Thessaloniki hat sich im vergangenen Jahr als „Europäische Jugendhauptstadt“ präsentiert. Erfahrungen, die auch für ein Jugendwerk hilfreich sein könnten. Die Organisatoren werben deswegen für Thessaloniki als Sitz eines Deutsch-Griechischen Jugendwerkes.

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Bürgermeister Boutaris begutachtet die Gastgeschenke

Er ist ein Freund klarer Worte. „Ich werde bei Minister Baltas nicht darum bitten, ich werde es verlangen“, sagte Giannis Boutaris, der Bürgermeister von Thessaloniki. Obwohl es erst einen groben Plan für das Deutsch-Griechische Jugendwerk gibt, wirbt Boutaris bereits für Thessaloniki als Standort für die Institution. „Wenn es gut läuft, könnte das ein Signal für das ganze Land sein“, sagte Boutaris der deutschen Delegation im Rathaus.

Und das es gut läuft, davon ist Boutaris überzeugt. Denn Thessaloniki ist nicht nur eine Studentenstadt mit vier Hochschulen und Tausenden von Studenten – im vergangenen Jahr habe es auch ein beeindruckendes Programm anlässlich der „Europäischen Jugendhaupstadt 2014“ auf die Beine gestellt. Nun sei die Infrastruktur und das Wissen in der Stadt vorhanden. Optimale Voraussetzungen, um in der Stadt das Deutsch-Griechische Jugendwerk anzusiedeln.

Die Jugendlichen kommen zu Wort

Mit dieser Forderung ist der Bürgermeister nicht allein. Maria Paschalidou setzte sich ebenfalls dafür ein. Paschalidou hatte im vergangenen Jahr das Programm für die Jugendhauptstadt mitorganisiert. „Wir könnten dafür kandidieren, dass der Sitz hierher kommt“, sagte sie den Teilnehmern der deutschen Delegation bei einem Gespräch.

Zahlreiche Projekte stellte die Organisation im vergangenen Jahr im Rahmen der Jugendhauptstadt auf die Beine. Gemeinsam mit Jugendlichen gestalteten sie einen Comic über die Geschichte der Stadt. Das Engagement der Jugendlichen war überwältigend, erzählte die Organisatorin. Und es hatte einen weiteren Effekt: Die Jugendlichen merkten plötzlich, dass ihre Stimme doch ein Gewicht in der Stadt hat. „Bis dahin wurden diese jungen Leute nie nach ihrer Meinung gefragt“, sagte Maria Paschalidou.

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Maria Paschalidou (rechts) mit Gespräch mit einer Delegationsteilnehmerin

Die vielen Veranstaltungen in der Stadt hätten dabei noch einen weiteren positiven Effekt gehabt. Sie hätte die lokale Wirtschaft angekurbelt, die so händeringend auf Kundschaft angewiesen sei. Das Event wurde unter anderem mit den Spenden von Unternehmen finanziert.

Langfristiges Engagement

Mit der Veranstaltung der Jugendhauptstadt sollen die Partizipationsmöglichkeiten der Jugendlichen allerdings nicht aufhören. Die Organisation von Maria Paschalidou arbeitet daran, dass im September ein großes Jugendzentrum in Thessaloniki eröffnet wird. In einem Radio-Studio können die Jugendlichen dann, ihren eigenen Radio-Sender gestalten – und lernen gleichzeitig, wie ein Web-Radio funktioniert. Durch Workskops sollen sich die Jugendlichen  außerdem mit Themen wie Urban Gardening beschäftigen.

In einem Café haben sie die Möglichkeit Filme zu schauen und sich mit ihren Freunden, die Zeit zu vertreiben. Für das Projekt hat die Organisatorin verschiedene erfahrene Unterstützer und Helfer finden können.

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Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz. Foto: Caspar Tobias Schlenk

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