Sport verbindet: Deutsch-griechische Kooperationsvereinbarung unterzeichnet

Mitte Januar unterzeichneten George Alikakos, Präsident der Griechischen Olympischen Akademie und Benny Folkmann, stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Sportjugend im Deutschen Olympischen Sportbund e.V. eine Kooperationsvereinbarung in Athen. Grund genug für agorayouth mal nachzufragen, wie es um die deutsch-griechischen Beziehungen im Sport steht und was 2019 noch möglich ist. 

Agorayouth: Ende letzten Jahres hat die Deutsche Sportjugend einen Aufruf veröffentlicht, in dem sie Sportvereine suchte, die an der Durchführung einer deutsch-griechischen Jugendbegegnung interessiert sind. War das erfolgreich?
Deutschen Sportjugend: Die Rückmeldung der deutschen Vereine war sehr erfreulich. Es besteht großes Interesse am deutsch-griechischen Jugendaustausch im Sport. Zu fast allen genannten Sportarten haben sich interessierte Sportvereine aus ganz Deutschland gemeldet. Die Spanne reicht von kleinen Einspartenvereinen bis hin zu großen Mehrspartenvereinen. Derzeit befinden wir uns in der Abstimmung mit unserer griechischen Partnerorganisation, um den Vereinen passende Partnervereine in Griechenland zuzuordnen. Weiterlesen

Auf Spurensuche in Görlitz

Dass das ostdeutsche Görlitz, die Stadt an der Neiße in der Nähe der polnischen Grenze, 1916 tausende griechische Soldaten beherbergt hat, wissen die Wenigsten – auch in Görlitz selbst. Eine Gruppe deutscher und griechischer Jugendliche hat sich Anfang Dezember auf historische Spurensuche begeben. Jan Immer schreibt darüber, was uns die Kriegsgräber lehren können.

Gut 100 Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs hießen wir griechische Schüler aus Kreta bei uns in Görlitz willkommen. Denn vom 5. bis 11. Dezember 2018 fand eine deutsch-griechische Jugendbegegnung in meiner Heimatstadt statt. Wir begaben uns auf eine historische Spurensuche in der Neißestadt, in der 1916 über 7.000 griechische Soldaten „als Gäste der Reichsregierung“ begrüßt und in einem Lager einquartiert wurden, um nicht zwischen den Fronten im Norden Griechenlands aufgerieben zu werden. Das Lagergelände befand sich im heutigen Zgorzelec, wo seit einiger Zeit eine spezielle Stelle an den Aufenthalt erinnert.

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Kletteraustausch: Keine Angst vor den Knoten

Die sächsische Schweiz und das griechische Meteora haben eine große Gemeinsamkeit: Sie teilen eine eigenständige und bewahrte Tradition des Kletterns. Grund genug für einen deutsch-griechischen Kletteraustausch, bei dem sich Fachkräfte im Herbst 2018 begegneten und voneinander lernten. Das Projekt wurde von Grüner Grashalm e.V. und Votsis Youth in Aktion Club in Kooperation mit dem griechischen Bergsteigerverband O.A.L.T.H. durchgeführt.

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shape shifters: Soziales Zirkusprojekt von Jugendlichen aus Berlin und Kreta

Anfang August war es bereits zum vierten Mal soweit: 34 Jugendliche vom Kinder- und Jugendzirkus Cabuwazi in Berlin-Treptow trafen sich mit Jugendlichen aus Mirtos auf Kreta für ein soziales Zirkusprojekt mit dem Titel „shape shifters – Verwandlungskünstler Natur“. 

Insbesondere Jugendliche, die keinen Zugang zu weiterführenden Bildungsangeboten und Angeboten der Kinder und Jugendarbeit haben sollen mit dem Jugendaustauschprogramm erreicht werden. Denn beiden Jugendgruppen ist die Prägung von Perspektivlosigkeit, drohender oder existierender Arbeitslosigkeit und Resignation nicht fremd. Ein zentrales Ziel ist auch der Abbau von Intoleranz und rechtsgerichtetem Gedankengut: Viele der Jugendlichen setzten sich zum ersten Mal mit anderen Kulturen und Denkweisen auseinander und lernen, sich kritisch mit den eigenen Vorurteilen zu beschäftigen – und das mit den künstlerischen Mitteln des Zirkus, Sports, Tanzes, der Musik und der Kunst. Entstanden ist dabei auch ein Video:

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Unterfranken meets Peloponnes

Im Oktober reiste eine Gruppe Jugendarbeiter aus dem bayrischen Unterfranken für die Gegenbegegnung zum Ende 2017 gestarteten Fachkräfteaustausch nach Griechenland. Organisiert wurde der Austausch vom Bezirksjugendring Unterfranken und dem Bayerischen Jugendring, dem panhellenischen Jugendarbeiterverein und der griechischen NGO FILOXENIA. Auch Gespräche in der griechischen Hauptstadt Athen standen auf der Agenda. Christian Gündling fasst den Austausch zusammen.

Der Gegenbesuch der Gruppe, bestehend aus dem Bezirksjugendring Unterfranken mit der Jugendbildungsstätte Unterfranken, dem JUKUZ – Jugend- & Kulturzentrum der Stadt Aschaffenburg, dem Juz Rottendorf und den FTW- Freie Turner Würzburg zu (Jugend), führte sie zu Organisationen der griechischen Zivilgesellschaft. Unter anderem ins Jugendzentrum von Kalamata zu KANE –Κοινωνική Ανάπτυξη Νέων / Social Youth Development, zum Projekt Ger-Mani im Süden des Peloponnes und zur Art Farm Αγρόκτημα Μαρίνη. Weiterlesen

„Erzähl mir deine Geschichte!“

Im August 2018 führte eine estnisch-deutsch-griechische Jugendbegegnung filminteressierte Jugendliche aus drei Ländern in Berlin zusammen. Unter dem Motto „Erzähl mir deine Geschichte!“ ging es um das Hauptthema des Projektes: Flucht und Migration. Die Teilnehmer aus Athen die zum ersten Mal bei der Begegnung dabei waren, haben ihre Eindrücke in diesem Blogpost zusammengefasst.

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Gemeinsame Geschichte untersuchen: Die Traditionspflege in der Bundeswehr

Vom 18. bis 26. November 2018 sind Interessierte ab 18 Jahren aus Deutschland und Griechenland zur gemeinsamen politischen Bildung ins Pfadfinderheim nach Geretsried in Bayern eingeladen. Die Wilde Rose im BDP möchte dazu anregen, sich kritisch mit der Geschichte des Gebirgsjäger Bataillions Edelweiß und dem späteren Umgang der Bundeswehr im Rahmen der Traditionspflege auseinandersetzen.

Das Bataillon hat im 2. Weltkrieg auf dem Balkan und in Griechenland Massaker an der Zivilbevölkerung verübt, die bis heute nicht gesühnt sind. In Mittenwald fanden jahrelang Gedenkfeiern der Reservisten zusammen mit der Bundeswehr statt. Zwei Kasernen waren nach Generälen der Division „Edelweiß“ benannt, von denen einer in Jugoslawien wegen Kriegsverbrechen zum Tode verurteilt worden war.

In den 90er Jahren bildete sich eine Gruppe engagierter junger Leute, die Demonstrationen und Öffentlichkeitsarbeit gegen die Gedenkfeiern organisierte und es schließlich schaffte, dass sich die Bundeswehr distanzierte und auch die Kasernen umbenannt wurden.
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Im grünen Klassenzimmer

Von der Kartoffelernte über Lebewesen im Teich, Pflanzen und saisonale Ernährung in den vier Jahreszeiten: In der Freiluga, dem schulpädagogischen Zentrum im Kölner Westen, können Stadtkinder die Natur spielerisch erleben, sehen, fühlen, riechen – und das seit 1925. Die älteste Schulgarten-Einrichtung Nordrhein-Westfalens öffnete ihre Türen für an Umweltbildung interessierte deutsche und griechische Jugendarbeiter. Und die hatten viele Fragen an Biologielehrer Niko Wiese und Gärtner Mohamed Maameri.

Ohne ein, zwei oder drei der 18 Tomatensorten, verschiedene Apfelschnitzen, Möhren und andere Schätze der Städtischen Freiluft- und Gartenarbeitsschule (Freiluga) im Kölner Westen probiert zu haben, konnten die griechischen und deutschen Jugendarbeiter nicht wieder gehen: Seit fast 100 Jahren, als der Begriff des urban gardening noch nicht in Mode war, existiert die Anlage bereits, die vom Amt für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln als Träger betrieben wird und die sich vor Nachfrage gar nicht retten kann: Fast jeden Tag führt Biologielehrer Niko Wiese zwei Schulklassen zu unterschiedlichen Themen über das fast fünf Hektar große Gelände mit Nutz- und Schaugarten und Gewächshaus. Weiterlesen

Projektbesuch Krebelshof in Köln-Worringen

Düstere Wolken hängen über dem Krebelshof, als der Bus mit 20 griechischen und deutschen Teilnehmern des Jugendforums vorfahren. Doch die Stimmung lässt sich von dem verhangenen Himmel nicht vermiesen: Als der Ansprechpartner nicht sofort auftaucht, stürmen erst ein paar Männer und dann auch Frauen das Tischfußballspiel unter einem Dach, und sofort wird es laut und munter.

Doch dann ergreift der Leiter des Jugendkulturzentrums, Vassilis Touplikiotis, das Wort, und alle hören aufmerksam zu. Es gibt einiges zu erfahren. Der ehemalige Bauernhof im nördlichsten Kölner Bezirk Worringen wurde irgendwann Kulturzentrum und war lange Zeit eine Anlaufstelle für weithin bekannte Konzerte. Der zugehörige Biergarten ist ein Magnet. Und doch ging das Etablissement 2012 pleite, und um den Hof vor dem Verfall oder vor dem Zugriff von Investoren zu retten, taten sich drei Träger der freien Sozialarbeit zusammen und gründeten die „gemeinnützige Gesellschaft für urbane Jugendarbeit GUJA“. Seither findet hier Jugend- und Kulturarbeit statt.

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Streicheln, Spielen & Schuften

Seit 40 Jahren bietet die Jugendfarm Wilhelmshof Kindern eine kleine Oase, in der sie Natur erleben und Tiere und Pflanzen versorgen können. Alles unter dem Motto: Hier packen die Kinder selber an. Eine Gruppe des Jugendforums hat die Farm besucht – und auch Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu Umweltpädagogik in Griechenland diskutiert.

Auf der Farm sollen die Kinder den Umgang mit den Tieren lernen, erzählt Senel Furtana, der auf der Farm arbeitet. Manche der Kinder nutzen das Ferienangebot und bleiben eine ganze Woche. Ansonsten herrscht hier eine „Politik der offenen Tür“: Jeweils Dienstag bis Samstag von 13 bis 19 Uhr sind alle Kinder willkommen, um das Gelände mit Ställen, Spielplatz und Garten zu nutzen.

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