In einem Camp in Neuruppin bei Berlin haben sich Jugendliche aus Deutschland, Frankreich und Griechenland Ende Juli getroffen, auch Flüchtlinge aus Russland und Syrien waren dabei. Impressionen aus Brandenburg.

Bunte Kunstwerke zu ernsten Gedanken

Die TeilnehmerInnen waren zu einem ganz besonderen Projekt ins ländliche Brandenburg eingeladen – in der Nähe des Dorfes Brunne sollte ein „interkultureller Pfad“ gestaltet werden. In verschiedenen Workshops beschäftigten die Jugendlichen sich zunächst mit den Themenblöcken „Europa“, „Krieg/Flucht“ und „Natur/Ökologie“. Dann ließen sie sich von ihren Sorgen, aber auch von ihren Hoffnungen zu künstlerischen Arbeiten inspirieren, die an einem etwa 500 Meter langen Waldweg angebracht wurden. Auf einer Bank, die am Ende des Pfades errichtet wurde, haben nun die BesucherInnen Gelegenheit, sich ihre eigenen Gedanken zu den angesprochenen Themen zu machen. Zukünftig wird der Pfad den Grundschulen der Umgebung zur Verfügung gestellt und von den SchülerInnen erweitert werden – aus dem ewoca³(+) – Projekt wird also ein „lebendes Kunstwerk“.

Unterschiedliche Erfahrungen

Die Themen des Camps wurden für die TeilnehmerInnen im Austausch untereinander direkt erfahrbar. Die Jugendlichen stammten aus Deutschland, Frankreich und Griechenland, außerdem waren zwei Geflüchtete aus Russland und Syrien auf dem Camp mit dabei – from all over the world, wie es eine Teilnehmerin treffend formulierte. Abends am Lagerfeuer, auf Kanu- und Reittouren, beim Besuch in einem Flüchtlingsheim oder bei einem Ausflug zum Bundestag nach Berlin kamen die Jugendlichen ins Gespräch. Der Bundestag war vor allem für die syrische Teilnehmerin ein Ort mit großer Symbolkraft. Sie sah das Gebäude als Zentrum der Demokratie – was die anderen wiederum darüber nachdenken ließ, was für Unsicherheiten außerhalb Europas doch herrschen können.

Tränen beim Abschied

Und so entstand zwischen den TeilnehmerInnen schnell eine tiefe Vertrautheit. Unvergessen die abendliche Zeremonie, bei der sich ALLE Jugendlichen reihum mit einem Gute-Nacht-Kuss verabschiedeten! Es entstanden echte Freundschaften, sodass alle sich bereits auf das Wiedersehen im kommenden Jahr in Griechenland freuen.

Die beteiligten Organisationen: Interkulturelles Netzwerk e.V. (Neuruppin/Brandenburg), Décodanse (Sète/Frankreich), ZATHAY (Samothraki/Griechenland)

Fotos: IBB

 

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