Umfrage Tag 2: Möglichkeiten vs. Herausforderungen im deutsch-griechischen Jugendaustausch

Auch am zweiten Tag des Deutsch-Griechischen Jugendforums wird fleißig diskutiert und analysiert. Wo liegen die Herausforderungen im deutsch-griechischen Jugendaustausch, wo liegen Möglichkeiten? Wir haben drei der Teilnehmenden nach ihren Vorschläge gefragt.

DSC09248„Ich denke, dass die Herausforderungen gegenüber den Möglichkeiten überwiegen, weil wir alle so viele Stereotype in unseren Köpfen und Schwierigkeiten aufgrund unserer Geschichte haben. Aber ich bin froh zu sehen, dass junge Menschen diese Schwierigkeiten überwinden können, ihre eigene Realität bilden und erste Schritte machen können. Das haben wir auch in unserem letzten Projekt, einem Radioprojekt gesehen. Es war eine Kollaboration von deutschen und griechischen Jugendlichen und es hat wirklich gut funktioniert. Also denke ich, dass es trotz all der Herausforderungen möglich ist, eine eigene Realität zu schaffen – denn die Träume und Bedürfnisse der Menschen sind oft ähnlich. Für mich ist klar, dass es in Deutschland mehr Möglichkeiten gibt als in Griechenland, aufgrund der Krise, Arbeitslosigkeit und anderen Faktoren. Wenn wir junge Menschen ermutigen, zusammenzuarbeiten, dann wissen die zum Beispiel die griechischen Jugendlichen, wie sie die Hindernisse überwinden können und können auch die Informationen der Deutschen nutzen, um einen Job zu finden und sich eine neue Realität zu erschaffen. ich bin sehr motiviert in diesem Feld zu arbeiten, junge Leute zu ermutigen zusammenzuarbeiten und eigene neue Möglichkeiten zu schaffen.“
Hara Argyroudi, YMCA Thessaloniki

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How to become a youth friendly city?

Being a student of finance and co-founder of the Municipal Youth Council of Thessaloniki, Zafiris Sidiropoulos knows a lot about the challenges that young people in Greece are facing. The young youth worker shared his point of view during the Fishbowl discussion at the 3rdGerman-Greek Youthforum in Cologne an talked to Yasmin Janclaes about his vision.

Agorayouth: Which topics do you want to support by working for a youth organization?
Zafiris Sidiropoulos
: My topics are active citizenship education and participatory tools for youth friendly cities.

How does your organization, the Network of Youth Engagement of Katerini, support the participation of young people in local politics?
At the moment we are running two or three major projects. The project in my hometown, the Sinthese (ΣΥΝΘΕΣΗ) City Council Model of Katerini, is a simulation that gives 41 young people the chance to play the role oft the municipal chancellor and understand the importance of decision making in local process. At the same time – and this is the project that I’m  involved in – there is the City Youth Council of Thessaloniki, which is a form of political participation in local issues. The project gives 98 youngsters from Thessaloniki the opportunity to participate and co-decide on youth polls and local issues. I‘m also involved in the participatory budgeting for Youth in Thessaloniki. By this project young people can allocate public money of the municipality that is related to youth activities. They can vote for different projects for the local communities and the municipality will fund them. Weiterlesen

Survey Day 2: What is a youth worker?

The second day of the 3rd German Greek Youth Forum was full of open spaces in order to give the participants the opportunity to talk about their projects, organizations, vision and their plans for the future. Through all these conversations the question “How do you define „Youth Worker“ came up – and everybody has a different answer.

“A characteristic definition of a youth worker is: someone who wants to help young people. This is my professio. In Wiesbaden we run projects in order to help young people to find their own way, to define themselves and to choose their own path in life. If they make a choice and they have trouble, they can come back to us because our role is to support them” in their process.
Semir Gassaloglu- Stadtteilzentrum Gräselberg- Landeshauptstadt Wiesbaden-Amt fur Soziale Arbeit

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Umfrage: Was erwarten Sie vom Jugendforum?

Neugier und positive Erwartungen auf die kommenden Tage prägen das Stimmungsbild der Teilnehmenden zum Beginn des 3. Deutsch-Griechischen Jugendforums. Gleichzeitig bieten aktuelle Entscheidungen zum Aufbau des geplanten Jugendwerks Diskussionsstoff. Das Forum startet also vielversprechend. Hier ein paar Meinungen zum ersten Tag. 


dsc089821.jpg„Ich bin sehr gespannt auf die nächsten drei Tage hier in Köln. Ich denke, dass das Deutsch-Griechische Jugendforum einerseits eine wunderbare Gelegenheit bietet, neue Leute kennenzulernen und andererseits, alte Bekannte im deutsch-griechischen Jugendaustausch wiederzusehen und mit ihnen zusammen Projekte zu planen. Ich finde es sehr gut, wie das Jugendforum aufgebaut ist und dass wir durch die Methode des BarCamps die Möglichkeit haben, unsere eigenen Themen zu setzen und in Kleingruppen sehr flexibel Projektplanung und Themen, die uns auf der Seele brennen besprechen zu können. Dafür habe ich mir auf der Liste der Teilnehmer des Jugendforums verschiedene Leute markiert, die ich für Jugendbegegnungen und Jugendaustausche im Kopf habe und mit denen ich hoffe, in der Planung weiterzukommen.“
Gunnar Gruettner, Deutsches Jugendherbergswerk

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Eröffnung des Jugendforums im Kölner Rathaus: Einen weiteren Schritt gemeistert

Erst vor kurzem wurde bekannt, dass Köln nicht der deutsche Sitz des sich in der Gründung befindenden Deutsch-Griechischen Jugendwerks wird: Die Wahl fiel stattdessen auf die Stadt Leipzig, die –so wie Köln auch– eine Städtepartnerschaft mit dem nordgriechischen Thessaloniki unterhält. Dennoch unterzeichneten die Bürgermeister beider Städte im historischen Rathaus Kölns ein Abkommen zur Intensivierung des Jugendaustauschs zwischen beiden Städten.

Nur eineinhalb Jahre nach dem letzten Jugendforum in Thessaloniki war die Wahl für das 3. Deutsch-Griechische Jugendforum auf die Stadt Köln gefallen, die parallel zum Jugendforum vom 22. bis 25. Oktober etwas Besonderes zu feiern hatte: Oberbürgermeisterin Henriette Reker und Thessalonikis Bürgermeister Giannis Boutaris unterschrieben ein städtepartnerschaftliches Kooperationsabkommen im Bereich Jugend zum 30-jährigen Städtepartnerschaftsjubiläum der beiden Städte. In Köln, einem Zentrum der Interkulturalität, in dem sich viele griechische Spuren finden lassen, wolle man den Dialog zwischen den 120 Vertretern aus Organisationen aus beiden Ländern in der aktiven städtischen Szene des internationales Jugendaustauschs fördern, sagte Moderatorin Nadia Zaboura. Weiterlesen

Tag 1 des dritten Deutsch-Griechischen Jugendforums

Über 120 Teilnehmer von Organisationen aus der Zivilgesellschaft Deutschlands und Griechenlands sind beim 3. Deutsch-Griechischen Jugendforum in Köln präsent. Nach einem ersten Kennenlernen und einer Einführung in das Programm ging es ins Historische Rathaus der Stadt Köln, die als Partnerstadt Thessalonikis zum feierlichen Empfang anlässlich 30 Jahre Städtepartnerschaft geladen hatte – nicht ohne, dass der Abend mit reichlich Pizza im Bistro der Kölner Jugendherberge endete.

 

Fotos: Lisa Brüßler; Marlene Resch

SLAM DOWN SILENCE: HipHop als Medium

20 Jugendliche trafen sich für ein deutsch-griechisches HipHop-Projekt von hörenden, gehörlosen und schwerhörigen Jugendlichen im Sommer in Kryoneri, Korinth. Dabei lernten sie nicht nur Jugendliche vom anderen Ende Europas kennen, sondern entdeckten auch ein Stück von Südgriechenland: Platz und Zeit, kreativ zu werden.

Seit Jahren gehört die Hip-Hop-Szene zu den populärsten Jugendkulturen weltweit. In allen Bereichen geht es darum, etwas künstlerisch zu entwickeln, zu (re-)präsentieren und nicht zuletzt sich selbst zu verwirklichen. SLAM DOWN SILENCE bedeutet zusammen den Beat fühlen und Sinnes- und Lebenserfahrungen Ausdruck verleihen. Die Methoden BREAK DANCE – GRAFFITI – BILINGUE SLAM werden in unserem Projekt genutzt als kreativer Rahmen für gemeinsame Ideen. Weiterlesen

Neues Theaterstück des DGT: „Zocker“ feiert Premiere

Was Köln mit Südeuropa und Tavli (Backgammon) mit den Finanzmärkten zu tun hat, wie Vision und Orientierungslosigkeit zusammengehen, darum geht es im neuen Theaterstück „Zocker. Eine Farce.“ frei nach Dimitris Kechaidis. Inszeniert von Kostas Papakostopoulos feiert die Komödie vom Deutsch Griechischen Theater (DGT) am 26. Oktober Premiere in Köln. 

In einer Zeit der Hoffnung auf neue Wege in Europa spielt, lacht und weint das DGT mit den Wünschen und Träumen zweier Protagonisten eines Milieus, dem selten der Raum auf der Bühne gegeben wird – und präsentiert in einer Uraufführung ZOCKER. Die Farce beruht auf „To Tavli“ (gr. für „Backgammon“) einem großen Stück neugriechischer Theaterliteratur, geschrieben von Dimitris Kechaidis, einem der bekanntesten Theaterautoren des modernen Griechenland. Weiterlesen

Wilde Rose: 10 Jahre inklusive Jugendarbeit

Die Wilde Rose, das interkulturelle Jugendnetzwerk im Bund Deutscher Pfadfinderinnen, feiert ihr 10-jähriges Jubiläum auf der Insel Korfu. In der Zwischenzeit ist dort ein eigenes Inklusionszentrum für deutsch-griechische Begegnungen mit Jugendlichen entstanden.

2008 im Garten der Kreuzberger Kinderstiftung in Berlin gegründet, feiert der Verein Wilde Rose sein 10-jähriges Jubiläum auf Korfu. Warum ausgerechnet dort? Seit fünf Jahren führt der Verein, der sich die inklusive, interkulturelle Jugendarbeit zum Ziel gesetzt hat, auf Korfu deutsch-griechische Begegnungen mit Jugendlichen durch. Inklusiv heißt hier, niemand wird ausgeschlossen. Ob Jugendliche im Rollstuhl oder mit anderen Beeinträchtigungen: alle sind willkommen. Weiterlesen

Roots are Routes: Von Wurzeln und Wegen

Jungen Menschen eine Perspektive vor Ort geben. Zeigen, dass Wurzeln auch Wege öffnen können, darum geht es Olga Daskali aus Messolonghi. Wie viele andere Städte hat ihre Heimatstadt in Westgriechenland mit dem Weggang vieler junger Menschen zu kämpfen. Olga ist nach dem Studium in ihre Heimatstadt zurückgekehrt und hat die Stadt und ihre Bewohner mit ihrem Projekt „Roots are Routes“ aufgemischt. Für ihr Projekt wird ihr nun der diesjährige „START Scaling Award“ verliehen. 

Ausgerechnet bei einem Seminar zu Kulturveranstaltungen, im Gespräch mit einem kanadischen Bekannten war es so weit: „Mir schoss die Idee durch den Kopf, dass ich etwas für meine Heimat tun möchte. Vor meinem inneren Auge sah ich immer wieder den kleinen Satz ‚roots are routes‘ „, erzählt Olga Daskali. aus Messolonghi in Westgriechenland. Seitdem hat sie die Idee nicht mehr losgelassen. „Die Herausforderung in diesem Stadium war es, den Satz mit einer konkreten Projektidee zum Leben zu erwecken, um sich für das START-Programm der Robert-Bosch-Stiftung zu bewerben“, erklärt sie.
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