Zusammen in die Zukunft

Tuttlingen und Trikala – auf den ersten Blick haben beide Städte nicht viel miteinander zu tun, außer, dass sie mit dem Buchstaben T beginnen. Das soll ein neues Austauschprogramm zwischen der Diakonischen Jugendhilfe Mutpol und dem Freiwilligen-Netzwerk aus Trikala nun endgültig ändern. Wir haben mit Dieter Kießling gesprochen, der den Austausch mitorganisiert hat.

Agorayouth: Herr Kießling, ganz grundsätzlich: Was tut die Diakonische Jugendhilfe „Mutpol“ in Tuttlingen genau? Mit welchen Jugendlichen wird dort gearbeitet?
Dieter Kießling: Mutpol – Diakonische Jugendhilfe e.V.“ ist eine Einrichtung, die Kinder, Jugendliche, Heranwachsende und deren Eltern mit vielfältigen Angeboten dabei unterstützt, aktiv am sozialen Leben teilzunehmen, soziale Anerkennung zu erlangen und schwierige Lebenssituationen zu meistern. Mädchen und Jungen – meist im Alter zwischen 6 und 18 Jahren – erhalten je nach Bedarf stationäre, ambulante oder flexible Hilfen, sei es in Wohngruppen, Tagesgruppen, im Betreuten Jugendwohnen, durch sozialpädagogische Begleitung der Familien oder durch zahlreiche weitere Angebote. Weiterlesen

Lesvos: Von Geflüchteten für Geflüchtete

Wer vor 2014 schon mal von der Insel Lesvos gehört hatte, war wohl ein Insel- oder Griechenlandliebhaber. Verändert hat diesen Umstand alles, als die Insel 2015 weltweit fast täglich in den Schlagzeilen genannt wurde: Auf dem Weg nach Europa betraten viele der Geflüchteten dort zum ersten Mal europäischen Boden. Ende Juni macht sich nun ein Fachkräfteaustausch vom Interkulturellen Netzwerk in Neuruppin auf, einen Blick hinter die im Zuge der sogenannten Flüchtlingskrise entstandenen Strukturen zu werfen.

Die Fakten sind schnell genannt: Lesvos liegt in nur wenige Kilometern entfernt von der Küste der Türkei. Noch heute kommen trotz des sogenannten Türkei-Abkommens täglich Schlauchboote mit Geflüchteten aus Syrien und anderen Ländern an und erreichen – sollte die Überfahrt gelingen – dort europäischen Boden. Auf der Insel werden die Neuankömmlinge in zwei sogenannte „Hotspots“ aufgeteilt. Ein Bereich kümmert sich um Familien; der Andere um alleinreisende männliche Geflüchtete – so die Theorie. Weiterlesen

3. Deutsch-Griechisches Jugendforum: Im Oktober nach Köln

Nach dem 2. Deutsch-Griechischen Jugendforum im März 2017 in Thessaloniki geht es 2018 in die Partnerstadt Köln: Beim 3. Jugendforum wird es um die Stärkung und Erweiterung von Partnerschaften und Förderung von Partizipation junger Menschen gehen. Wer kann teilnehmen und was ist geplant? Anmeldeschluss ist der 01. Juli 2018.

Ein Jahr nach dem 2. Deutsch-Griechischen Jugendforum in Thessaloniki laden das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, das Generalsekretariat für Jugend und Lebenslanges Lernen des Ministeriums für Bildung, Forschung und Religiöse Angelegenheiten in Griechenland, JUGEND für Europa und die Youth and Lifelong Learning Foundation, die Nationalagenturen beider Länder für das EU-Programm Erasmus+ Jugend in Aktion, sowie IJAB –Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland gemeinsam ein: Anlässlich der 30-jährigen Städtepartnerschaft Köln-Thessaloniki wird das 3. Deutsch- Griechische Jugendforum 2018 in Köln stattfinden.

Weiterlesen

Es war einmal. heute

Wie können junge Menschen aus dem gemeinsamen Erbe Deutschlands und Griechenlands schöpfen? Die Konferenz „Es war einmal. heute – Jugend im Fokus der deutsch-griechischen Beziehungen“ fand vom 28. bis 30. Mai in der bayrischen Landeshauptstadt München statt und versuchte Antworten zu geben. Ein Veranstaltungsbericht.

„Es gibt Otto den Bayern, der eine große Rolle in den deutsch-griechischen Beziehungen gespielt hat, es gibt Otto Rehagel und das erste Goethe-Institut der Welt hat 1952 in Athen eröffnet. Inzwischen haben mehr als 300.000 Griechen ihren Wohnort in Deutschland gefunden und das deutsche Wirtschaftswunder wäre ohne die Hilfe der griechischen Einwanderer nicht möglich gewesen“, zählte Thomas Thomer, Unterabteilungsleiter im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), die Erfolge in den Beziehungen beider Länder auf. Das BMFSFJ und das Ministerium für Bildung, Forschung und Religiöse Angelegenheiten der Hellenischen Republik hatten Multiplikatorinnen und Teamer von deutsch-griechischen Jugendbegegnungen eingeladen, sich zwei Tage lang auf der Konferenz „es war einmal. heute“ über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auszutauschen – und das im hellenistisch geprägten München. Weiterlesen

Antiker Mythos trifft auf heutige Realität: Filmprojekt des Benediktinergymnasiums Ettal

Odysseus, der Superheld in der griechischen Mythologie, wird zum modernen Flüchtling und mit ihm wird gleich der gesamte Heimatbegriff auf den Kopf gestellt. Die Idee dazu hatten die Altgriechischkurse 9A und 9B von Lehrer Roland Jurgeleit vom Benediktinergymnasium Ettal in Bayern. Herausgekommen ist ein sehenswerter Film, der – auf Altgriechisch mit Untertiteln– einige Male ein Schmunzeln ins Gesicht zaubert.

DSC_1187

Mit viel Witz und Leidenschaft für die antike Mythologie und die Feinheiten des Altgriechischen weckt Lehrer Roland Jurgeleit (Foto) vom Benediktinergymnasium Ettal auch bei seinen Schülern die Begeisterung. In seinem Unterricht heißt es nicht mehr nur Verbformen und Grammatik pauken, sondern das Ziel ist es, Autoren wie etwa Platon in ihren Ideen und Anschauungen zu verstehen und sich auch kritisch mit dem antiken Erbe auseinanderzusetzen. Nur so ist es möglich, dass seine Schüler dann auch einige der 12.200 Hexameterverse von Homers Odyssee auswendig lernten und einen eigenen Film drehten. Weiterlesen

Konferenzauftakt: es war einmal. heute.

Vom 28. bis 30. Mai wird die bayrische Landeshauptstadt München zum Zentrum des deutsch-griechischen Austausches: Die bilaterale Konferenz „Es war einmal. heute – Jugend im Fokus der deutsch-griechischen Beziehungen“ stellt die Frage: Was macht die Beziehungen der beiden Länder wirklich aus? Wie können junge Menschen aus dem gemeinsamen Erbe schöpfen und was brauchen sie, um den Weg zu einem solidarischen Europa zu ebnen? In den nächsten Tagen finden Sie einige Eindrücke von der Konferenz auf dem Blog.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und das Ministerium für Bildung, Forschung und Religiöse Angelegenheiten der Hellenischen Republik hatten Teamerinnen und Teamer von deutsch-griechischen Jugendbegegnungen eingeladen, sich zwei Tage lang über diese Fragen auszutauschen.
Weiterlesen

Sprachanimation im Deutsch-Griechischen Jugendaustausch: Wofür?

Einer Sprache näher kommen und einen Pool von Sprachanimateuren bilden – darum ging es bei einem Treffen der deutsch-griechischen Arbeitsgruppe „Sprachanimation“ Anfang April in Köln. Anastasia Protopsalti berichtet von den Ergebnissen der Fortbildung.

Jugendbegegnungen zwischen deutschen und griechischen jungen Menschen haben zum Ziel, Klischees und Vorurteile abzubauen, so dass sich die jungen Leute besser kennen lernen, dass sie die Geschichte und Kultur des anderen Landes kennen lernen, aber auch sie sich ihrer eigenen Geschichte und Kultur bewusster werden. Um das zu erzielen, ist die Sprache das Mittel dazu. Wenn aber nun einige der Teilnehmer die Sprache der jungen Menschen aus dem anderen Land nicht kennen, wie soll dann ein Kontakt hergestellt werden? Englisch können natürlich die meisten, aber eben nur die meisten, nicht alle. Und hier kommt die deutsch-griechische Sprachanimation ins Spiel… Weiterlesen

Fehler nicht wiederholen: Jugend gestaltet Zukunft

Erst im September 2017 war eine Gruppe Jugendlicher aus Kleve zu Gast im kretischen Viannos gewesen – Anfang Mai 2018 stand bereits der Gegenbesuch in Nordrhein-Westfalen an. Bereits seit sieben Jahren findet der Austausch zwischen dem Theodor Brauer Haus (TBH) in Kleve und der Gemeinde Viannos auf Kreta statt – eine Erfolgsgeschichte, die eng mit Lehrer Philipp Hartwig verknüpft ist.

Philipp Hartwig ist selbst ein Kretaliebhaber – ohne ihn und seine Inselliebe würde das Austauschprojekt sicher nicht im siebten Jahr stattfinden. Der gelernte Tischler ist seit 1994 als Ausbilder im Theodor-Brauer-Haus in Kleve tätig. Dort betreut er benachteiligte Jugendliche, die an einer einjährigen Maßnahme teilnehmen. „Früher waren es meist Auszubildende, die mit uns nach Kreta gefahren sind. Jetzt sind es Jugendliche aus der Maßnahme, da ist es schwieriger so einen Aufenthalt einzuplanen“, erzählt Hartwig. Für viele der Jugendlichen ist die Reise nach Kreta das erste Mal im Ausland: „So ein Austausch ist natürlich etwas, worüber viele noch Wochen oder Jahre später sprechen“. Weiterlesen

Zu Gast: Eine Woche in der deutschen Jugendmedienwelt

Bei dem Fachkräfteaustausch vom Pressenetzwerk für Jugendthemen mit griechischen Journalisten zeigte sich die ganze Vielfalt der Medienwelt in Deutschland – und das ohne den Raum Köln-Bonn zu verlassen.

„Lasst uns einen Austausch über Jugendmedien durchführen“, war die kurzfristige Verabredung, als eine griechische Fachkräftedelegation im Frühjahr 2018 in Bonn zu Besuch war und auch auf das Pressnetzwerk für Jugendthemen traf.“ So weit die Idee. Acht Wochen später, Ende April, standen fünf Journalistinnen und Journalisten und unser Partner Panos Poulos vom Verein Filoxenia als Dolmetscher auf dem Bonner Münsterplatz. Also los. Weiterlesen

Hamburg: Infotag Deutsch-Griechischer Jugendaustausch

Die Deutsch-Griechische Gesellschaft Hamburg e.V. in Kooperation mit dem Institut für Griechische und Lateinische Philologie laden interessierte Träger am 15. Mai zum Infotag Deutsch-Griechsicher Jugendaustausch ein. Weiterlesen