Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesjugendministerium, Caren Marks, betonte im griechischen Bildungsministerium, was Deutschland für gute Erfahrungen mit den beiden bestehenden Jugendwerken gemacht habe.
Auf dem Weg zum Jugendwerk
Am 12. September 2014 unterzeichneten die damalige Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) und Griechenlands Botschafter S. E. Panayotis Zografos im Beisein des damaligen Bundespräsidenten, Joachim Gauck (parteilos) und dem Präsidenten der Hellenischen Republik, S. E. Karolos Papoulias im Berliner Schloss Bellevue eine gemeinsame Absichtserklärung zur Errichtung eines Deutsch-Griechischen Jugendwerks (DGJW). Am 04. Juli 2019 wird das Abkommen zur Errichtung des Jugendwerks in Berlin unterzeichnet. Am 1. April 2021 nimmt der Prozess der Anbahnung des Jugendwerks ein Ende, denn das DGJW nimmt mit Büros in Leipzig und Thessaloniki seine Arbeit auf, um Begegnungen junger Menschen und von Fachkräften aus Griechenland und Deutschland zu fördern.
Solidarität mit griechischen Startups
Junge Menschen wollen immer öfter ihr Glück selbst in die Hand nehmen und gründen ein Unternehmen. Doch die Krise macht ihnen zu schaffen. Solidarität kommt von zwei deutschen Gründern.
Seine Kunden stellten Fragen am Telefon – „als sei Krieg in Griechenland“, sagte Konstantinos Konstantinidis. Ob man noch Lebensmittel in den Supermärkten kaufen könne und wie die Situation auf den Straßen sei. Der 28-jährige Gründer versuchte seine Kunden aus Deutschland, Irland und der Schweiz zu beruhigen. Trotz der Proteste gegen die EU-Verhandlungen sei es für Touristen ungefährlich in seinem Heimatland.
Dieses Erlebnisse erzählte mir Konstantinidis für einen Bericht über die Situation der griechischen Startups, erschienen auf dem Online-Magazin Gründerszene vor ein paar Wochen. Die Gründer haben dabei nicht nur mit Touristen zu kämpfen, die einfach wegbleiben. Vielmehr läuft ihre Arbeit nicht mehr richtig. Sie können verschiedene Dienste nicht mehr bezahlen, beispielsweise die Kosten für ihre Server. Denn: Wegen der Kapitalverkehrskontrollen dürfen sie kein Geld mehr ins Ausland überweisen. Und viele junge Digitalunternehmen arbeiten mit verschiedenen Dienstleistungen, die sie aus dem Netz beziehen.
WeiterlesenEin Miteinander auf Augenhöhe
In der griechischen Opfergemeinde sprach Rolf Stöckel, der politische Beauftragte zur Anbahnung des Jugendwerkes, Anfang Juni vor den Gemeindemitgliedern darüber, wie ein Dialog auf Augenhöhe funktionieren kann. Die Rede im Wortlaut:
Thessaloniki will das Jugendwerk
Thessaloniki hat sich im vergangenen Jahr als „Europäische Jugendhauptstadt“ präsentiert. Erfahrungen, die auch für ein Jugendwerk hilfreich sein könnten. Die Organisatoren werben deswegen für Thessaloniki als Sitz eines Deutsch-Griechischen Jugendwerkes. Weiterlesen
Internationale Jugendarbeit in der Krise? Jetzt erst Recht!
Anfang Juni hat eine hochkarätig besetzte Delegation aus Deutschland Athen und Thessaloniki besucht. Die ExpertInnen der internationalen Jugendarbeit haben sich vor Ort über die politische und soziale Situation in Griechenland informiert und Gespräche mit griechischen Projektpartnern der internationalen Jugendarbeit geführt. Unter anderem hat sich die Delegation mit Kelly Manoudi von unserem griechischen ewoca³(+)-Projektpartner Hellenic Youth Participation getroffen. Wir haben mit Kelly über den Besuch und die Situation der Internationalen Jugendarbeit in Griechenland gesprochen.
„Nicht nur Austausch zur Freizeitgestaltung“
Im Bildungsministerium erklärte Dora Bei, wie die Jugendarbeit in Griechenland strukturiert ist. Die Krise habe die Themen der Arbeit verändert. Weiterlesen
Ein Jugendwerk gegen Arbeitslosigkeit
Sarantis Michalopoulos vom Nationalen Jugendrat forderte, Unternehmertum in der Jugendarbeit zu stärken.
Bei der Idee des Deutsch-Griechischen Jugendwerkes dürfe es nicht darum gehen, „allgemein über Freundschaft zu reden“, betonte Sarantis Michalopoulos, ein Vertreter des griechischen Nationalen Jugendrates. Er sprach während die deutsche Delegation Anfang Juni im griechischen Bildungsministerium war. „Wir haben klargemacht, dass personellen Fragen transparent geklärt werden müssen“, sagte das Vorstandsmitglied weiter.
WeiterlesenWas das griechische Referendum für das Jugendwerk bedeutet
Die Ereignisse in Griechenland haben sich in den vergangenen Tagen überschlagen. Viele der Engagierten fragen sich nach dem griechischen Referendum: Wie geht es weiter mit dem Deutsch-Griechischen Jugendwerk?
„Es gibt den starken Wunsch nach Zusammenarbeit mit deutschen Partnern“
Mit Kultur gegen Arbeitslosigkeit
Die Robert Bosch Stiftung leistet ab diesem Herbst einen aktiven Beitrag, um dem Trend entgegenzuwirken, dass Hochschulabsolventen Griechenland den Rücken kehren. Dazu soll ein Wissenstransfer im Bereich „Kulturmanagement“ stattfinden – in Form eines mehrstufigen Fortbildungs- und Stipendienprogramms. „stART – Jugendkutltur in Griechenland“ ist nun angelaufen. Es qualifiziert griechische Hochschulabsolventen zu internationalen Kulturmanagern, die sich mit innovativen Jugendkulturprojekten auseinandersetzen sollen.
Hier finden Sie weitere Informationen – und den OpenCall_ stART zum Start des Projektes.
„Ziel des Programms ist es, die Eigeninitiative von Berufseinsteigern im Kulturmanagement zu fördern, Jugendlichen kulturelle und gesellschaftliche Partizipation zu ermöglichen und den Zusammenhalt in Europa zu stärken“, beschreibt die Stiftung das Programm. Das besonders gute: Die Interessierten können sich in Deutschland weiterbilden und nachhaltige Vernetzungen aufbauen. Die Projekte werden dann in Griechenland realisiert – und das alles ordentlich gefördert.
„stART“ wird von der Robert Bosch Stiftung in Kooperation mit dem Goethe-Institut Thessaloniki und der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. durchgeführt
— english version
“stART” is a training and fellowship program for Greek graduates seeking an advanced level of qualification in international cultural management. The program supports up-and-coming cultural managers who wish to start youth culture initiatives in their local communities. The aim of stART is to promote individual initiative among young people in Europe.
stART is a program of the Robert Bosch Stiftung conducted in cooperation with the Goethe-Institut Thessaloniki and the Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. (German Network of Community Art Centres).
What does stART offer?
By applying to stART you will have the opportunity to be one, out of up to 30 fellows travelling to Germany in fall 2015 in order to take part in a:
– 2 week training program in Berlin and Stuttgart, offering capacity building in project management, public relations and fundraising
– 4 week job shadowing, offering first hand insight into the work of Community Art Centres and cultural initiatives in Germany, including the possibility of organizing a small scale youth culture project with a budget of up to Euro 1500 being provided
Having successfully completed the capacity building program you are eligible to apply for one, out of 12, half-year fellowships, starting December 2015,
Which will offer you the opportunity to:
– Start your own youth cultural initiative in Greece, with a project budget of up to Euro 10 000 being provided, which shall be supplemented by further funds raised by yourself
– Take part in the closing festival and present your project to a broad public and possible future sponsors
All stART fellows will receive a monthly subsistence of Euro 800. In addition, accommodation in Germany will be provided through the program. The program language is English.
Quelle: Robert Bosch Stiftung
