In den Osterferien trafen sich 16 griechische Jugendliche aus dem griechischen Korfu sowie 24 Jugendliche aus Deutschland zu einem internationalen Tanzworkshop auf der Burg Waldeck im Hunsrück. Veranstalter war die Wilde Rose e.V. – interkulturelles Jugendnetzwerk im BDP gemeinsam mit dem Kulturverein Metron.
Allgemein
Ein Haus für alle
Die letzten Stunde vor der Abreise gingen die Jugendlichen auf Zeitreise durch die vergangenen Jahrzehnte. Im Leipziger Mehrgenerationenhaus „Haus Steinstraße“ sprachen sie mit Bereichsleiter Michael Rausch darüber, wie Jugendarbeit auch ohne Unterstützung durch den Staat funktionieren kann.

11 Räume auf fünf Etagen – von der offenen Keramikwerkstatt im Hof des Hauses, über den Tanzsaal und das Jugendcafé Yellow mit Spielzimmer und Computerecke bietet das sozio-kulturelle Zentrum Haus Steinstraße sowohl für Kinder, als auch Jugendliche, Erwachsene, Senioren und Familien etwas an. In der zweiten Etage befinden sich ein Atelier und die Werkstatt des Bleilaus Kinder- und Jugendverlags, die dritte Etage gehört dem DachKino, der Medienwerkstatt und einem Musikzimmer. Noch eine Etage höher ist der Theatersaal. Die Idee: Jeder ist willkommen, jeder kann sich hier mit seinen Ideen einbringen. Weiterlesen
Umwelt geht alle an
Kaum ein Thema wird in letzter Zeit so kontrovers diskutiert wie die Umwelt und der Klimawandel. Proteste von Schülern, Warnrufe von Wissenschaftlern und Debatten über effektive Lösungen sind für die Teilnehmer des Jugendbarcamps Anlass genug, dem Helmholtz Zentrum für Umweltforschung in Halle einen Besuch abzustatten.

„Es ist nicht normal, dass wir Mitte April schon 25 Grad haben“, sagte eine deutsche Teilnehmerin. „Oder wir in Athen Minusgrade“, ergänzt eine Teilnehmerin aus Griechenland. Dass das Thema Umwelt eine große Rolle in beiden Ländern spielt, weiß auch Natali Petala-Weber, die bei IJAB für Griechenland zuständig. „Die Umwelt ist ein großes Thema für uns. Es wird wahrscheinlich auch der Schwerpunkt zukünftiger Projekte sein“, sagte sie. Weiterlesen
Umfrage: Dadurch fühlen sich Deutsche und Griechen verbunden
Vier Tage reger Austausch vergingen wie im Flug. Was bleibt und wo sie die größte Verbindung zwischen deutschen und griechischen Jugendlichen sehen, erzählen einige der Teilnehmer in unserer Umfrage am letzten Tag des deutsch-griechischen Jugendbarcamps.
„Ich habe den Eindruck, dass es sehr viele Gemeinsamkeiten gibt, auch wenn man in sehr verschiedenen Ländern lebt. Für alle ist zum Beispiel der Klimawandel wichtig. Das ist ein Thema, genauso wie die Freundschaft. Es gibt sehr ähnliche Anliegen, die alle betreffen.“
Tilemachos Boni (23) Weiterlesen
Impressionen von Tag 2
Tag 2 des Deutsch-Griechischen Jugendbarcamps in Leipzig begann mit Sonnenschein, Sessions rund um Partizipation, Sprachanimation, Inklusion und Europa und seine (moralischen) Grenzen. Am Nachmittag wurden die Ergebnissen der Anakalypse präsentiert und die sächsische Messestadt zu Fuß erkundet. Die Themen: Leipzig im Jahr 1989, Musik und Kunst, Jüdisches Leben und alternative Subkulturen. Der Tag in Bildern.
Fotos: Luca Samlidis, Maxi Köhler, Christian Herrmann, Lisa Brüßler
Auf den Spuren der Leipziger
Zehn deutsche und griechische Jugendliche sind beim Barcamp auf Erkundungstour nach typischen Leipziger Eigenarten gegangen. Das Ziel: Eine gemeinsame Liebeserklärung an die Stadt. Was Fahrradwege und Balkone damit zu tun haben, hat Luca notiert.
Eine dichte Wolkendecke und Regentropfen erwarten die zehn Jugendliche am Samstagnachmittag, als sie das Kongresszentrum in Leipzig verlassen. Es ist ein grauer Tag. Die Sonne versteckt sich hinter der dunklen Wolkenwand, Regengeruch liegt in der Luft. Dennoch: Die jungen Deutschen und Griechen lassen sich nicht davon abhalten, sich auf die Suche nach dem zu machen, was „Typisch Leipzig“ ist. Besonders die griechischen Jugendlichen sind gespannt – es ist für viele die erste Reise außerhalb Griechenlands. Leipzig ist für sie bislang nicht mehr als ein Städtename. Weiterlesen
„Ihr habt ein Recht darauf, bei den UN präsent zu sein!“
Nikolas Karanikolas ist einer der beiden deutschen Jugenddelegierten der United Nations und Halbgrieche. Auf dem Barcamp sprach er über seine Beziehung zu Griechenland und warum jedes Land das Jugenddelegierten-Programm braucht.
Einmal vor den Vereinten Nationen in New York sprechen – diese Gelegenheit bekommen die Jugenddelegierten zur Generalversammlung der Vereinten Nationen. In einem Workshop auf dem Deutsch-Griechischen Barcamp haben die beiden deutschen Jugenddelegierten Josephine Hebling und Nikolas Karanikolas sich und das Jugenddelegiertenprogramm vorgestellt und gemeinsam mit den Teilnehmenden Forderungen vorbereitet. Weiterlesen
Von Kindesbeinen an
Ioannis Kanlis ist in Athen aufgewachsen und lebt in Thessaloniki. Im vergangenen Jahr verreiste der 24-Jährige zum ersten Mal. Seine Reisen haben ihn geprägt – so sehr, dass er sich wünscht, dass Austausche schon ab dem Grundschul-Alter stattfinden.

Zum ersten Mal verreist ist der 24-jährige erst 2018: Er verbrachte einige Zeit in Polen und besuchte Dresden. Nun, ein Jahr später, führt ihn sein Weg mit dem deutsch-griechischen Jugendbarcamp in Leipzig wieder in den Osten Deutschlands. Seine erste Reise nach Polen ist ihm in bester Erinnerung geblieben – auch wenn dort mehr gearbeitet wurde, als dass es Urlaub war. Weiterlesen
Tag 1 in Bildern
Über 120 Jugendliche sind zum deutsch-griechischen Jugendbarcamp nach Leipzig gekommen. Nach einem ersten Kennenlernen startete das Programm mit einer Podiumsdiskussion. Am Nachmittag begann das Barcamp: Europa, Duale Ausbildung, Inklusion, Sprachenlernen – die Themen des Camps legten die Jugendlichen selbst fest. Mit einer Anakalypse, einer deutsch-griechischen Stadterkundung, endete der Barcamp-Samstag in der sächsischen Hauptstadt.
Fotos: Luca Samlidis, Lisa Brüßler, Christian Herrmann
Jugendbarcamp eröffnet: Für ein besseres Europa
Kurz vor den Europawahlen kamen 120 deutsche und griechische Jugendliche in Leipzig zusammen, um mit Bundesjugendministerin Franziska Giffey und Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung beim Jugendbarcamp „Hallo Leipzig! Wie geht’s dir Europa?“ über nichts Geringeres zu diskutieren als – die Zukunft des Kontinents.
„Ich wünsche mir, dass es in fünf Jahren einen ganz selbstverständlichen Austausch und eine intensive Partnerschaft in einem deutsch-griechischen Jugendwerk gibt“, ließ sich Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) am Samstagmittag einen persönlichen Wunsch entlocken. Noch bis Montag diskutieren 120 Jugendliche aus beiden Ländern unter dem Motto „Hallo Leipzig! Wie geht’s dir Europa?“ ihre Themen rund um ihre Heimatländern, Europa und die Zukunft. Weiterlesen