Einmal Hortiatis und zurück: Besuch in einem Opferdorf

Nach dem offiziellen Ende des 2. Deutsch-Griechischen Jugendforums in Thessaloniki ging es für eine kleine Gruppe von Teilnehmern in das Opferdorf Hortiatis, das nur 20 Kilometer außerhalb der Metropole liegt. Das Anliegen: Das Deutsch-Griechische Jugendforum auch um den Aspekt der Erinnerungskultur bereichern.

Hortiatis ist eines der zahlreichen Opferdörfer in Griechenland, die während der Zeit der deutschen Besatzung zwischen 1941 und 1944 schwer gelitten hatten. Wie in zahlreichen anderen Orten wurde auch hier durch deutsche Wehrmachts-Truppen in einer sogenannten „Vergeltungsaktion“ ein grauenvolles Verbrechen an der Zivilbevölkerung begangen. Zwar konnten wir an frühere freundschaftliche Kontakte anknüpfen, waren aber trotzdem etwas im Zweifel, wie wir in der aktuellen politischen Situation und in einer Zeit der Polarisierung zwischen Deutschland und Griechenland empfangen werden. Weiterlesen

Jugendherbergswerk: Mit der Jugend in die Pampa

Die ersten Schritte zum Aufbau eines griechischen Jugendherbergswerks mit deutscher Unterstützung wurden bereits beim ersten Deutsch-Griechischen Jugendforum 2014 in Bad Honnef gemacht. Für Agorayouth ziehen die beteiligten Akteure, Gunnar Grüttner vom Deutschen Jugendhebergswerk (DJH) und Panos Poulos von der griechischen NGO Filoxenia, eine Zwischenbilanz und erklären ihre Pläne für die Zukunft.

Agorayouth: Herr Grüttner, Herr Poulos, direkt im Anschluss an das Jugendforum in Thessaloniki sind Sie für einen study visit nach Deutschland geflogen, um Jugendherbergen anzuschauen – erst in Berlin und dann im unteren Weser-Ems-Land. Warum das?
Panos Poulos: So etwas wie das Deutsche Jugendherbergswerk gibt es in Griechenland noch nicht. Meine Organisation Filoxenia bietet allerdings bereits heute Seminare zu Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen für junge Menschen an. Wir haben ein eigenes Haus, in dem unsere Teilnehmer übernachten können. Ich kann mir gut vorstellen, darauf aufbauend eine Art Jugendherbergswerk zu etablieren.
Gunnar Grüttner: Ich bin beim DJH für internationale Kooperationen zuständig. Wir sind der Dachverband aller Jugendherbergen in Deutschland. In unseren Landesverbänden versammeln sich rund 500 Häuser. In Berlin habe ich einer etwa zehnköpfigen griechischen Hostel-Delegation eine unserer neuesten Jugendherbergen gezeigt. Und auch unser Verband im unteren Weser-Ems-Land möchte die Griechen gerne bei ihrer Aufbau-Arbeit unterstützen. Weiterlesen

Ewoca³(+) Sommercamp in Griechenland

Du bist zwischen 16 und 25 Jahre alt? Du bist offen für neue Begegnungen und Erfahrungen mit jungen Menschen aus Deutschland, Griechenland und Weißrussland? Dann könnte das Ewoca³(+) Sommercamp 2017 in Tolo, Griechenland etwas für dich sein.

Die Themen des EWOCA- Camps 2017 „Europe is in da´ House: Begegnen – Entdecken – Gemeinsam handeln“ sind vielseitig: „Stärkung des ländlichen Raums“, „Unternehmerische Initiative“ und „soziales Unternehmertum“. Auch hier lauten die zentralen Leitfragen: „Wie würde eine für die Zukunft selbst erschaffene Welt aussehen?“ und „Wie kann eine Gesellschaft von morgen ohne Verteilungsprobleme in Vielfalt gemeinsam (zusammen)leben?“. Im Mittelpunkt stehen die angeleitete Entwicklung von Projektideen & Businessplänen (Start-ups z.B. im Bereich social entrepreneurship) der teilnehmenden Jugendlichen. Kostenpunkt des Sommercamps: 75,00 EUR. Enthalten sind Unterkunft, Verpflegung und Programmkosten. Reisekosten werden bis zu einer Höhe von 250,00 € erstattet.

Anmeldungen werden bis zum 31.März 2017 entgegen genommen entweder hier oder direkt bei der EJB Weimar.

Mehr Informationen unter: https://www.facebook.com/events/228163140984120/

Zukunftsmusik

Das zweite Deutsch-Griechische Jugendforum in Thessaloniki ist vorbei, doch die richtige Arbeit beginnt erst jetzt. Vor Ort konnten Projekte in den Bereichen Kunst, Städtepartnerschaft, berufliche Bildung, aber auch Integration und Geschichte angestoßen werden, die in 2017 und 2018 umgesetzt werden sollen. Ein Überblick.

 Ein Jugendaustausch im Sommer zum Thema Digitale Kunst, der Ausbau der Städtepartnerschaft von Köln und Thessaloniki oder auch die Fortsetzung des Projekts Berufe.Kennen.Lernen – das sind nur einige Ideen, die während des 2. Deutsch-Griechischen Jugendforums in Thessaloniki entstanden sind und am letzten Veranstaltungstag präsentiert wurden. Auf dem Weg zu einem Deutsch-Griechischen Jugendwerk erklärte Dorothee Jäckering vom deutschen Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) was man in Deutschland unter einem Jugendwerk versteht: „Das Jugendwerk wird über einen völkerrechtlichen Vertrag geschlossen und ist eine regierungsunabhängige internationale Organisation. Dazu gehören zwei gleichberechtigte paritätisch besetzte Büros und Geschäftsführer mit deutsch-griechischen Teams, eine inhaltliche Aufgabenaufteilung sowie ein Aufsichtsgremium mit Vertretungen der Regierungen und der Zivilgesellschaft.“ Die Aufgaben eines Jugendwerks liegen vor allem im schulischen und außerschulischen Jugendaustausch, Austausch von Freiwilligen, beruflichen Austausch und Praktika, aber auch im Austausch von Fachkräften der Jugendhilfen sowie Jugendbegegnungen und Fachkräftequalifikationen zum Thema der gemeinsamen Vergangenheit, so Jäckering.

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Die Projektidee steht – und jetzt?

Förderprogramme für internationalen Jugendaustausch gibt es viele. Welche davon sind am Besten geeignet, um Projekte zur deutsch-griechischen Zusammenarbeit zu finanzieren? Beim #GGYouthForum17 wurden einige Angebote vorgestellt.

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Das einzige seiner Art

2014 war Thessaloniki European Youth Capital. Die Stadt brummte, vibrierte, Jugendliche sahen wieder mehr Chancen für sich persönlich. Ein Teil dieser Energie ist verpufft: Einigen sind Puste oder finanzielle Mittel ausgegangen. Nicht so bei KEDITH, dem ersten Jugendzentrum der Stadt.

In der Nähe des Konzerthauses hinter dem kleinen Kritis Park im östlichen Teil Thessalonikis gelegen liegt es: Das etwas unscheinbar wirkende Jugendzentrum der Stadt. Kinofelis Epicheirisi Dimou Thessalonikis, kurz KEDITH. Die Einrichtung, die von der Stadt finanziert wird, hat noch einen angegliederten kreativen Kindergarten, eine Suppenküche und ein Alzheimerzentrum in Betrieb. Hohe Mehrfamilienhäuser umgeben das Jugendzentrum, Kinder spielen auf der Straße, Gelächter dringt aus einer kleinen Fischtaverne von schräg gegenüber. Die Menschen hier gehören eher zur Mittelschicht. „Und was ist jetzt besonders an einem Jugendzentrum?“, ist der deutsche Leser geneigt zu fragen – deutschlandweit haben wir schließlich über 16.000 Einrichtungen dieser Art. „Alles“, ist die Antwort von KEDITH, denn es ist das erste seiner Art in ganz Griechenland. Weiterlesen

Διαδίκτυο και hate speech

Ως πότε θα τους επιτρέπουμε να μας κυριαρχούν;

Τα τελευταία δέκα χρόνια με την ραγδαία ανάπτυξη του διαδικτύου και της τεχνολογίας, οι άνθρωποι εκτός από την πραγματικότητα που ζουν καθημερινά έχουν και μία άλλη ζωή, στον online κόσμο. Αυτός ο κόσμος αποτελείται από φίλους, γνωστούς, αγνώστους, οικογένεια. Πρόσωπα που έχουμε και στην πραγματικότητα κοντά μας, αλλά και πρόσωπα που ζουν χιλιόμετρα μακριά ή και στην διπλανή πόρτα που ωστόσο δεν τα έχουμε γνωρίσει προσωπικά. Το διαδίκτυο έχει επιτρέψει στους ανθρώπους να ταξιδεύουν με μερικά κλικ από τη μία άκρη του κόσμου στην άλλη, σε δευτερόλεπτα, γνωρίζοντας άτομα και υπηρεσίες είτε μέσω συνομιλιών είτε απλά βλέποντας το προφίλ και τα ενδιαφέροντα των προσώπων αυτών. Weiterlesen

Thessaloniki von seiner kreativen Seite

Ein Foto-Spaziergang durch die Start-Up Szene der zweitgrößten griechischen Stadt.

 

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The beginning of the creativity walk kicking off at Aristotle Square. Πάμε! Der Anfang des Creativity Walks beim Platz von Aristoteles. Πάμε!

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Arm aber sexy?

Wo Mieten günstig sind, zieht es Künstler und Kreative an. Sie experimentieren mit neuen Wirtschaftsmodellen und bringen frischen Wind in eine Stadt. Werden sie gut behandelt, dann kommen sie, um zu bleiben. In Thessaloniki sind sie sich noch nicht sicher. Ein Spaziergang durch die Stadt.

Brauner Rost schimmert unter den grellen Graffiti hervor, Spinnweben dekorieren viele Jalousien in der Innenstadt von Thessaloniki. Geöffnet wurden einige der Ladenlokale wohl schon seit Jahren nicht mehr. Keine Frage: So pulsierend und jung, so lebensfroh die Stadt auch daherkommen mag, ist die Finanzkrise doch auch hier deutlich zu spüren. Räudig wirkt die Innenstadt jenseits der touristischen Pfade, die Straßen sind unaufgeräumt und in den Bars und Clubs verliert sich eine eigentlich motivierte junge Generation Abend für Abend in einem Strudel aus Rotwein und Ouzo. Weiterlesen

Bildergalerie: Deutsch-Griechisches Jugendforum in Thessaloniki, Tag 3

Vom 5.-8. März 2017 fand in Thessaloniki das zweite Deutsch-Griechische Jugendforum statt. Der dritte Tag der Konferenz stand ganz im Sinne der zukünftigen Projekte und Kooperationen. Eindrücke der Veranstaltung in unserer letzten Bildergalerie vom Forum.

Fotos: Inge Linne, Anna Mavrikou