Das junge Herz Griechenlands: Die Jugend(medien)szene

Die Zukunft sieht für griechische Jugendliche nicht rosig aus – die Jugendarbeitslosigkeit liegt nach wie vor auf Rekordniveau. Mit einer Informationsreise für Fachkräfte der Jugendhilfe und Journalisten will das Pressenetzwerk für Jugendthemen auf dem Peloponnes und in Athen hinter die Kulissen der Jugendszenen und der (Jugend)-Medien blicken.

Kamerateam übt

In Jugendmedien machen viele Jugendliche ihre ersten journalistischen Gehversuche. © Piret Suidt

Ja, klar, man hat schon mal was davon gehört, dass es den jungen Griechinnen und Griechen nicht richtig gut geht. Dass seit der Wirtschaftskrise das Land brach liegt und die Jugendarbeitslosigkeit enorm hoch ist. Aber was bedeutet das für die jungen Menschen und das Land? Vor allem: Perspektivlosigkeit, Frustration, Resignation – in letzter Konsequenz auch Auswanderung. Immer mehr junge Menschen kehren ihrer Heimat den Rücken und suchen ihr Glück in anderen Ländern der Europäischen Union.

Kleine Initiativen als Gegenbewegung
Das hört sich zunächst schon schrecklich an – ist aber bei näherem Hinsehen noch viel dramatischer. Es gibt aber auch Gegenbewegungen: Die Gesellschaft, die im Laufe der Jahre gelernt hat, staatlichen Strukturen zu misstrauen ist in vielerlei Hinsicht enorm fantasievoll. So sind unzählige kleine Initiativen entstanden, die – oft jede für sich allein – Verbesserungen für die Lebensbedingungen der Jugend erreichen.

Auf dem Peloponnes und in Athen besucht die Gruppe während der Reise innovative Projekte, lernt kreative Menschen kennen und erfährt, wie die Medien über die Situation berichten. Es geht darum, mit jungen Menschen, Journalisten, Sozialarbeitern, Ehrenamtlichen und anderen Betroffenen zu sprechen.

Reise über den Peloponnes und Recherche in Athen
Von der Partnerorganisation Filoxenia erfährt die Gruppe, wie sich Sozialarbeit, internationaler Jugendaustausch und Ökologie unter einen Hut bringen lassen. Besucht wird das Jugendkulturzentrum von Sikyon und eine Bürgerbewegung, die eine Zeitung herausgibt. Auch ein Besuch beim Lokalradio von Korinth und ein Gespräch mit den Redakteuren der Lokalzeitung in Nafplio steht auf dem Plan. In Athen besteht die Möglichkeit zum Gespräch mit der Redaktion des Solomon-Magazins und einer Campus-Zeitschrift.

Eingeladen zu der Informationsreise sind Journalist*innen und Fachkräfte der Jugendhilfe, die ihre Erkenntnisse öffentlichkeitswirksam verwerten können. Während der Treffen und auch am Rande des Programms gibt es ausreichend Möglichkeit für individuelle Interviews und Gespräche. Und natürlich ist das Programm auch geeignet, neue Kontakte für mögliche eigene Jugend- und Fachkräfte-Austausche zu knüpfen.

Anmeldeschluss ist der 29. September 2019

Mehr Informationen zur Anmeldung.

Das Programm wird organisiert vom Pressenetzwerk für Jugendthemen e.V.
Partner in Griechenland ist „Filoxenia – intercultural-Environmental Organisation“ mit Sitz in Kryoneri, Korinth. Das Programm wird gefördert mit Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes (kjp)

Quelle: Pressenetzwerk für Jugendthemen
Foto: Piret Suidt

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