Griechische Kulturmanager und Deutsche Kulturorganisationen gesucht

Mit Kultur gegen Arbeitslosigkeit und für gute, junge, innovative Ideen in Griechenland. Dafür setzt sich die Robert Bosch Stiftung mit ihrem Programm „stART – Jugendkultur in Griechenland“ ein. Noch bis zum 31. Mai können sich griechische Kulturmanager und deutsche Kulturorganisationen für das Programm bewerben.

Die griechische Realität zu einer Positiveren machen. Das will die Robert Bosch Stiftung ab diesem Herbst wieder möglich machen und damit auch einen aktiven Beitrag leisten, um dem Trend entgegenzuwirken, dass immer mehr Hochschulabsolventen Griechenland den Rücken kehren. Dazu soll ein Wissenstransfer im Bereich „Kulturmanagement“ stattfinden – in Form eines mehrstufigen Fortbildungs- und Stipendienprogramms. Weiterlesen

Bonn – Kryoneri: Jugend und Kunst

Was auf dem 2. Deutsch-Griechischen Jugendforum begonnen hat, soll bereits Mitte Mai zu einem Fachkräfteaustausch führen: Martin Hermann vom Bonner Verein für Jugendförderung und Panos Poulos von der griechischen NGO Filoxenia in Kryoneri bei Korinth organisieren ihn. Im Sommer soll dann die Jugendbegegnung mit anschließender Rückbegegnung in Bonn folgen. Das Thema: Kunst und Natur. 

Agorayouth: Der Bonner Verein für Jugendförderung arbeitet bereits seit 1990 in der Unterstützung lokaler Vereine in ihrer internationalen Jugendarbeit. Wie kam denn die Kooperation mit Griechenland zustande?
Martin Hermann: Wir haben 50 Mitglieder, die haupt- oder ehrenamtlich in Sozial-, Kinder- oder Jugendorganisationen tätig sind oder waren. Wir glauben, dass internationale Jugendarbeit wesentlich zum friedlichen Miteinander der Kulturen beitragen kann und beraten und unterstützen deshalb bei der Planung und Antragsstellung. Es gibt bereits Kooperationen für Jugendbegegnungen und Fachkräfteaustausche mit Finnland oder Israel. Bei unseren Vereinen kam dann die Idee, stärkere Beziehungen zu Griechenland aufzubauen gut an und deshalb sind wir Anfang März zum 2. Deutsch-Griechischen Jugendforum nach Thessaloniki gefahren.

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Jugendherbergswerk: Mit der Jugend in die Pampa

Die ersten Schritte zum Aufbau eines griechischen Jugendherbergswerks mit deutscher Unterstützung wurden bereits beim ersten Deutsch-Griechischen Jugendforum 2014 in Bad Honnef gemacht. Für Agorayouth ziehen die beteiligten Akteure, Gunnar Grüttner vom Deutschen Jugendhebergswerk (DJH) und Panos Poulos von der griechischen NGO Filoxenia, eine Zwischenbilanz und erklären ihre Pläne für die Zukunft.

Agorayouth: Herr Grüttner, Herr Poulos, direkt im Anschluss an das Jugendforum in Thessaloniki sind Sie für einen study visit nach Deutschland geflogen, um Jugendherbergen anzuschauen – erst in Berlin und dann im unteren Weser-Ems-Land. Warum das?
Panos Poulos: So etwas wie das Deutsche Jugendherbergswerk gibt es in Griechenland noch nicht. Meine Organisation Filoxenia bietet allerdings bereits heute Seminare zu Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen für junge Menschen an. Wir haben ein eigenes Haus, in dem unsere Teilnehmer übernachten können. Ich kann mir gut vorstellen, darauf aufbauend eine Art Jugendherbergswerk zu etablieren.
Gunnar Grüttner: Ich bin beim DJH für internationale Kooperationen zuständig. Wir sind der Dachverband aller Jugendherbergen in Deutschland. In unseren Landesverbänden versammeln sich rund 500 Häuser. In Berlin habe ich einer etwa zehnköpfigen griechischen Hostel-Delegation eine unserer neuesten Jugendherbergen gezeigt. Und auch unser Verband im unteren Weser-Ems-Land möchte die Griechen gerne bei ihrer Aufbau-Arbeit unterstützen. Weiterlesen

Partner einladen und europäisch vernetzen!

Vom 28. bis 30. März 2017 findet in Düsseldorf der Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag (DJHT) statt. Die Veranstaltung ist auch für griechische Institutionen interessant. Als europäischer Partner deutscher Organisationen können sie zu vereinfachten Bedingungen am europäischen Fachprogramm europe@DJHT teilnehmen.

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Politische Bildung im Austausch

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend treibt den deutsch-griechischen Jugendaustausch durch Fachtage voran. Am 16. November standen Informationen rund um Politische Bildung im Deutsch-Griechischen Jugendaustausch im Fokus. Deutsche und griechische Akteure des Jugendaustauschs aus kulturellen Trägern, Behörden und Kommunen kamen in Bonn zusammen, um Konzepte zu entwickeln, mit denen sich der Austausch realisieren lässt. Und sie sensibilisierten für die Unterschiede zwischen beiden Ländern bei dem Thema. Politische Bildung in Deutschland hat ein anderes Fundament als in Griechenland. Das wurde allen Teilnehmenden klar. 

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Bonn: Nationaler Fachtag Politische Bildung

Im Rahmen der Weiterentwicklung und Intensivierung der jugendpolitischen Zusammenarbeit und Jugendmobilität mit Griechenland plant das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gemeinsam mit IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. und dem AdB –Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e.V. einen Fachtag mit den Akteuren des Jugendaustauschs in der politischen Bildung am 16. November 2016 in Bonn.

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Vorschläge vom Forum Erinnerung & Bildung in Lechovo

Auf dem Forum Erinnerung & Bildung im Märtyrerdorf Lechovo hat ein vielseitiger und konstruktiver Dialog stattgefunden. Das ist vor allem den Rednern und gehaltvollen Beiträge nder Teilnehmer zu verdanken. Während der vier Tage sind die folgenden Vorschläge entstanden, die die Erhaltung der Erinnerung, das Aufzeigen der Kriegsverbrechen sowie der Gräueltaten der deutschen Nazis in den Opferorten Griechenlands bekannter machen könnten und um diese Geschehnisse der Jugend von heute sowie den Bürgern von Griechenland, Deutschland und Europa näher zu bringen.

Der Kulturverein der Lechoviten „Profitis Ilias“ hat das Forum organisiert, mehrere Organisationen haben ihn dabei unterstützt. Finanziert wurde die Begegnung vom Deutsch-Griechischen Zukunftsfonds.

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Eine historische Sicht auf die deutsche-griechische Geschichte

Welche Rolle spielt die Besatzung Griechenlands im Zweiten Weltkrieg für die deutsche und griechische Erinnerungskultur? Dieser Frage ist Professor Constantin Goschler in einem Vortrag auf dem Fachtag Erinnerungsarbeit nachgegangen.

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Perspektiven einer deutsch-griechischen Erinnerungsarbeit

An dem Fachtag „Erinnerungsarbeit im deutsch-griechischen Jugendaustausch“ in der Gedenkstätte Ravensbrück setzten sich Fachkräfte und Akteure der Jugendarbeit aus beiden Ländern mit dem Thema auseinander. Erste Impressionen.

Albert Klein-Reinhardt eröffnete den Fachtag mit einer persönlichen Geschichte aus dem griechischen Opferdorf Chortiatis, das er mit einer Delegation im vergangenen Sommer besucht hatte. In Vorbereitung auf diesen Besuch habe er sich noch einmal sehr intensiv „mit den eigenen Fragen an die deutsche Geschichte“ beschäftigt. „Von Eltern und Großeltern gab es damals nicht viele Antworten“, sagte Klein-Reinhardt vom Jugendministerium. Die Kriegsverbrechen in Griechenland seien zu der Zeit nicht thematisiert worden.

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Albert Klein-Reinhardt vom BMFSFJ

In dem Opferdorf habe eine Diskussion mit Jugendlichen und Gemeindemitgliedern stattgefunden, erzählte Klein-Reinhardt. „Und wir haben erfahren, dass für die Menschen in Chortiatis die Wahrheit noch nicht deutlich genug ausgesprochen ist.“ Er berichtete von einer „großen Skepsis“ gegenüber einem Deutsch-Griechischen Jugendwerk.

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STEP-IN: Seminar für Multiplikatoren aus griechischen Märtyrergemeinden

In Griechenland gibt es mehr als 100 Märtyrergemeinden. Diese gelten als Orte des Grauens und haben stark unter der deutschen Nazibesatzung Griechenlands gelitten. Die Dörfer und Städte besitzen einen hohen Stellenwert für die griechische Gesellschaft, da sie die traumatische Erfahrung des Zweiten Weltkrieges und der Gräueltaten der Besatzer tragen – und das kollektive Gedächtnis Griechenlands, Deutschlands und Europas beeinflussen.

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Für Deutschland sind die griechischen Orte des Grauens auch von hoher Bedeutung, denn sie gelten als Anknüpfungspunkte für die Versöhnungsarbeit. Vor diesem Hintergrund entschied sich der Verein Filoxenia, ein Seminar für Multiplikatoren aus Märtyrergemeinden anzubieten. Die Arbeit des griechischen Staates im Bereich der Jugend funktionierte schon vor der Krise eingeschränkt und ist mit der Krise ganz verschwunden. Filoxenia hat sich zum Ziel gesetzt, Multiplikatoren mit dem nötigen Know-how und den richtigen Werkzeugen auszustatten, damit sie eigene Jugendprojekte starten. Außerdem sollen sie als Träger der örtlichen Zivilgesellschaft die Jugendarbeit vor Ort mitgestalten können.

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