Eine besondere Begegnung

Bereits im Frühjahr haben wir an dieser Stelle über die Vorbereitungen der Jugendbegegnung zwischen Vereinen aus Bonn und Kryoneri bei Korinth berichtet. Anfang September 2017 war es soweit und die zehn deutschen Jugendliche trafen auf junge Griechen – und hatten eine Begegnung der besonderen Art.

Zeitreise nach 1943. Rifka, ein sechs Jahre altes Mädchen aus Volos in Thessalien, findet Zuflucht in einer Höhle nahe des Dorfes Kryoneri. Sie muss sich verstecken vor den Nazis und die griechischen Partisanen helfen ihr dabei. Zwischen Oktober 1943 und Oktober 1944 sind ein Wohnhaus und die Höhle im Wald ihre Zuflucht. Die Dorfbewohner bringen sie und andere dorthin, wann auch immer sich die deutschen Streitkräfte der Gegend nähern. Nach Ende der Nazibesatzung, geht sie mit ihrer griechisch-jüdischen Familie nach Israel. Weiterlesen

Fachkräfteaustausch: Auf dem Weg zum Mosaik

Das deutsch-griechische Verhältnis ist auf einem Weg der Besserung, aber es gibt noch viel zu tun. Bei einem Fachkräfteaustausch zwischen dem Bonner Verein für Jugendförderung und dem griechischen Verein Filoxenia in Kryoneri wurde ein Jugendaustausch im Herbst mit dem Schwerpunkt Europa vorbereitet.

Der Fachkräfteaustausch vom 15. – 21. Mai zwischen dem Bonner Verein für Jugendförderung und dem griechischen Verein Filoxenia diente vor allem der Vorbereitung: Unter dem Themenschwerpunkt „Europa“ soll an der Außenwand des Kulturzentrums in Kryoneri von Jugendlichen aus Deutschland und Griechenland gemeinsam ein Mosaik gestaltet werden. Die Verbindung von Kunst, Kultur, Natur und aktuellen Themen soll die Jugendlichen beider Länder auf vielen Ebenen zusammenbringen und der erste Schritt für zukünftige Zusammenarbeit sein. Auch eine Rückbegegnung in Bonn sowie ein weiterer Fachkräfteaustausch sind geplant. Weiterlesen

Einmal Hortiatis und zurück…Besuch in einem Opferdorf

Nach dem offiziellen Ende des 2. Deutsch-Griechischen Jugendforums in Thessaloniki ging es für eine kleine Gruppe von Teilnehmern in das Opferdorf Hortiatis, das nur 20 Kilometer außerhalb der Metropole liegt. Das Anliegen: Das Deutsch-Griechische Jugendforum auch um den Aspekt der Erinnerungskultur bereichern.

Hortiatis ist eines der zahlreichen Opferdörfer in Griechenland, die während der Zeit der deutschen Besatzung zwischen 1941 und 1944 schwer gelitten hatten. Wie in zahlreichen anderen Orten wurde auch hier durch deutsche Wehrmachts-Truppen in einer sogenannten „Vergeltungsaktion“ ein grauenvolles Verbrechen an der Zivilbevölkerung begangen. Zwar konnten wir an frühere freundschaftliche Kontakte anknüpfen, waren aber trotzdem etwas im Zweifel, wie wir in der aktuellen politischen Situation und in einer Zeit der Polarisierung zwischen Deutschland und Griechenland empfangen werden. Weiterlesen

Vorschläge vom Forum Erinnerung & Bildung in Lechovo

Auf dem Forum Erinnerung & Bildung im Märtyrerdorf Lechovo hat ein vielseitiger und konstruktiver Dialog stattgefunden. Das ist vor allem den exzellenten Rednerinnen und Redner und gehaltvollen Beiträge der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu verdanken. Während der vier Tage sind die folgenden Vorschläge entstanden, die die Erhaltung der Erinnerung, das Aufzeigen der Kriegsverbrechen sowie der Gräueltaten der deutschen Nazis in den Opferorten Griechenlands bekannter machen könnten und um diese Geschehnisse der Jugend von heute sowie den Bürgern von Griechenland, Deutschland und Europa näher zu bringen.

Der Kulturverein der Lechoviten „Profitis Ilias“ hat das Forum organisiert, mehrere Organisationen haben ihn dabei unterstützt. Finanziert wurde die Begegnung vom Deutsch-Griechischen Zukunftsfonds.

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Forum Erinnerung & Bildung: Orte des Terrors und Gedenken in Griechenland

Der Weg zu einem nachhaltigen Friedensbewusstsein in der deutsch-griechischen Zivilgesellschaft ist ein andauernder Prozess, der stark geprägt ist von den Erlebnissen und Erfahrungen der Vergangenheit. Kultureller Austausch und direkte Begegnung können hier Lernprozesse initiieren. Das Forum ‚Erinnerung & Bildung‘ bot den Teilnehmern den Rahmen für einen intensiven Rückblick auf die Ereignisse, eine gemeinsame verständnisvolle Ausrichtung auf unsere Gegenwart und einen Ausdruck ihrer Wünsche hinsichtlich eines friedvollen Miteinanders in Europa.

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