Καλή αρχή: Teil Vier der Umfrage zum Start des DGJW

Das Deutsch-Griechische Jugendwerk (DGJW) ist seit April 2021 Realität. Was hat in den ersten Wochen Arbeitsaufnahme in Leipzig und Thessaloniki. gut funktioniert, was muss noch besser werden? Der letzte Teil der Umfrage unter den Organisationen auf agorayouth, unter anderem mit Stimmen der Deutschen Sportjugend (DSJ), von HI Greece und Euphoria Youth Lab.

© HI Greece

„Wir freuen uns, dass das DGJW gegründet ist und hoffen auf eine gute und konstruktive Zusammenarbeit mit unseren Partnern in Deutschland. Es ist erfreulich, dass im April 2021 die Büros in Thessaloniki und Leipzig nach langjähriger Verhandlungszeit für die Gründung ihre Arbeit aufgenommen haben. Die Bereitschaft des Personals, die Träger in beiden Ländern zu ermutigen und unterstützen freut uns. Verbessert werden könnte das Online-Antragsstellungsverfahren.

Das DGJW sollte den Jugendaustausch, den Freiwilligendienst und die Fachkräfte der Jugendarbeit vor allem in Griechenland unterstützen. In unserem Land gibt es außer EU-Mobilitätsprogrammen wie z.B. Erasmus+ kaum Strukturen für die Förderung von Jugendaustauschen. Das DGJW ist somit eine wichtige Fördermöglichkeit für Griechenland. 

Der Griechische Jugendherbergsverein HI-Greece wird im Juli dieses Jahres ein Austauschprojekt mit dem Deutschen Jugendherbergswerk (DJH) durchführen. Dieses Projekt versteht sich als eine Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit der vergangenen Jahre mit dem DJH. Wir planen für die Zukunft eine Vertiefung der Kooperation mit dem DJH-Regionalverband Unterweser-Ems in Norddeutschland im Bereich Fachkräfteaustausche und Freiwilligendienste. Und natürlich streben wir noch weitere Kooperation mit Trägern in Deutschland an.“

Alexis Zafeiris, Griechischer Jugendherbergsverein HI Greece


© dsj

„Als Deutsche Sportjugend sind wir sehr glücklich darüber, dass nach langer konstruktiver Begleitung das Deutsch-Griechische Jugendwerk die Arbeit aufgenommen hat und freuen uns darüber, zusammen mit unseren Mitgliedsorganisationen und interessierten Sportvereinen aus ganz Deutschland, die Freundschaft zwischen Deutschland und Griechenland weiter zu festigen und zu vertiefen.

Aufbauend auf den positiven Erfahrungen im KJP-Sonderprogramm des BMFSFJ ist es gelungen, trotz der kurzen Antragsfrist und der noch offenen Fragen, die bei der Gründung eines neuen Förderverfahrens aufkommen, erste Maßnahmen durch unsere Träger im Mai durchführen zu können und weitere Maßnahmen für 2021 zu unterstützen. 

Die Pandemie hat auf allen Seiten Anpassungen und neue Denkweisen gefordert und gefördert. Wir haben das Gefühl und die Zuversicht, dass ein dynamisches und kreatives Team auf Seiten des DGJW diese Herausforderungen meistert und wir gemeinsam mit ihnen und unseren Trägern großartige Maßnahmen in den nächsten Monaten in Deutschland und Griechenland unterstützen können. 

Als Zentralstelle ist es uns wichtig, dass unsere Träger gut informiert und bürokratiearm unterstützt werden. Auch ihre aktive Einbindung in die Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen ist uns ein wichtiges Anliegen. Es ist für viele Träger von hoher Bedeutung, die Inhalte der Begegnungen konzentriert anzugehen und sich nicht über die Maßen mit bürokratischen Schwierigkeiten und unhandlichen Antragsformularen beschäftigen zu müssen.

Am Ende müssen ehrenamtliche Abteilungsleiter*innen, Übungsleiter*innen oder Geschäftsführer*innen in der Lage sein, Maßnahmen durchführen zu können, die einen Mehrwert für die beteiligten Vereine und die Deutsch-Griechische Freundschaft schaffen.“

Kiki Hasenpusch, Mitglied im dsj-Vorstand und im Aufsichtsrat des DGJW


© agorayouth

„Ende der 1980er Jahre begannen wir als Mitarbeiterinnen der Evangelischen Jugend Nürnberg Jugendaustausche mit der Stadt Distomo in Böotien/Zentralgriechenland zu konzipieren, zu organisieren und zu verwirklichen. Wir starteten damals mit viel Engagement und wenig Wissen über Verwaltungsabläufe und Finanzierungsmöglichkeiten. Motiviert hatte mich der Wunsch, die Geschichte des SS-Massakers vom 10. Juni 1944 und die Lehren daraus den Nürnberger Jugendlichen, ihren Familien und der Öffentlichkeit nahezubringen. Wir wollten Jugendlichen Begegnung, Austausch und gemeinsame Erfahrungen ermöglichen und dazu beitragen, Vorurteile zu überwinden und Annäherung, Freundschaft und vielleicht auch so etwas wie Versöhnung zu erleben.

In all den Jahren – bis Mitte der 2000er – stießen wir bei der Finanzierung und damit bei der Planbarkeit der Maßnahmen immer wieder an Grenzen. Besonders schwierig war es, Fahrtkosten für die Partnergruppen zu bezuschussen. Einiges konnte durch Spenden und kirchliche Zuschüsse aufgefangen und ermöglicht werden, wofür ich heute noch dankbar bin. 

Schon vor 2014 hörte ich von der Idee eines Deutsch-Griechischen Jugendwerks und war aufgrund meiner früheren Erfahrungen sofort davon überzeugt, dass nur mit einer solchen Einrichtung der deutsch-griechische Jugendaustausch dauerhaft stabilisiert und verstetigt werden kann. Es war schön, zu beobachten, wie sich aus dem Netzwerk von anfangs wenigen Projekten, auf dem Weg zum DGJW das Feld des Jugend- und Fachkräfteaustausches  immer mehr ausweitete und zahlreiche neue Zielgruppen und Themenfelder erschlossen werden konnten. Ich bin froh darüber, dass ich als Beobachterin und Unterstützerin dabei sein durfte.

Dem DGJW und seinen Mitarbeitenden wünsche ich eine kontinuierliche, von pädagogischer Fachlichkeit geprägte Arbeit, die unbeirrt und konsequent ihren Weg geht. Gleichzeitig wünsche ich Offenheit, Flexibilität und Neugierde gegenüber neuen Entwicklungen und Weichenstellungen. Ich freue mich, wenn ich auch künftig Gelegenheit haben werde, in dem entstandenen Netzwerk mitzuwirken, meine Erfahrungen und Fachlichkeit einzubringen und damit die Arbeit des DGJW zu unterstützen.

Gerade in Zeiten politischer Polarisierung halte ich das DGJW für eine wichtige Einrichtung, um den deutsch-griechischen Jugendaustausch zu inspirieren und für die Zukunft abzusichern. In Zeiten wie diesen sind Begegnung, Völkerverständigung und Versöhnung nötiger denn je. „Καλή αρχή““

Brigitte Spuller, Diplom-Sozialpädagogin und Mediatorin in Nürnberg


© Euphoria Youth Lab

„All of us here in Euphoria are very excited that DGJW has finally started! The implementation of Greek-German projects is a reality now and we are looking forward to starting our first youth exchange under the new frame. The staff are also young people like us, they seem very motivated and ready for work!

Every start is a difficult one for sure and we understand this totally. What worked well so far is the communication and the fact that the results of the projects were announced earlier than expected. This gave us the time to plan our activities with less stress. What needs to be improved is the way that we submit the applications. It is better to find a way to submit our applications online and not to waste time by sending them by post.

Another part that needs to be improved is the connection between the organizations and the DGJW. A future forum or a conference (offline of course) would be very useful and we will have the opportunity to expand our network.

I read in the status of DGJW that there will be two ambassadors of DGJW from both sides. I found this really interesting and I would like to see how this is going to work. We have three projects approved as a host and two as a guest. Our projects in Greece will take place in various locations depending on the topic of the project. The main challenge is the pandemic again and how this is going to impact our activities, especially the participation of young people that are not vaccinated so far.“

Kelly Manoudi, Euphoria Youth Lab Athens

Umfrage: agorayouth

Hier geht es zu Teil Eins der Umfrage. Teil Zwei finden Sie hier und Teil Drei unter diesem Link. Kommende Woche berichtet Generalsekretär Gerasimos Bekas von den ersten Schritten des Jugendwerks im Neuland, Herausforderungen und, was noch für das restliche Jahr 2021 geplant ist.

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