Orthopäde aus Kleve stellt die Organisation der deutschen Delegation bei ihrem Besuch in Athen vor. Regelmäßig fährt er in seine Heimat Griechenland, um Menschen zu behandeln, die sich keine medizinische Versorgung leisten können. Pro Tag kommen etwa 200 Kranke in die Einrichtung in Athen.

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Ανταλλαγή κατά των προκαταλήψεων

Τις πρώτες ημέρες η Μαρία Μελικιδίου πίστευε πως όλοι την είχαν για τεμπέλα – λόγω του ότι είναι Ελληνίδα. Όταν η 23χρονη διηγούνταν 2 μήνες αργότερα την ιστορία, γελούσε: “Κάθε δύο λεπτά ρωτούσα: ‚Μπορώ να σας βοηθήσω?’” Εν τω μεταξύ τα έχει καταφέρει καλά στο Μπίλεφελντ, όπου εργάζεται με Άτομα με Αναπηρία στο κοινωνικό ίδρυμα Bethel, παίζει μαζί τους επιτραπέζια παιχνίδια ή βοηθάει ηλικιωμένα ΑμεΑ του ιδρύματος κατά τη διάρκεια του φαγητού. Και οι υπεύθυνοι εκτιμούν την εργασία της.

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