Wer vor 2014 schon mal von der Insel Lesvos gehört hatte, war wohl ein Insel- oder Griechenlandliebhaber. Verändert hat diesen Umstand alles, als die Insel 2015 weltweit fast täglich in den Schlagzeilen genannt wurde: Auf dem Weg nach Europa betraten viele der Geflüchteten dort zum ersten Mal europäischen Boden. Ende Juni macht sich nun ein Fachkräfteaustausch vom Interkulturellen Netzwerk in Neuruppin auf, einen Blick hinter die im Zuge der sogenannten Flüchtlingskrise entstandenen Strukturen zu werfen.
Die Fakten sind schnell genannt: Lesvos liegt in nur wenige Kilometern entfernt von der Küste der Türkei. Noch heute kommen trotz des sogenannten Türkei-Abkommens täglich Schlauchboote mit Geflüchteten aus Syrien und anderen Ländern an und erreichen – sollte die Überfahrt gelingen – dort europäischen Boden. Auf der Insel werden die Neuankömmlinge in zwei sogenannte „Hotspots“ aufgeteilt. Ein Bereich kümmert sich um Familien; der Andere um alleinreisende männliche Geflüchtete – so die Theorie. Weiterlesen

