30 Teilnehmer aus Georgien, Griechenland, Russland, der Türkei und Deutschland kamen Mitte Juli im Antikriegshaus in Sievershausen für eine internationale Jugendbegegnung zusammen, um über Frieden, Integration, verantwortungsvollen Konsum und Umwelt zu diskutieren. „Young Activists for Peace. A World We Want“ ist der Titel der Begegnung, die von Anna Letsiou, einer ehemaligen EFDlerin von ICJA e.V. in Berlin geleitet wurde.

„Anfangs stand ein zweitägiges Training nach dem friedenspädagogischen Konzept ‚Jugendliche werden Friedenstifter*innen‘ „, erzählt Anna Letsiou, die die Jugendbegegnung im niedersächsischen Sievershausen in diesem Jahr mitleitete. Worum ging es? Grundlegende Fertigkeiten zum persönlichen Umgang mit Gewalt und Konflikten sollten erarbeitet werden. Für zwei Wochen arbeiteten die Teilnehmer aus Georgien, Griechenland, Russland, der Türkei und Deutschland an ihren Motivationen, Erwartungen und Ängsten zu diesem Themenkomplex – zusammen mit Asylsuchenden aus einer Unterkunft im benachbarten Lehrte.

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Teambuilding: „Erreicht die magische Insel“.

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Die magische Insel kann man erreichen, indem auf „Papiersteine“ getreten wird. Das Ziel: Niemanden zurückzulassen. Und dafür muss ein Bewusstsein für die Stärken und Schwächen des jeweils anderen geschaffen werden.

Eine wichtige Rolle spielen bei der Begegnung auch die 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs). Workshops und eine Exkursion nach Hannover gaben Einblicke, wo Herausforderungen in der Entwicklung einer zukunftsfähigen Gesellschaft liegen. So ging es auch um die Fragen:

  • Wie kann gemeinsames Leben und Arbeiten mit Menschen aus verschiedenen sozialen und kulturellen Hintergründen gelingen?
  • Wie schaffen wir es gemeinsame, demokratische Entscheidungen und konstruktive Lösungen in Konflikten zu finden?
  • Wo sind unsere Möglichkeiten rassistischer Hetze und der Verletzung von Menschenrechten entgegenzutreten?
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Die Teilnehmer präsentieren die Ergebnisse ihrer Diskussion über die Ziele der nachhaltigen Entwicklung und die Verbindung zu Problemen in ihren eigenen Gemeinschaften/ Ländern.

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Biographische Arbeit ist der erste Schritt, um einander zu vertrauen und Diskussionen über kulturelle Identität, Werte und Integration zu ermöglichen.

In der zweiten Woche standen kreative Workshops zu Tanz, Zirkus, Sprachen und Comics mit Flüchtlingen und Asylsuchenden aus Syrien, dem Sudan, Somalia, Afghanistan und Ghana auf dem Programm. Auch eine eigene Vision von einer nachhaltigen und sozial gerechten Gesellschaft ohne Diskriminierung wurde künstlerisch umgesetzt.

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Die zweite Woche geht mit einem gemeinsamen Grillabend in der AWO-Flüchtlingsunterkunft in Lehrte zu Ende.

Fotos: Anna Letsiou

 

Mehr zu ICJA. e.V. und Anna Letsiou auf agorayouth gibt es hierHier geht es zum Beitrag auf Griechisch.

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