Zum zweiten Mal starteten deutsche und griechische Fachkräfte und Multiplikatorinnen in die AG Sprachanimation im deutsch-griechischen Jugendaustausch. Damit erweitert sich das Netzwerk für die Methode in Deutschland und Griechenland. Elena Peony war dabei und hat einem kurzen Bericht verfasst.

Das diesjährige Treffen der AG Sprachanimation im deutsch-griechischen Jugendaustausch im Juli in Berlin war ein voller Erfolg: In Fortbildungen und Seminaren ist man – bei den meisten Berufsgruppen zumindest – auf Frontalunterricht eingestellt. Dieser zieht sich meist stundenlang bis zu den Abendstunden hin, während die geistigen und körperlichen Fähigkeiten der Teilnehmer überstrapaziert werden und sie regelrecht überfordern. Diese Form des Unterrichtens richtet sich daher kaum an die neuesten Erkenntnisse der Hirnforschung hinsichtlich der Frage: „Wie lernt eigentlich der Mensch am besten?“

Der Blick auf das Lernen aus Sicht der Hirnforschung hat sich bereits lange verändert. In der Neurodidaktik, bzw. der Hirnforschung sind insbesondere die Fehlerbegehung, der Spaß und die Motivation, sowie die körperliche Betätigung ausschlaggebend für den Lernprozess. Nun, hiervon gab es in der AG Sprachanimation in Berlin genug!

Der typische Tagesablauf in der AG sah zusammenfassend folgendermaßen aus: Zuerst begegneten wir uns auf Augenhöhe in einem Stuhlkreis. Eine Kombination aus Vorstellung des Konzeptes der Sprachanimation mit einem zeitgleichen Erfahrungsaustausch prägte das Bild. Die bis zum Ende konsequente Übersetzung des gesprochenen Wortes auf Griechisch und Deutsch und die Erprobung der Spiele durch das aktive Praktizieren der Spiele durch die Teilnehmer rundeten das Bild ab.

Das Spielen einer breiten Palette an Sprachanimationsspielen führte zu unerschöpflicher Inspiration. Das Ergebnis war die Entwicklung neuer Spiele mit kreativen Namen und auch die Verwendung aktueller Medien, wie z.B. die Entwicklung eines eigenen GIF am Handy.

Der Dialog, der hierbei durchweg entstand, die konsequente Übersetzung in eine andere Sprache, das Einlassen jedes Teilnehmers mit „Herz und Seele“ auf alle Spiele und nicht zuletzt die in Teamarbeit entwickelten neuen Spiele ragten besonders hervor. Nach der geistigen und auch körperlich nicht zu unterschätzenden Betätigung saß die Gruppe beisammen und ließ den Abend beim gemütlichen Abendessen ausklingen.

Den Erfolg dieser Begegnung kann man vor allem an der Entwicklung der neuen Spiele erkennen. Weiterhin brachten sich die jüngsten männlichen Teilnehmer Suleman und Timon in einer konstruktiven Feedbackrunde beeindruckend ein. Die AG Sprachanimation ist eine Begegnung der besonderen Art. Die Teilnehmer sind hochmotiviert. Manche von ihnen opferten ihre recht kurzen Pausen für das zusätzlich spontan durchgeführte Einüben von Tanz, als Vorbereitung für einen gemeinsamen Swing-Tanzabend. Unser aus Griechenland stammende „Tanzlehrer“ Antonis hatte auch Spaß daran, den Tanzerfolg einiger seiner Schüler auf der Tanzbühne mitzuerleben.

Die Begegnung etablierte zweifellos zahlreiche Synergien. Die hohe Resonanz der Teilnehmer bietet durch die Weiterentwicklungsvorschläge im Konzept und in der Methodik einen sofort erkennbaren Mehrwert und neue Impulse für die Arbeit mit jungen Menschen. Die Sprachanimationsspiele motivieren eindeutig dazu, eine Fremdsprache zu verstehen und zu sprechen- und sie können sogar viel mehr als das: Sie fördern verbale und nonverbale Kommunikation und transkulturelle Begegnungen. Die im Teamwork entwickelten Spiele werden bald mit der Angabe der Entwickler-Namen veröffentlicht.

Beim zweiten Treffen in Griechenland werden diese Spiele und Erkenntnisse der AG Sprachanimation Berlin in Jugendgruppen der Teilnehmer wiederaufgenommen und weiterentwickelt. Auf den bevorstehenden Erfahrungsaustausch und die neuen Erkenntnisse im September freue ich mich sehr.

Weitere Informationen zur AG Sprachanimation hier.

Bericht und Fotos: Elena Peony

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