Freundschaft über alle Grenzen

In einem Camp in Neuruppin bei Berlin haben sich Jugendliche aus Deutschland, Frankreich und Griechenland Ende Juli getroffen, auch Flüchtlinge aus Russland und Syrien waren dabei. Impressionen aus Brandenburg.

Bunte Kunstwerke zu ernsten Gedanken
Die TeilnehmerInnen waren zu einem ganz besonderen Projekt ins ländliche Brandenburg eingeladen – in der Nähe des Dorfes Brunne sollte ein „interkultureller Pfad“ gestaltet werden. In verschiedenen Workshops beschäftigten die Jugendlichen sich zunächst mit den Themenblöcken „Europa“, „Krieg/Flucht“ und „Natur/Ökologie“. Dann ließen sie sich von ihren Sorgen, aber auch von ihren Hoffnungen zu künstlerischen Arbeiten inspirieren, die an einem etwa 500 Meter langen Waldweg angebracht wurden. Auf einer Bank, die am Ende des Pfades errichtet wurde, haben nun die BesucherInnen Gelegenheit, sich ihre eigenen Gedanken zu den angesprochenen Themen zu machen. Zukünftig wird der Pfad den Grundschulen der Umgebung zur Verfügung gestellt und von den SchülerInnen erweitert werden – aus dem ewoca³(+) – Projekt wird also ein „lebendes Kunstwerk“.

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Barrierearme Begegnungen auf Korfu

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Die Wilde Rose e.V. eröffnete barrierearmes Zentrum für deutsch-griechische Jugendbegegnungen in Dassia auf Korfu

Bereits im November 2014 waren sie mit dabei – im Rahmen des Deutsch-Griechischen Jugendforums, als sich etwa 120 Akteure des deutsch-griechischen Jugendaustauschs in Bad Honnef trafen: der Verein „Wilde Rose“, ganz genau formuliert „Wilde Rose e.V. Interkulturelles Jugendnetzwerk im Bund Deutscher Pfadfinder_innen (BDP)“. Mittlerweile ist ihr dort vorgestelltes Projekt realisiert: Das Wilde Rose Hotel.

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„Es ist ein Abenteuer hier“

Die evangelische Kirche in Athen organisiert einen Austausch zwischen deutschen und griechischen Jugendlichen – die jungen Deutschen lernen dabei viel über Griechenland.

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Internationale Jugendarbeit in der Krise? Jetzt erst Recht!

Anfang Juni hat eine hochkarätig besetzte Delegation aus Deutschland Athen und Thessaloniki besucht. Die ExpertInnen der internationalen Jugendarbeit haben sich vor Ort über die politische und soziale Situation in Griechenland informiert und Gespräche mit griechischen Projektpartnern der internationalen Jugendarbeit geführt. Unter anderem hat sich die Delegation mit Kelly Manoudi von unserem griechischen ewoca³(+)-Projektpartner Hellenic Youth Participation getroffen. Wir haben mit Kelly über den Besuch und die Situation der Internationalen Jugendarbeit in Griechenland gesprochen. 

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„die MASKE“: ein inklusives Theaterprojekt für deutsche und griechische Jugendliche

Jetzt anmelden: Das deutsch-griechische inklusive Theaterprojekt „die MASKE“ lädt nach Komotini.

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Struktur als Chance für kulturelle Bildung

Es gibt große Differenzen zwischen Deutschland und Griechenland in Bezug auf Jugendarbeit. Das verdeutlichte der griechische Jugendarbeiter Panos Poulos während des Fachtags „Kulturelle Bildung“ am 12. Mai in Bonn.

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Panos Poulos, FILOXENIA – Intercultural-Environmental Organisation, erklärt die „griechischen Verhältnisse“

Panos Poulos hat in den 1980er Jahren in Berlin politische Jugendbildung studiert, ging 1995 zurück nach Griechenland, um unter anderem als Streetworker und in europäischen Projekten tätig zu sein. Seine Rede war von den über 30 Teilnehmenden mit Spannung erwartet worden. Denn über seine Mitarbeit in der NGO Filoxenia und seine eigene Biografie gilt er als ausgewiesener Experte, die griechischen Bedürfnisse zu umzeichnen. „Was versteht man in Griechenland überhaupt unter dem Wort Jugendarbeit?“, lautete demnach auch seine Einstiegsfrage. Im aktuellen Prozess zur Etablierung des Deutsch-Griechischen Jugendwerks sind Unterschiede beim Verständnis solcher Begrifflichkeiten häufig festgestellt worden. Nun bekam die griechischen Perspektive ihren Raum. „Bildung in Griechenland ist Sache des Staats. Alles andere, was außerhalb davon liegt, bewegt sich meist auf dünnem Eis.“ Panos Poulos erklärte den Anwesenden die Hintergründe von kultureller Bildung – angefangen bei der verhinderten Freizeit für junge Menschen aufgrund des Schulsystems über die schlechte Ausstattung für schulische und außerschulische Freizeitmöglichkeiten bis hin zum größten Problem: der fehlenden übergeordneten Struktur. In diesem Punkt sahen demnach auch alle Anwesenden die entscheide Chance durch das Jugendwerk. Weiterlesen

„Es ist der einzige Weg“

Stöckel

Rolf Stöckel

Rolf Stöckel engagiert sich seit Jahren in deutsch-griechischen Projekten. Für die SPD saß Stöckel über zehn Jahre im Bundestag.  Mit agorayouth.com sprach er über seine ehrenamtliche Arbeit und die Situation nach der Wahl.

Herr Stöckel, Sie werden maßgeblichen Anteil an der Anbahnung des Deutsch-Griechischen Jugendwerks haben. Warum gerade Sie?

Es scheint mir wichtig zu sein, die kulturellen, strukturellen und politischen Unterschiede zu kennen und zu verstehen. Und das gerade vor dem Hintergrund einer noch unbewältigten Vergangenheit mit Stereotypen auf beiden Seiten. Die Finanzkrise mit ihren sozialen Folgen, insbesondere für die Jugendlichen in Südeuropa, stellt unser Verhältnis vor große Herausforderungen.

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Austausch wirkt!

Der 19-jährige Friedrich Kersting war zehn Monate lang in Athen. Dort hat er mit minderjährigen Flüchtlingen gearbeitet. Zurück in Deutschland hält er weiterhin Kontakt zu den Flüchtlingen, aber auch zu seinen griechischen Arbeitskollegen. Bei einem Ausflug konnten die Flüchtlinge ihre Sorgen ein bisschen vergessen.

Warum ihn die Zeit in Athen politisiert hat, erfahren sie in diesem Beitrag über deutsche und griechische Freiwillige.

Aufklärung für die Ausbildung

Die Frau braucht für ihre Berufsberatung keinen Schreibtisch. Auf dem Schulhof hilft Panagiota Styliara, wo sie nur kann. „Gemeinsam haben wir überlegt, welcher technische Beruf für den Freund meines Sohnes passen könnte“, erzählt die Deutsch-Griechin. Sie verständigte sich sofort mit der Deutsch-Hellenischen Wirtschaftsvereinigung (DHW). Und nun könnte es mit einem Praktikum in einer Kfz-Werkstatt klappen. Weiterlesen

Wassertrupp einsatzbereit! Wasser marsch! Wasser halt !….

Das waren nur wenige der Befehle, die am 5. November über den Vorplatz der Jugendfeuerwehr Dellbrück klangen. Die Löschgruppe Dellbrück ist eine von 26 Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr Köln. Eine 14-köpfige Delegationsgruppe des Youth Forums Bad Honnef hatte die Möglichkeit, die Arbeit der Jugendlichen vor Ort während ihrer Gruppenstunde kennenzulernen.

Feuer und Flamme trotz Regens: Die Freiwillige Feuerwehr in Köln-Dellbrück begrüßte griechische und deutsche Teilnehmer des Forums, darunter auch die Regierungsvertreter.

Feuer und Flamme trotz Regens: Die Freiwillige Feuerwehr in Köln-Dellbrück begrüßte griechische und deutsche Teilnehmer des Forums, darunter auch die Regierungsvertreter.

Bereitwillig beantworteten die Jugendlichen nahezu alle Fragen der deutsch-griechischen Delegation und begeisterten die Teilnehmer durch ihre selbstbewusste, gastfreundliche und offene Art: Von welchem Alter an können Jugendliche bei der Jugendfeuerwehr mitmachen? Darf man ab diesem Alter auch schon bei richtigen Notfalleinsätzen mitfahren? Können auch Mädchen bei der Jugendfeuerwehr mitmachen? Habt ihr besondere Events oder Feste? Aber auch komplexere Fragen wie Ausbildung, Unterschiede Freiwillige und Berufsfeuerwehr, persönliche Motive zum Eintritt in die Feuerwehr, Einsatzgebiete wie Brandbekämpfung und Schadwasserrückhaltung, Ruhezeiten oder Versicherungssystem wurden ausführlich erläutert. Anschließend führten die Jugendlichen auf dem Außengelände ein komplettes Manöver durch und erklärten den Teilnehmern die Gerätschaften.
In der Arbeitsgruppe des folgenden Tages wurden die gesammelten Eindrücke besprochen, die Unterschiede des deutschen und griechischen Rettungsdienstes verdeutlicht sowie Ansätze für einen Jugendaustausch skizziert.
Viele träumen davon, Feuerwehrmann zu werden. Dieser Wunsch ist gar nicht so fernliegend. Denn schon als Jugendlicher hat man die Möglichkeit bei der Jugendfeuerwehr mitzumachen oder den Ernstfall zu proben. Für den einen oder anderen Teilnehmer der Delegation ging hier sicherlich auch noch ein anderer Wunsch in Erfüllung: einen Feuerwehrwagen einmal ganz aus der Nähe zu erforschen. Wir sagen: Vielen Dank!

von Anja Hack,
Teilnehmerin beim Deutsch-Griechischen Jugendforum, Wirtschaftsjuristin bei „Lichtfänger“, Ansprechpartnerin für Inklusion, Kinder- und Jugendarbeit, Erneuerbare Energien, Umwelt, Erlebnispädagogik, eLearning, Internettechnologien, Outdoor, Ökologie, Alternativer Tourismus, Marketing

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