BarCamp: Kommunikation statt Provokation

In Zeiten, in denen weltweit Populismus und Extremismus zunimmt, scheint gelungene Kommunikation wichtiger denn je. Antonis Bertos von Connect Athens setzt sich mit Workshops zu gewaltfreier Kommunikation dafür ein, sich gegenseitig besser zuzuhören und Raum für Gefühle und einen Dialog zu geben. Einen kleinen Einblick in diese Philosophie gibt er bei seiner Barcamp-Session auf dem Jugendforum.

 „Atmet ein, achtet auf euren Körper – wie fühlt ihr euch heute?“ eröffnet Antonis Bertos seinen Workshop. In einem kleinen Kreis stehen die Teilnehmer aus Griechenland und Deutschland beisammen und haben nach den ersten trubeligen Tagen des Jugendforums einmal Zeit, in sich hineinzuhören. Während sie den Anleitungen von Antonis folgen, laufen sie durch den Raum und lockern sich auf, denn als Psychologe weiß Antonis: „Häufig vergessen wir, auf unseren Körper zu achten. Es ist wichtig, dass das Körperbedürfnis uns bewegt. Unser Körper weiß von sich, was er tun kann und möchte.“ Schon allein das Schließen der Augen kann da die Wahrnehmung verändern: „Man vergisst die Welt um sich herum ein wenig“, sagt Thanasis Tsaldaris.

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Survey No3: What are your wishes about the upcoming youth office?

The third day was another great experience for all the participants as they had the opportunity to continue their BarCamp sessions by discussing their preferable topics and thenwent to places in Cologne to get into thelocal work in terms of youth.

20181024_124540“I represent Generation 2.0 RED, an organization which is working for the integration of refugees, immigrants and young people who are the second generation in Greece.  Our point is that we would like to see a clear reconciliation effort between the two countries, knowledge and technic sharing in integration topics. We believe that Germany has the knowledge of dealing with different social groups which is really important for us. For sure, the Greek-German youth office will be an improvement of our relationships but we are waiting for the real actions and strategies. I think that the majority of the organizations which work on exchange programs need to see from this association some financial support which will give to our actions some kind of stability and in this way, we will be able of building capacity.”
Thanasis Tsaldaris, Generation 2.0 RED
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Die Perspektive wechseln

Bunte Flyer, Poster und Sticker schmücken den Kellerraum der Jugendherberge in Köln. Mehre Tische sind aneinander gereiht, Infomaterialien liegen bereit und langsam füllt sich der „Markt der Möglichkeiten“ auch mit Besuchern. Hier soll es am Abend des zweiten Tages die Chance geben, einen Überblick über die Vielzahl an Jugendprojekten zu gewinnen und einzelne Aktionen genauer kennenzulernen. Hinter und vor den Infotischen stehen dafür die jeweiligen Ansprechpartner der Projekte für Fragen bereit. Mit zwei von ihnen haben wir gesprochen.

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Felix Heins’ Engagement in der Geflüchtetenhilfe in Griechenland hat auf Lesbos begonnen, heute arbeitet er bei der Organisation Arsis in der Epirus-Region. Von juristischer Hilfe, über psychosoziale Hilfe bis hinzu „child friendly spaces“ und Sprachunterricht setzt die Arbeit von Arsis überall dort an, wo gerade akut Hilfe benötigt wird, erzählt er.

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Leipzig als Schmiede internationaler Jugendbegegnungen

Als zukünftiger deutscher Standort für das Deutsch-Griechische Jugendwerk kommt Leipzig eine besondere Rolle in Jugendaustauschprogrammen zwischen den beiden Ländern zu. Auf dem 3. Deutsch-Griechischen Jugendforum stellte Jessica Reinsch vom soziokulturellen Zentrum – Die Villa zwei Pilotprojekte der internationalen Jugendarbeit aus der ostdeutschen Stadt vor.

„Wir weit weg“: Jugendliche organisieren Erasmus-Austausche
Seit 2015 organisiert die Kindervereinigung Leipzig e.V. mit ihrem Projekt „Wir weit weg“ über Erasmus+ internationale Jugendbegegnungen an mittlerweile sieben Schulen. Das Besondere dabei: Schüler werden aktiv in alle Planungsprozesse eingebunden. „Wir weit weg“ richtet sich an Jugendliche, die an ihrer Schule einen Abschluss nach der zehnten Jahrgangsstufe machen. Je zwei ehrenamtliche Coaches werden pro Schule eingesetzt. Gemeinsam mit den Jugendlichen suchen sie ein Projekt-Thema, zum Beispiel Recycling, Hip-Hop, Essen oder auch geschichtliche Aufarbeitung und ein europäisches Land aus, in dem die Jugendbegegnung stattfinden soll. Die Schüler erstellen dabei eigene Activity-Pläne und ihre Coaches achten auf die Vorgaben für den Erasmus-Antrag. Wichtig für das Projekt ist der Peer-to-Peer-Ansatz: Zwischen Coaches und Jugendlichen soll eine Vertrauensbasis und keine Hierarchie stehen. Während der Reise in das Austauschland sind die Coaches dann ohne zusätzliche Betreuung durch Lehrkräfte mit den Jugendlichen unterwegs. Weiterlesen

Fishbowl: #myeurope? (DE/EL)

Beim 3. Deutsch-Griechischen Jugendforum ging es auch darum, dass junge Leute ihre  Anliegen formulieren. Bei einer Fishbowl-Diskussion von jungen Griechen und Deutschen wurden Themen rund um Zukunftsängste, populistische Tendenzen, Migration und europäische Bürgerschaft in beiden Ländern angesprochen. //
Η δεύτερη μέρα του 3ου Ελληνο-γερμανικού φόρουμ έδωσε την ευκαιρία στους συμμετέχοντες να συζητήσουν για θέματα που απασχολούν την νεολαία στην Ευρώπη με τη μέθοδο Fishbowl. Συγκεκριμένα, δόθηκε έμφαση σε θέματα όπως είναι ο φόβος για το μέλλον, η μετανάστευση, η έννοια της ευρωπαϊκής ιθαγένειας και για τις δύο χώρες, καθώς και τις λαϊκίστικές τάσεις.

Elisabeth Subasic (Evangelische Schülerinnen- und Schülerarbeit im Rheinland), Kelly Manoudi (Euphoria), Antonis Bertos (Connect Athens), Timon Mario Aydin Turban (AEGEE Aachen) und Dimitrios Amvrosiadis (Agrio Rodo) und Zafiris Sidiropoulos (Youth Network Athens) diskutierten über die aktive Teilhabe der Jugend auf kommunaler Ebene, über Migration und braindrain, Berufsfindung und -orientierung, die europäische Bürgerschaft und das Aufrechterhalten von gemeinsamer Geschichte über den Jugendaustausch.

Η Elisabeth Subasic (Evangelische Schülerinnen- und Schülerarbeit im Rheinland), η  Κέλλυ Μανούδη (Euphoria), ο Αντώνης Βερτός (ConnectAthens), ο Timon Mario Aydin Turban (AEGEEAachen), ο Δημήτριος Αμβροσιάδης (ΆγριοΡόδο)  και ο Ζαφείρης Σιδηρόπουλος (YouthNetworkAthens) συζήτησαν για την ενεργή συμμετοχή των νέων σε τοπικό επίπεδο, τη μετανάστευση, το φαινόμενο του braindrain, το επαγγελματικό προσανατολισμό, την ευρωπαϊκή ιθαγένεια και για την διατήρηση μίας κοινής ιστορίας ανταλλαγών νέων. Weiterlesen

Dionisis Zafiridis: „Die Gesellschaft ist krank, aber wir können sie heilen“

Dionisis Zafiridis (Fix in Art Thessaloniki) spricht sich beim 3. Deutsch-Griechischen Forum dafür aus, dass Jugendliche und die Zivilgesellschaft nicht nur auf Ausbildung und Karriere schauen, sondern auch der Kunst einen Raum in der Jugendzusammenarbeit zu geben. Marlene Resch hat mit ihm darüber gesprochen was ihn bei seiner Arbeit mit Jugendlichen antreibt.

Agorayouth: Herr Zafiridis, wie sind Sie selbst in Jugendarbeit involviert?
Dionisis Zafiridis: Ich arbeite für Fix In Art, das ist ein Kulturverein in Thessaloniki. Wir sitzen in einer alten Fabrik, die wir als einen sozialen und kulturellen Ort gestalten wollen. Wir arbeiten mit jeglichen Formen der Kunst und nutzen Kunst als eine Methode für soziale Themen wie Integration, Erziehung und informelle Bildung.

Agorayouth: Für Sie persönlich, welche Rolle kann Kunst in der Jugendarbeit spielen?
Es ist essentiell, dass junge Leute sich selbst frei machen können: Frei von all den Informationen und von dem Druck über ihre Zukunft und ihre Lebenssituation. Hier können wir Kunst als eine Form nutzen, mit der sich junge Menschen frei ausdrücken können. Indem wir ihnen zuhören und zu den Ursprüngen ihrer Probleme gehen, gelangen wir zu der Lösung. Denn die Lösung wird aus ihnen selbst kommen – ich glaube nicht, dass wir ihnen Lösungen vorschreiben können.

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