Deutsche Schule Athen für Projekt zur digitalen Erinnerungskultur prämiert

Die Deutsche Schule Athen ist für ihren Beitrag „DSA erinnert“ über ihre Spurensuche in der Geschichte der Schule zwischen 1933 und 1944 im Rahmen eines internationalen Schülerwettbewerbs des Auswärtigen Amts „ERINNERN FÜR DIE GEGENWART“ prämiert worden.

Diese Woche wurden die Deutsche Schule Athen (DSA) und drei weitere deutsche Auslandsschulen für Projekte im Bereich Erinnerungskultur, Toleranz und Demokratieverständnis ausgezeichnet. Der Förderwettbewerb Erinnern für die Gegenwart wurde 2019 vom Auswärtigen Amt ins Leben gerufen und von der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung und der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ umgesetzt.

In der Arbeitsgruppe „DSA erinnert“ der Deutschen Schule Athen, bestehend aus 13 SchülerInnen und den Lehrerinnen R. Wiesinger und E. Koumentakou wurde in mehr als einjähriger Arbeit die Webseite https://dsa-erinnert.org entwickelt, die bis Sommer 2021 auch in griechischer Sprache verfügbar sein soll, damit sie auch der griechischsprachigen Schulgemeinde und der griechischen Öffentlichkeit zur Nutzung zur Verfügung steht. Die SchülerInnen begeben sich mit der Website auf eine Spurensuche der Geschichte der DSA zwischen 1933 und 1944. Ihr Ziel: die Geschichte der Schule in der NS-Zeit mit Dokumenten aus dem Schularchiv neu zu erzählen.

Screenshot der Homepage des Projektes „DSA erinnert“.

Dazu werden erstmalig historische Originalquellen aus dem Schularchiv veröffentlicht, ausgewählte SchülerInnen und LehrerInnen des Archivs vorgestellt, Interviews mit ehemaligen Schülern (Zeitzeugen) gezeigt, sowie die Ergebnisse der Schülerbegegnungen mit dem Lyzeum Distomo (Griechenland) und der Fritz-Karsen-Schule (Berlin) vorgestellt. Die Webseite zeigt, wie eine gemeinsame deutsch-griechische Erinnerungskultur auf schulischer Ebene von Jugendlichen entwickelt und nachhaltig gefestigt werden kann.

Kooperationspartner war das Projekt „Memories of the Occupation in Greece” (MOG) der Freien Universität (FU) Berlin. Die Architektur und Konzeption der digitalen Darstellung von „DSA erinnert“ erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Zeitzeugenarchivprojekt „Memories of the Occupation in Greece“ (MOG).

Zur aufgezeichneten Preisverleihung vom 25. Februar 2021 hier entlang.

Quelle: DSA
Foto: Screenshot https://dsa-erinnert.org

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Erinnerungskarte: Über 30 neue Orte aufgenommen

Anfang September zeigte die interaktive Erinnerungskarte auf jugenderinnert.jetzt ungefähr 40 Erinnerungsorte – mittlerweile sind es 80. Es sind Orte, die an die nationalsozialistischen Verbrechen während der deutschen Besatzung Griechenlands von 1941 bis 1944 erinnern sollen.

In den letzten vier Monaten sind zur interaktiven Erinnerungskarte jugenderinnert.jetzt vor allem Orte aus Kreta, Mittel-, Zentral- und Westgriechenland, Ostmakedonien und Thrakien sowie Thessalien und einigen Inseln hinzugekommen. Die Erinnerungsorte sind in die Kategorien „Orte der Deportation“, „Orte der NS-Infrastruktur“, „Kriegsverbrechen an italienischen Soldaten“ und die „Opfergemeinden“ gegliedert. Manche Orte gehören mehreren Kategorien an und sind mehrmals vertreten und mit Erläuterungen versehen.

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Bildungsplattform zur Besatzungsherrschaft/ Μνήμες από την Κατοχή

Am 25. November und 02. Dezember 2020 findet – online – die Präsentation der digitalen Bildungsplattform „Erinnerungen an die Okkupation in Griechenland“ in deutscher und griechischer Sprache statt. Die Bildungsplattform ist bilingual und eignet sich sowohl für den deutschen als auch für den griechischen Schulunterricht.
// 02.12.2020: Παρουσίαση της ψηφιακής εκπαιδευτικής πλατφόρμας „Μνήμες από την Κατοχή στην Ελλάδα“ στα Ελληνικά. Η εκπαιδευτική πλατφόρμα είναι δίγλωσση και κατάλληλη για το μάθημα τόσο σε γερμανικά όσο και σε ελληνικά σχολεία.

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Reise auf den Spuren des Schweigens

„Footprints in Silence“ ist ein deutsch-griechisches Projekt rund um Erinnerungs- und Gedenkkultur, zu Nationalsozialismus und zum Zweitem Weltkrieg. Neben der historischer Perspektive befassten sich 20 Jugendliche in Ravensbrück/Berlin und auf dem Peloponnes auf kreativ-künstlerische Weise mit dem Thema – jetzt ist das Video zur Jugendbegegnung erschienen.

Beim Projekt „Footprints in Silence“ begaben sich Jugendliche auf eine künstlerische Spurensuche mit der gemeinsamen deutsch-griechischen Vergangenheit.
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Deutsche Uraufführung von »Blumen welken früh«

Im Januar 2020 fand in Mainz eine besondere Filmpremiere statt: Etwa 350 Schüler sahen die deutsche Uraufführung des Films „Blumen welken früh- Kakópetros 28.August 1944“, der die Verbrechen der deutschen Wehrmacht an der Zivilbevölkerung auf Kreta thematisiert. Organisiert wurde das von der Schulbehörde Rheinland-Pfalz und der dortigen Landeszentrale für politische Bildung. Die Eindrücke und Reaktionen der Schüler begleitete die Regisseurin des Films, Vicky Arvelaki, mit der Kamera und waren Anfang April im kretischen Fernsehen zu sehen.

„Im deutschen Schulsystem wird Griechenland sehr selten angesprochen beziehungsweise fast gar nicht. Oft gibt es ein Kastendenken (…) und man denkt nicht über die eigenen nationalen Grenzen hinaus“, sagt eine Schülerin, die im Januar in Rheinland-Pfalz einen besonderen Film zur deutsch-griechischen Vergangenheit gesehen hat.

Kastendenken will der Film „Blumen welken früh- Kakópetros 28.August 1944“ grundsätzlich vermeiden. Vielmehr möchte er neue Impulse für die Auseinandersetzung mit dem deutsch-griechischen Verhältnis setzen und dazu beitragen, „einen Grundstein einer neuen Erinnerungskultur zu legen“, heißt es im Ankündigungsflyer zum Film. In dem 2018 entstandenen Film werden die Verbrechen der deutschen Wehrmacht an der Zivilbevölkerung am Beispiel des Massakers von Kakópetros auf Kreta im Jahre 1944 thematisiert.

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Das digitale Zeitzeugenarchiv/ Το ψηφιακό αρχείο προφορικών μαρτυριών

Das Generalsekretariat für Berufliche Aus- und Weiterbildung sowie Lebenslanges Lernen und das Projekt „Erinnerungen an die Okkupation in Griechenland“ laden ein zur Tagung „Das digitale Zeitzeugenarchiv Erinnerungen an die Okkupation in Griechenland“  im deutsch-griechischen Jugendaustausch. Weiterlesen

Lechovos Friedenswege

Im Norden Griechenlands in der Region Westmakedonien verlaufen rund um das Dorf Lechovo die Paths of Peace – die Friedenswege. Diese Wanderwege entdecken ein unbekanntes Griechenland. Regionales Brauchtum und Geschichte verbinden sich dort mit atemberaubender Natur und schaffen vielfältige Möglichkeiten für internationale Jugendbegegnungen und außerschulische Bildungsarbeit.

Wenn alle Frontlinien dieser Erde zu Friedenswegen würden, entstünden Wandermöglichkeiten von abertausenden von Kilometern. Über und entlang der Pfade nehmen wir den Wert der Natur wahr, lernen über unsere Vergangenheit und bewegen uns in eine friedlichere Zukunft. Seit Juli 2019 besteht der Wanderrundweg in Lechovo: In drei bis viertätigen Wanderungen können atemberaubende Ausblicke, naturbelassene Seen, einsame Orte im Wald und geschichtsträchtige Plätze besucht werden.

Nachhaltige und umweltgerechte Gesichtspunkte in Verbindung mit einem zeitgemäßen pädagogischen und kulturhistorischen Erinnerungs-Tourismus standen beim Ausbau dieser regionalen Wege zu Qualitäts-Themenwegen im Vordergrund. Durch die Jahrhunderte hat die Gegend mehrere Kriege durchlebt sowie die Zerstörungen während der deutschen Besatzungszeit. Das Wegeverbundsystem vermittelt anhand App-unterstützter Themenschleifen historisch und kulturell Interessierten einen Einblick in die vielfältige Geschichte der umliegenden Dörfer.

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Die griechische Junta und ihre Gegner // Η ελληνική χούντα και οι πολέμιοί της

***Για κύλιση στα ελληνικά, μετακινηθείτε προς τα κάτω***

Unter dem Thema „Die griechische Junta von 1967 – 1974 und ihre Gegner“ findet vom 5. bis 13. Oktober 2019 in Dassia auf Korfu ein deutsch-griechischer Fachkräfteaustausch der Politischen Bildung statt. An der Kooperation von Wilde Rose e.V. und der Deutschen Schreberjugend e.V. können je 10 Menschen aus Griechenland und Deutschland im Alter ab 18 Jahren teilnehmen.

Griechische Generäle putschten 1967 in Griechenland, um bei den bevorstehenden Wahlen eine vorausgesagte Mehrheit der republikanischen Zentrumsunion unter Andreas Papandreou und der Vereinigten Demokratischen Linken (EDA) zu verhindern. Die Generäle errichteten eine Militärdiktatur, die alle linken Kräfte brutal unterdrückte, in KZ‘s einsperrte, folterte oder umbrachte. Viele Griech*innen gingen ins Exil, auch nach Deutschland. Während die europäischen Regierungen weiterhin gute Beziehungen zur Junta unterhielten, entstand in vielen europäischen Ländern eine breite Solidaritätsbewegung.

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Auf der Kundgebung zum 1. Mai 1967 in Stuttgart. Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-F0503-0204-005 / CC-BY-SA 3.0

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Young voices: Why youth exchanges make a difference

For Kostas Sianopoulos its the fifth year of dealing with youth exchanges particularly with Greek-German ones. Why? It is his origin from Lechovo, Florina, a village known for its culture of remembrance. There he discovered that exchanges of youngsters can provide solutions for a lot of problems – if they are given the correct stimuli.

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Gr. A. C. E: Memories of a Shaded Past (EN/EL)

Gr.A.C.E. – Memories of a Shaded Past is a project of Mostar Friedensprojekt e.V., Gesamteuropäisches Studienwerk in Vlotho and EUphoria from Thessaloniki. It will take place from 16.- 24. March 2019 in Berlin, Vlotho and Weimar. There the participants will deal with the topics of how to organize more and better youth exchanges on Greek and German history and with our way of remembrance and commemoration. It asks: Where do our experiences converge, where can we share lessons learnt? 

Under the framework of Gr.A.C.E – Greek-German Matchmaking for Active Citizenship Education in Youth Work Mostar Friedensprojekt e.V. organizes a no-frills road trip through Germany with the title „Memories of a Shaded Past“. For seven days we will be on the traces of German remembrance culture. Our partners are Gesamteuropäisches Studienwerk (GESW) Vlotho, and EUphoria Youth Lab, Thessaloniki. Weiterlesen